Kurzbeschreibung
Neben den Aktien boomt die Anlage in Optionsscheinen. Wer sich gut auskennt, kann hier bei kalkuliertem Risiko hohe Gewinne realisieren. Nach dem bewährten Einsteiger-Konzept führt Werner Schwanfelder in diese Anlageform ein. Das Buch bietet umfassende Information, gründliche Aufklärung über die Risiken und individuelle Anlagestrategien. Für Börsenneulinge wie Fortgeschrittene ist es Orientierungshilfe, wie ein Engagement in diesem Bereich aussehen kann.
Über den Autor
Werner Schwanfelder, Finanzexperte, ist Einkaufsleiter bei einem multinationalen Unternehmen. Seit Jahren publiziert er zum Thema Geldanlage und tritt als Experte in Fernsehsendungen auf. Sein Bestseller Aktien für Einsteiger (Campus, 4. Aufl. 1999) ist seit mehr als zwei Jahren auf allen Wirtschafts-Bestsellerlisten vertreten.
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Es gibt meines Erachtens kaum einen Privatanleger, der bei einem Geschäft mit Optionsscheinen nur vornehm an die Absicherung denkt und die Spekulation außer acht läßt. Und warum sollte man sich auch nicht vollkommen offen zur Spekulation bekennen? Spekulation ist im Prinzip schon jede Aktion, die auf eine zukünftige Entwicklung baut. Also fällt auch ein ganz normaler Aktienkauf bereits in den Bereich der Spekulation. Dazu kann man als Anleger durchaus stehen. Nur ein Faktor muß bedacht werden: In jeder Spekulation steckt ein (relativ hohes) Risiko. Wie hoch darf also das Risiko sein, damit man vor sich die Spekulation vertreten kann? Nur dieser Frage muß man auf den Grund gehen. Die Beantwortung bleibt jedem Anleger selbst überlassen. Man sollte jedoch immer wieder auf folgende Voraussetzungen hinweisen: * Die Anlage in Optionsscheine ist eine Risikoanlage. Man sollte das investierte Geld als "Spielgeld" zur Verfügung haben. Man sollte nicht zu einem fixen Termin auf das Geld zurückgreifen müssen. Man sollte auf das Geld im schlimmsten Fall auch verzichten können. * Man muß Zeit haben, um sich um die Geldanlage kümmern zu können. Die Kurse des Underlying und des Optionsscheines sollte man täglich verfolgen. * Das bedeutet, daß man nur Optionsscheine auswählt, deren Kursentwicklung man auch ständig verfolgen kann. Hierzu bietet sich eine Tageszeitung mit gutem Wirtschaftsteil an, das Handelsblatt oder noch besser Informationen aus dem Internet. Auf die Informationsmöglichkeiten sind wir in Kapitel 5 ausführlich eingegangen. * Man muß einen Kurskanal, d.h. eine Begrenzung nach oben und unten, festlegen. Sobald der Optionsschein den Kanal verläßt, muß man bereit sein zu verkaufen: Diese Bereitschaft muß konsequent umgesetzt werden. Man muß außerdem bei einer Kursveränderung sofort reagieren können. Dazu ist notwendig zu wissen, wie der Verkauf funktioniert und wer bei der Hausbank oder beim Discount-Broker der Ansprechpartner ist, der den Auftrag auch sofort weiterleitet. Sollte eine der genannten Voraussetzungen nicht zutreffen, ist es ratsam, die Finger von Optionsscheinen zu lassen. Zusammenfassung: Ein Investment in Optionsscheine ist eine Risikoanlage. Man kann auch als Anfänger daran teilhaben. Aber zunächst muß man sich mit den oben geschilderten Voraussetzungen auseinandersetzen. Aus: Kapitel 7: Die Strategie und ihre Umsetzung Abschnitt: Spekulation mit gutem Gewissen
Auszug aus Optionsscheine für Einsteiger. von Werner Schwanfelder. Copyright © 0. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Es gibt meines Erachtens kaum einen Privatanleger, der bei einem Geschäft mit Optionsscheinen nur vornehm an die Absicherung denkt und die Spekulation außer acht läßt. Und warum sollte man sich auch nicht vollkommen offen zur Spekulation bekennen? Spekulation ist im Prinzip schon jede Aktion, die auf eine zukünftige Entwicklung baut. Also fällt auch ein ganz normaler Aktienkauf bereits in den Bereich der Spekulation. Dazu kann man als Anleger durchaus stehen. Nur ein Faktor muß bedacht werden: In jeder Spekulation steckt ein (relativ hohes) Risiko. Wie hoch darf also das Risiko sein, damit man vor sich die Spekulation vertreten kann? Nur dieser Frage muß man auf den Grund gehen. Die Beantwortung bleibt jedem Anleger selbst überlassen. Man sollte jedoch immer wieder auf folgende Voraussetzungen hinweisen: * Die Anlage in Optionsscheine ist eine Risikoanlage. Man sollte das investierte Geld als »Spielgeld« zur Verfügung haben. Man sollte nicht zu einem fixen Termin auf das Geld zurückgreifen müssen. Man sollte auf das Geld im schlimmsten Fall auch verzichten können. * Man muß Zeit haben, um sich um die Geldanlage kümmern zu können. Die Kurse des Underlying und des Optionsscheines sollte man täglich verfolgen. * Das bedeutet, daß man nur Optionsscheine auswählt, deren Kursentwicklung man auch ständig verfolgen kann. Hierzu bietet sich eine Tageszeitung mit gutem Wirtschaftsteil an, das Handelsblatt oder noch besser Informationen aus dem Internet. Auf die Informationsmöglichkeiten sind wir in Kapitel 5 ausführlich eingegangen. * Man muß einen Kurskanal, d.h. eine Begrenzung nach oben und unten, festlegen. Sobald der Optionsschein den Kanal verläßt, muß man bereit sein zu verkaufen: Diese Bereitschaft muß konsequent umgesetzt werden. Man muß außerdem bei einer Kursveränderung sofort reagieren können. Dazu ist notwendig zu wissen, wie der Verkauf funktioniert und wer bei der Hausbank oder beim Discount-Broker der Ansprechpartner ist, der den Auftrag auch sofort weiterleitet. Sollte eine der genannten Voraussetzungen nicht zutreffen, ist es ratsam, die Finger von Optionsscheinen zu lassen. Zusammenfassung: Ein Investment in Optionsscheine ist eine Risikoanlage. Man kann auch als Anfänger daran teilhaben. Aber zunächst muß man sich mit den oben geschildertenVoraussetzungen auseinandersetzen.