Hyperfast Black Metal at its best - Marduks drittes Album ist ein wahres Feuerwerk an Blastspeed-Attacken, die effizient durch abwechslungsreiche Midtempo-Parts unterbrochen werden, wodurch Krachern wie „Sulphur Souls", „Under subterranean throne profound" oder „The sun has failed" eine unglaubliche Intensität verliehen wird. Dazu kommen erstklassige Gitarren-Riffs, die sich immer wieder über den bombastischen Sound-Teppich des Drumgewitters legen und auf wunderbare Wei-se melodische Harmoniebögen knüpfen.
Am eindruckvollsten wird dies durch den Oberhammer dieses Meisterwerks, den an Hyperspeed-Essenz nicht zu toppenden „Untrodden Paths, Part II", zum Ausdruck gebracht. Dazu kommt das atmosphärisch wahnsinnig dichte Halb-Instrumental „Opus nocturne", bei dem man nur feierlich sein Haupt senken kann, sowie die geniale Black-Metal-Hymne „Materialized in stone", die weniger durch Boshaftigkeit als durch eine andächtige Grundstimmung besticht.
Die Spiritualität dieser Platte konnten Marduk seitdem nicht mehr einfangen und ein zweites Mal in dieser Form darbieten. Insofern sticht dieses Album aus den nicht immer überzeugenden Veröffent-lichungen der Schweden heraus. Erst 2002 gelang es, mit „Wold funeral" das gleiche Level wie auf „Opus nocturne" wieder zu erreichen und es dann sogar zu übertreffen.
Trotzdem bleibt das 94er Werk das atmosphärisch eindruckvollste Album der Bandgeschichte. Nur die Produktion ist arg dünn ausgefallen. Daher kann auch nicht die Höchstpunktzahl vergeben wer-den. Wie bei keinem zweiten Album im Black-Metal-Sektor würde man sich hier eine soundtechnisch optimierte Neuveröffentlichung wünschen.