Parallel zum gleichnamigen Buch ist nun "Das verbotene Buch", Auftakt der Reihe "Opus" von Andreas Gößling, auch als Hörbuch, gelesen von Joachim Kerzel, erschienen.
Inhaltlich geht es um die Zeit der Inquisition, wo ein Buch mit fantastischen Geschichten magische Fähigkeiten hervorruft. Leider gelingt es nicht, das Buch an den Buchzensoren vorbei zu schmuggeln und damit beginnt die Hetzjagd, denn hinter dem Buch steht eine geheime Organisation, die der Inquisition schon lange ein Dorn im Auge ist.
Ein ziemlich komplexer Plot erwartet den Hörer bei "Das verbotene Buch". Durch die verschiedenen Erzählperspektiven bekommt der Leser einen guten Überblick über beide Seiten und Andreas Gößling versteht sich darauf, immer im rechten Moment die Seite zu wechseln. Hinzu kommt noch die große Geheimorganisation hinter dem Ganzen, in deren Machenschaften man häppchenweise eingeführt wird. Zu dem historischen Plot kommen dann noch fantastische Elemente hinzu, wenn die Figuren im "Buch der Geister" abtauchen. Bedingt durch die beschriebene Zeit und die Inquisition als Jagdhund hinter allem ist Andreas Gößling nicht gerade zimperlich, wenn eine neue Schlacht geschlagen werden muss, aber schnell muss man auch erkennen, dass die Gegenseite oft nicht weniger zimperlich handelt. Das Buch wird damit seinem Ruf als Mysterythriller durchaus gerecht.
Eine packende Story allein reicht nicht bei einem Hörbuch - doch mit Joachim Kerzel hat man sich einen Sprecher geholt, der sein Handwerk versteht. Kombiniert mit einigen sehr passenden Effekten gelingt es Kerzel, sowohl die Figuren authentisch wiederzugeben als auch den Hörer mit seiner Stimme zu fesseln.
Damit ist "Opus - Das verbotene Buch" in der Hörbuchfassung auf jeden Fall ein Ohr wert, wenn nicht sogar zwei! Denn wer sich von einer packenden Story, kombiniert mit einigen fantastischen Märchen-Elementen, erfreuen kann und dabei nicht zu zart besaitet ist, kann hier durchaus seinen Spaß finden.