Hallo,
in der Tat akkumuliert das Buch eine Vielfalt von Wissen, auch und vor allem praktischer Natur. Was ich jedoch vermisse, ist auch hier eine Umsetzung der visuellen Idee von Apex. In formularhaften Bildern denken und nicht in Code! Dem entsprechend hätten viele Erläuterungen von Screenshots erheblich profitiert, wie z.B. beim Thema Authentication und nicht wie im Abschnitt 18.1.10, ich zitiere "... benötigen wir insgesamt drei Verzweigungen ... Eine Verzweigung mit der Sequenznummer 1, die bei der Bedingung vom Typ PL/SQL-Ausdruck aktiv wird: :REQUEST IN ('SEARCH') und selbst eine Anforderung auslöst - SEARCH -, damit der Bericht die Bedingungen der Suche innerhalb des PL/SQL-Blocks berücksichtigen kann." Oh Mann, ist das Graphentheorie? Das kann doch niemand lesen und noch viel weniger in der APEX-GUI wiederfinden!
Tja und Programmiererei hat einfach recht. Man spürt regelrecht, wie das Buch immer wieder in Abschnitten entstanden ist, erst volle Fahrt und dann kleckerweise mit Beispielen und Tools, die man irgendwie gerade nicht in seinem entstehenden Gedankengerüst unterbringen kann. Braucht so ein Buch Verweise auf Toad und tkprof? Hatte es nicht besser mit APEX denn mit Oracle XE beginnen (und geschrieben werden) sollen, wie der Titel auch verspricht? Schließlich glaube ich nicht, dass das, was im Abschnitt zu JavaScript und Ajax gezeigt wird, tatsächlich in ein APEX-Buch gehört. Das Zusammenpopeln (ist nicht böse gemeint) von html-header, html, Javascript und CSS in einem Gemisch aus wiederum verschiedenen Sprachen und Ausführungsschichten ist doch genau das, was man mit einem APEX vermeiden möchte (Praxis hin oder her)!
Alles in allem, irgendwie verkehrt herum aufgezogen und ohne klares (bildhaftes) Vermittlungskonzept, erfordert für den APEX-Bereich schon professionelle Vorkenntnisse.