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am 16. Februar 2012
Ich bin ein absoluter Thriller-Fan und vielleicht habe ich mich deshalb mit Opfertod so schwer getan, aber irgendwie war das Ganze für mich ein bisschen zu dick aufgetragen und teils wirklich unglaubwürdig. Die Storyline hat mich einfach überhaupt nicht überzeugt. Es hat mich die ganze Zeit über ein bisschen zu sehr an Die Chirurgin von Tess Gerritsen oder Cupido von Jillian Hoffman erinnert ' nur in Deutschland und eben etwas over-the-top.
Man hätte dieses Buch auch gut und gerne auf 250 Seiten (oder auch weniger) schreiben können, denn so manche Szene erschien mir überflüssig und zu langatmig. Auch wurde in meinen Augen leider nie richtig Spannung aufgebaut ' es gibt keinen richtigen Hauptverdächtigen, keine ernsthaft gefährlichen Situationen, einfach nichts was mich als Leserin in Anspannung und Erwartung versetzt. Dass Lena nach ihrem zweiten Tag schon vom Fall abgezogen wurde, ohne erst die Hintergründe für ihre Fehlhandlung genau zu klären, erschien mir ebenso unglaubwürdig, wie die Tatsache, dass sie dann zufällig in einer Bar auf einen Ex-Polizisten stößt, der zufällig auch noch am gleichen Fall gearbeitet hat, bevor man ihn frühzeitig in Rente geschickt hat ' es tut mir ja sehr leid, aber irgendwo hört es dann auch auf.

Die Hauptcharakterin Lena war mir zusätzlich einfach nur unsympatisch und ich hatte mehrfach das Gefühl, dass sie unter einem leichten Alkoholproblem leidet (jeden Abend Bier, Wein oder Gin Tonic, teilweise nicht nur ein Gläschen sondern bis zur Trunkenheit und dann fährt sie noch mit ihrer Vespa?). Ich konnte mich einfach nicht für sie und ihre, zugegeben tragische, Lebensgeschichte erwärmen. Auch ihre Beziehung zu ihrer Schwester erschien mir zu aufgesetzt ' ich habe auch Schwestern und ich würde einiges für sie tun. Aber was Lena für ihre Schwester bereits alles getan hat erscheint mir einfach unrealsitisch und ist, ganz nebenbei, vermutlich nicht einmal möglich.

Ich konnte das Buch ohne Probleme weglegen, etwas das ein Thriller, der mit einem 'VOX TOP THRILLER' Aufkleber daher kommt, eigentlich nicht zulassen dürfte. Ein Top Thriller ist ein Page-Turner, ein Buch das man nicht aufhören kann zu lesen ' Opfertod war für mich mehr ein Kampf. Es nicht wegzulegen und etwas anderes zu machen, fiel mir oft schwer und deshalb kann ich leider nicht sagen, dass ich dieses Buch sehr genossen haben.

Fazit

Es gibt sicher gute Ansätze und ich will ja auch nicht sagen, dass das Buch eine Katastrophe war ' aber ein Top Thriller ist es leider nicht. Wenn man es denn überhaupt als Thriller bezeichnen möchte, ich denke, dass das Attribut Krimi vielleicht doch passender wäre.
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am 27. Februar 2012
Dies ist meine Rezension zu Hanna Winters Neuerscheinung Opfertod". Die Autorin lebt in Berlin und konnte bereits mit ihrem ersten Buch Die Spur der Kinder" einen Erfolg landen.

In diesem Buch, welches als komplett neue Krimireihe angelegt ist, geht um die Kriminalpsychologin Lena Peters, die ihre erste Ermittlung führen muss. Hierbei gerät sie direkt an einen psychopathischen Serienkiller, der ein grausames Spiel spielt und sich selbst als Künstler sieht.

