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Opus Dei

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Produktinformation

  • Audio CD (3. Februar 2012)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Mute - Aip (Goodtogo)
  • Spieldauer: 59 Minuten
  • ASIN: B00004XQWJ
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Hörkassette  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 25.078 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Leben heisst leben
2. Geburt einer Nation
3. Leben - Tod
4. F.I.A.T.
5. Opus dei
6. Trans-national
7. How the west was won
8. The great seal
9. Herz-Felde
10. Jägerspiel
11. Koza (skin)
12. Krst (baptism)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ralf Schienke am 24. Februar 2002
Format: Audio CD
Meine erste Begegnung mit dieser ungewöhnlichen Band liegt jezt fast 20 Jahre zurück und trotzdem sticht dieses Werk aus meiner Plattensammlung hervor. Kommt sehr martialisch daher und ist für politische Korrektheitsfanatiker bereits an der Schmerzgrenze. Andererseits muß man erstmal den Humor haben, "Life is life" von der österreichischen Knallchargencombo Opus (!!!siehe CD Titel) wörtlich aus dem Schulenglisch ins Deutsche zu übertragen und daraus eine dreiminütige, neofaschistische Wagneroper zu machen. So klasse das es gruselt. Und damit keiner denkt, das ginge nur bei Österreichern, schicken Sie gleich noch Queen's "One Vision" als "Geburt einer Nation" auf Deutsch hinterher: "Gebt mir ein Leitbild", da kann man nur sagen: Visionär. Rammstein, eat your heart out: hier sind die Originale: Gesang mit rollendem R, Metal, Oper und böse Gucken konnten Laibach schon damals besser.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Polygraph am 27. November 2005
Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Wie so viele andere bin ich durch ihre brillante Coverversion von "Life is Life" auf Laibach aufmerksam geworden; dieses Lied fand ich bereits aussergewöhnlich; als ich dann das Album kaufte, merkte ich schon beim Eingangstrack, dass dieses noch relativ harmlose Lied, erst die Spitze des Eisbergs war.
Zuallererst fällt auf, dass die Band niemals aus der Rolle fällt, man kann Aussenstehenden keinen Vorwurf machen, wenn sie Laibach als Nazi-Band bezeichnen, da man an keiner Stelle des Booklets eine Stellungnahme findet, sondern vielmehr nur auf faschistoide Kriegskunst und maskuline Posen stößt. Allerdings gehört dieses Image, wie ich später erfahren habe, zu einer offiziellen slowenischen Kunstrichtung, die sich auf die Ästhetik totalitärer Regime spezialisiert hat.
Auch musikalisch bietet "Opus Dei" schwer verdaulichen Stoff: mit stampfenden Technorythmen, rollenden Militärmärschen und einer Prise wagnerhaftem Opern-Bombast baut sich eine bedrohliche Soundkulisse auf, die durch die extrem Tiefe Stimme des Sängers noch gesteigert wird. Dabei ist erstaunlich wie ähnlich "Rammstein" dieser Band klingt: Wenn man ihre Musik, ihr Auftreten und nicht zuletzt den Gesang nebeneinanderstellt, kann man nicht mehr von "Einfluss", sondern vielmehr von geistigem Diebstahl reden.
Wer auf der Suche nach einer vollkommen neuen musikalischen Erfahrung ist, sollte bei Laibach unbedingt zugreifen, allerdings sollte man sich mit dieser CD von schwangeren Frauen fernhalten, denn eventuelle Geburtsschäden durch die Vibrationen der Bässe halte ich für nicht auszuschliessen.
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von wolfgang spinnler am 17. November 2002
Format: Audio CD
"Opus dei" von LAIBACH ist heute im Jahre 2002 ein genauso umstrittenes Werk wie 1987, bei seiner Veröffentlichung.
LAIBACH benannt nach ihrer Heimatstadt Ljubljana das damals als "Opus dei" 1987 veröffentlicht wurde, noch zu Jugoslawien gehörte, provozierte die Band allein schon durch ihre deutsche Namensgebung aus der Zeit der österreichischen Herrschaft, die politische Führung in Belgrad. Unter dem Motto "Neue Slowenische Kunst" übernahmen LAIBACH die Speerspitze der Balkan-Bewegung.
Für Deutsche die Slowenien/Jugoslawien kannten, war es ein reines Urlaubsland mit Sonne, Strand und Meer und armen Jugos, bei denen man billig Urlaub machen konnte.
Deshalb verwunderte es viele daß ausgerechnet aus diesem Land, so eine Band und dann solch ein provozierendes Album mit solch bombastischen Klanggewittern und dieser sozialistischen Ideologie und dieser faschistoider Ästhetik kam. Postpunk-Fans und Intellektuelle waren begeistert.
Mit ihrer Interpretation von "Life is life" der österreichischen Volksfesttruppe Opus, das bei LAIBACH "Leben heißt leben" heißt entstand eine wagnerianische Apocalypse. Aus einem Queen-Hit wurde "Geburt einer Nation". Während Queen mit Sicherheit das ganze mit Humor, oder Interesse venahmen kann ich mit gut vorstellen das die österreichische Opus-Truppe stinksauer war.
Aber Vorisicht: bei "Opus dei" wird sehr gewagt mit rechter Ästhetik gespielt, was sich sehr an der Inlet-Gestaltung (4 Äxte zu einem Hakenkreuz gebunden) und den aufgelasenen Texten bemerkbar macht. LAIBACH sind eben eine Industrial-Band und in dieser Szenerie da wird halt eben gerne provoziert. LAIBACH sind keine Fascho-Band und auch keine Bösen Onkels oder Störkrafts und das ist gut so.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Grtler, Bj am 4. September 2009
Format: Audio CD
Nur vorweg: Das Original des Laibach-Songs "Geburt einer Nation" von Queen heißt nicht "Birth of a nation", sondern "One vision" und ist meiner persönlichen Meinung nach völlig unbedenklich, da von einem Homosexuellen namens Faruk Bulsara (alias Freddie Mercury) geschrieben und deshalb meiner Meinung nach nicht mal annährend an "autoritärem Gedankengut". Und: Die österreichische Band Opus, die den Song "Life is life" - von Laibach gecovert als "Leben heißt Leben" - gesungen hat, ist nicht identisch mit der schwäbischen Pur-Vorgängerband Opus.

Nun aber zu "Opus Dei", dem Meisterstück von Laibach. Die slowenische Industrialband war immer der Provokateur Nr. 1, wenn es darum ging totalitäre Ästhetik und Sprache zu entlarven. Auf den Vorgängeralben kommt das teilweise noch sehr brachial daher: Dumpfes, verzerrtes Gröhlen, lautes monotones Gehämmer, lange, laute Stücke. Hier aber haben die Musiker aus dem ehemaligen Jugoslawien diese Elemente etwas zurück genommen. Und das tut der Höhrbarkeit der Platte gut. Fast schon hymnischen kommt die Musik daher - verführt den Hörer mit Marschklängen und zeigt so die Anfälligkeit jedes einzelnen für totalitäre Ästhetik.

Laibach waren und werden nie besser!
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