Diese Einspielung von Kunstliedern der Belle Epoque von Hahn, Chausson, Chaminade, Massenet und anderen durch den jungen Countertenors Philippe Jaroussky ist in jeder Hinsicht exzellent. Jarousskys unglaublich klangschöne Stimme zeigt hier ein Spektrum von sinnlichen Tönen und intensiven Ausdrucksnuancen über pure Schönheit hinaus, das wiederum höchst angenehm überrascht. Es ist eine Freude, zu hören, dass Jarousskys Stimme Möglichkeiten weit über die Klänge der Barockzeit hinaus aufweist, die er hier teilweise erstmals offenbart. Die Musikalität der perfekten Phrasierung und die subtile, zugleich tiefe emotionale Durchdringung der Mélodies durch Jaroussky überzeugt vollkommen und begeistert. Hervorzuheben ist außerdem das feinsinnige Zusammenspiel mit dem hervorragenden Pianisten Jerome Ducros. Das Wagnis für den Countertenor Jaroussky, für sich und seine Stimmlage ein größeres Repertoire zu erobern, hat sich gelohnt und wird gewiss den hochverdienten Erfolg erzielen. Man darf auf die weitere Entwicklung des Repetoires, der Stimme und Interpretationskunst von Philippe Jaroussky außerordentlich gespannt sein.