Während des ganzen Buches habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt. Die Handlung selbst ist sehr gruselig und bedrückend, da es um einen Frauenmörder geht, der bereits ein Duzend Frauen ermordet hat. In einer U-Bahn Station wird dann eine weitere verstümmelte Frau gefunden, Christine Wagenbach, der die Hand abgetrennt wurde und die als erste den Überfall des Verbrechers überlebt hat. Wird er unvorsichtig oder will er nur mit seinem Opfer spielen? Sehr spannend und flüssig geschrieben, so dass man die Seiten in einem Rutsch sehr gut durchlesen kann. Auch gefällt mir gut, dass vorab die einzelnen Seiten - Ermittlerteam und der Killer - kurz vorgestellt werden. Hier wird auch direkt zum ersten mal auf Lenas dunkle Vergangenheit hingewiesen. Ich war gespannt, was sich dahinter verbirgt und dem Leser wird nach und nach die Auflösung präsentiert, die durch das Verhältnis zu Ihrer Schwester noch dramatischer Ausmaße annimmt als ich dachte. Vielleicht für manche störend, gefielen mir sehr gut die vielen, sehr kurzen Kapitel, da sich dadurch die Geschichte sehr kurzweilig gestaltete. Einziger Kritikpunkt von mir ist, dass die Aufklärung am Schluss und die Beweggründe des Killers etwas schnell abgehandelt wurden - hier hätte man eventuell bei den gut 320 Seiten noch etwas genauer drauf eingehen können. Das Cover mit der Taube ist sehr gelungen, zwar beklemmend, da sie (zu Tode?) zu stürzen scheint, aber auf den ersten Blick nimmt man es erst gar nicht war und es sieht aus wie ein künstlerisches Foto. Auch haptisch ist das Buch ein tolles Erlebnis, da die Taube auf Vorder- und Rückseite sich anders anfühlt als der Rest des Buchumschlags. Ein insgesamt zu empfehlendes Buch und wie alle Hanna Winter Werk toll für spannende Abende.
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am 22. April 2012
Tut mir leid, aber mich hat das Buch nicht mitgerissen. Alle Hauptpersonen erscheinen einfältig und zu allem zu blöd. Die Dialoge sind plump und ohne Tiefgang. Das Ende erscheint vorhersehbar und aus heiterem Himmel. Der Streit zwischen der Tochter des ehemaligen Polizisten und ihm wird völlig überzogen klischeebehaftet vorgeführt und ganz plötzlich, ohne erkennbare Entwicklung, fällt sie ihm wieder um den Hals. Der Verfolgungswahn der ehemaligen Profilerin führt sie in eine Klinik ins Ausland, obgleich für diese Paranoia kein erkennbarer Grund besteht. Nein, es ist alles weit hergeholt und unrealistisch.
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am 10. Juni 2013
*INHALT*
Kriminalpsychologin Lena Peters wird zu ihrem ersten Fall hinzu gezogen. Ganz neu in Berlin, neu im Team, versucht sie, die an sie gestellten Erwartungen zu erfüllen und den Serienmörder, der von der Presse nur der "Stümmler" genannt wird, zur Strecke zu bringen.
Doch auch sie kann die weiteren Opfer nicht verhindern, die tot aufgefunden werden, und denen jeweils ein amputiertes Körperteil fehlt. Umso grausamer, als doch ein überlebendes Opfer gefunden wird. So erfährt Lena, dass den Frauen ein Muskelrelaxanz gespritzt wird - sie erleben die Amputation bei vollem Bewusstsein.
Doch schon bald wird die Psychologin Opfer einer Intrige und vom Fall suspendiert; was sie aber nicht davon abhält, auf eigene Faust weiter zu ermitteln, um diesem Mann das Handwerk zu legen..

*MEINE MEINUNG*
Ich bin sehr angetan von diesem Reihen-Auftakt und werde auch die Folgebände lesen.

Der Schreibstil von Hanna Winter hat mich begeistert. Ich habe sehr schnell eine Sympathie für die Protagonistin entwickelt und mit ihr mitgefiebert. An einigen Stellen gestreute Rückblenden in die Vergangenheit lassen auf den Charakter schließen bzw auch nachvollziehen, wieso Lena so ist, wie sie ist. Auch ihre Motivation für ihr Tun wird deutlich und machen die Figur authentisch und greifbar.
Der zweite Protagonist und ihr Ermittlungspartner Wulf Belling wird ebenfalls ausführlich beschrieben und gewinnt durch Einblicke in sein Privatleben sowie Schwierigkeiten mit seiner pubertierenden Tochter an Tiefe und Persönlichkeit.

Die Autorin schafft es scheinbar mühelos, von Beginn an einen Spannungsbogen aufzubauen und ihn auch bis zum Schluss konstant zu halten. Durch kurze Episoden, die den Täter zeigen, aber den Leser über seine Identität und Beweggründe bis zum Schluss im Unklaren lassen, konnte ich zu jeder Zeit miträtseln, wurde aber am Ende überrascht.

Alles in allem ein toller Thriller, der mich vom Fleck weg mitgerissen und für die Autorin eingenommen hat. Daumen hoch!
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am 5. Juni 2015
Lena Peters ist Profilerin und neu in Berlin. Sie soll das Ermittlerteam von Volker Drescher verstärken, das einen Serienkiller jagt, der Berlin in Angst und Schrecken versetzt.
Der Killer kidnappt Frauen um ihnen Körperteile zu entfernen, aus denen er dann Kunstwerke erschaffen kann. Sein Morden geschieht in immer kürzeren Abständen, was den Druck auf das Ermittlerteam zusätzlich erhöht.

Lena fügt sich erst gut ein, durch das Zusammentragen aller Fakten und ihres Scharfsinn erstellet sie ein neues Täterprofil, was ihr neuer Chef toll findet. Anderen im Team ist sie ein Dorn im Auge und so wird Lena, nach einer unsauberen Nachforschung, vom Dienst suspendiert.

Weitere Morde geschehen und unter den Opfern ist eine ehemalige Schulfreundin von Lena. auf eigene Faust ermittelt sie weiter und bekommt dabei Unterstützung durch den ehemaligen Polizisten Wulf Benning. Dieser versucht selbst schon länger den Killer zu finden.

Ohne es zu wissen, sind beide , oder besser Lena, bereits ins Visier des Killers geraten.....

Fazit:
dies ist en interessante, wenn auch nur teilweise spannender Thriller.
Die Geschichte um Lena Peters ist gut konstruiert, hat sie doch selbst ein schweres Trauma aus der Kindheit. Ihre Eltern starben bei einem Autounfall, den nur Lena und ihre Zwillingsschwester überlebt haben.

Auch ihr Helfer, Wulf Benning, ist sehr gut beschrieben und zusammen sind sie ein tolles Ermittlerteam.
Mir hat gut gefallen, dass sie so halb legal ermitteln, also es zwar mal richtig gelernt haben, und doch sich eher wie Privatdetektive verhalten und halb legal den Fall lösen.
Alle Charaktere sind lebensnah und authentisch.

Im Plot haben mir die Überraschenden Wendungen gefehlt. So ab der Mitte ist der Verlauf recht vorhersehbar.
Nichtsdestotrotz wurde ich gut unterhalten und ich bin gespannt auf weitere Fälle des Teams Belling/Peters.

Von mir gibt es dafür 4 STERNE.
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am 15. Juni 2015
Opfertod war mein erstes längeres Hörbuch. Ich habe es beim Autofahren gehört. Da ich zur Zeit meistens zur Arbeit laufe, hat es sich also eine Weile hingezogen, bis ich es zuende gehört hatte. Trotzdem war ich immer drin in der Handlung.

Der geschilderte Fall ist natürlich nicht Lena Peters erster. Sie ist eine erfahrene Profilerin, allerdings neu in Berlin und es handelt sich um den ersten Fall einer Buchreihe.

Um nicht zu viel zu verraten: der Mörder geht äußerst brutal und sadistisch vor, sein Motiv ist eher ungewöhnlich.

Nina Petri ist eine hervorragende Vorleserin. Sind hat die Handlung stimmlich gut untermalt. Leider erhält man bei einem Hörbuch in der Regel eine gekürzte Fassung. Deshalb hatte ich gelegentlich das Gefühl: "Hier fehlt etwas."

Die Figuren des Ermittlerteams sind sehr sympathisch dargestellt. Ich kann mir nicht nur vorstellen, das nächste Buch ebenfalls zu lesen - durch den Cliffhanger ist es fast schon ein MUSS...
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am 6. Januar 2015
Lena Peters ist nach Berlin gezogen und wird als Kriminalpsychologin zu ihrem ersten Fall dem "Stümmler" hinzugezogen. Dieser amputiert Frauen bei vollem Bewusstsein Körperteile, die er sammelt.
Ihrem Chef Volker Drescher fällt auf, dass sie wohl ziemlich einsam sein muss. Ihre Eltern verlor sie bei einem Autounfall. Lena und ihre Zwillingsschwester konnten gerettet werden, aber für die Eltern kam jede Hilfe zu spät und sie verbrannten im Auto. Seitdem wird ihr beim Anblick von Blut übel.
Durch eine Intrige einer Kollegin wird sie vom Fall abgezogen. Also ermittelt Lena auf eigene Faust weiter. Behilflich ist ihr dabei Wulf Belling, ein Expolizist. Denn plötzlich hat es der "Stümmler" auf Lena abgesehen.

Hanna Winter schreibt in einem spannenden, flüssigen und angenehmen Stil. Nach und nach erfährt man auch mehr aus Lenas Vergangenheit. Das Buch lässt sich durch die anhaltene Spannung in einem durchlesen. Ich mochte es nicht aus der Hand legen. Das Ende des Buches ist nicht wirklich ein Ende. Es lässt auf spannende Unterhaltung im zweiten Fall hoffen.
Klare Leseempfehlung!
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am 4. Dezember 2013
Wieder ein sehr gelungener Krimi der deutschen Schriftstellerin Hanna Winter. Ihr Schreibstil ist sehr gut, man hat Spaß am Lesen und möchte unbedingt wissen wie es ausgeht.

Spannung wurde gut aufgebaut, aber irgendwie hat mir der erste Fall mehr gefallen.
Kann man trotzdem lesen und Freunden zum Lesen empfehlen.

Hoffentlich ist der dritte Fall nicht wieder rund um Lena Peters aufgebaut.
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am 3. April 2012
"Opfertod" ist mir in einer Buchhandlung quasi in die Hände gefallen. Mein Interesse am Buch an sich war geweckt dadurch, dass die Handlung in Berlin spielt und weil der Thriller der erste Teil einer neuen Reihe um die Kriminalpsychologin Lena Peters ist. Und so ein erster Teil ist ja immer wichtig wenn man eine Serie möglicherweise weiterverfolgen möchte.

Viel verraten wird auf dem Buchrücken nicht, aber eigentlich hätte ich hier schon stutzig werden müssen, eine Ermittlerin die in die Handlung hineingezogen wird, das hatte man jetzt schon so oft, dass es einfach nicht mehr spannend ist.
Zum Glück schafft Hanna Winter es, das man als Leser bei der Stange bleibt. Ob es jetzt für oder gegen ein Buch spricht wenn man es nach drei Stunden ausgelesen hat sei allerdings dahingestellt.

Generell wirkt in diesem Buch aber so einiges weit hergeholt, konstruiert und irgendwie auch nicht ganz schlüssig. Zu viele Zufälle und zu viele Personen die irgendwie in irgendwelche Handlungen verstrickt werden. Mich hat "Opfertod" nicht wirklich überzeugt. Einzig die Spannungsmomente, wenn z.B. Opfer und Täter aufeinandertreffen, lösen Gänsehaut aus. Und genau die sind dann auch noch einfach zu kurz geraten.Stattdessen werden langatmig Klischees, wie die übliche Bekanntschaft (der nette Nachbar von Nebenan), der blöde Chef (der die Kriminalpsychologin natürlich vom Fall entbindet, so dass sie auf eigene Faus ermitteln muss) oder auch die ach so schlimme Vergangenheit der Hauptfigur überstrapaziert.
Die Aufklärung des Falls ist dann auch noch leider ein wenig banal dahingedingst.

Kein Griff in die Kloschüssel aber auch kein Highlight. Leider greifen deutsche Thrillerautoren oftmals zu den gleichen Strickmustern, so dass alle nach Schema F geschrieben sind und kein Überraschungsmoment mehr in der Handlung steckt.

Schade.
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TOP 1000 REZENSENTam 2. März 2013
Die Protagonistin dieses Romans, Lena Peters, ist auf dem Heimweg von einer Joggingrunde, als sie einen Verdächtigen im Garten ihrer kleinen Wohnung entdeckt, ihn überrumpelt und ihm eine blutige Nase schlägt. Die junge Profilerin meint, im Erdboden versinken zu müssen, als ihr wenig später klar gemacht wird, dass es sich bei dem Mann um ihren zukünftigen Arbeitgeber, Volker Drescher, handelt. Der Kriminalist hält große Stücke auf die Kriminalpsychologin und holte sie anlässlich der Jagd auf einen Serienkiller, der Berlin in Angst und Schrecken versetzt, in sein Team. Nach dem etwas misslungenen ersten Aufeinandertreffen wird Lena am nächsten Morgen auf dem Präsidium mit der Erstellung eines Täterprofiles betraut. Ihr Scharfsinn, die Aufmerksamkeit und die klugen Schlussfolgerungen lassen Lena rasch zu ersten Ergebnissen kommen, eine Kompetenzüberschreitung ihrerseits führt jedoch schon bald zu ihrem Ausschluss aus dem Ermittlungsteam. Als weitere Frauen ermordet werden und Lena in einer von den Leichen ihre Jugendfreundin vermutet, führt sie ihre Ermittlungen kurzerhand auf eigene Faust weiter. Sie verfolgt einige Spuren und bei der Überprüfung und Beschattung eines Verdächtigen kommt es zum Zusammentreffen mit Wulf Belling, einem ehemaligen Polizisten. Wulf Belling und Lena Peters werden zu einem eingeschworenen Team, und als sie dem Täter gefährlich nahe kommen, dreht dieser den Spieß um. Plötzlich richtet der Killer sein Augenmerk auf Lena, und die Jagd beginnt …

Die Autorin hat mit der Beschreibung ihrer Protagonistin einen interessanten Einstieg in ihr Buch gewählt. Die Geschichte Lenas, ihr Umfeld, Bruchstücke aus ihrer Vergangenheit, die nach und nach um viele Details erweitert werden und schließlich zu einem Gesamtbild führen, ist in einem flüssigen Schreibstil gehalten und weckt das Interesse des Lesers. Der Plot weist einen konstanten Spannungsbogen auf, der sich gegen Ende des Buches steigert. Eine falsche Fährte, die beharrlich verfolgt, von Lena jedoch bereits zu Beginn kritisch beäugt wird, scheint mir persönlich ein wenig zu fadenscheinig, um glaubwürdig zu wirken. Dennoch harrt man neugierig des Fortschritts der Geschichte, um letztendlich mit einem grausamen Szenario konfrontiert zu werden.

Bei den handelnden Figuren in diesem Thriller konzentriert sich Hanna Winter speziell auf ihre Protagonisten Lena Peters und Wulf Belling, und diese beiden sind es auch, die am detailliertesten charakterisiert werden. In „Opfertod“ erfährt man einiges über die dunkle Vergangenheit Lenas und ihre Beziehung zur Zwillingsschwester Tamara, die nach dem tödlichen Autounfall ihrer Eltern in einem Internat für schwer erziehbare Jugendliche aufwachsen musste. Die beiden Schwestern ähneln sich äußerlich zwar aufs Haar, sind in ihrem Charakter und Verhalten jedoch völlig verschieden. Wulf Belling weckte als „Anti-Held“ meine volle Sympathie. Seine Gutmütigkeit, die Hilfsbereitschaft und sein Einsatz bei den Ermittlungen wie auch seine gescheiterte Beziehung und die Hoffnung auf einen Neubeginn mit seiner Exfrau Helena lassen ihn liebenswert erscheinen, die Probleme mit seiner pubertierenden Tochter Marietta erzeugen eine spürbare Hilflosigkeit in ihm. Auf die Nebenfiguren ging die Autorin nur kurz ein, zeichnete dennoch ein deutliches Bild von ihnen. Volker Drescher, Lenas Vorgesetzter, ist anfangs schwer einzuschätzen und lässt sich nicht in die Karten schauen. Zwei Kollegen Lenas, nämlich Rebecca Brandt und Ben Vogt, ihres Zeichens gute Kriminalisten, scheinen eine Abneigung gegen die „Neue“ zu hegen, es kommt zu Eifersüchteleien und Intrigen. Eine unbekannte Größe in diesem Buch stellt die Vorgängerin Lenas, die geheimnisvolle Dr. Cornelia Dobelli dar, und schließlich ist da noch die Person des Killers, von der Presse „Stümmler“ genannt, der sich selber jedoch eitel als „Artefix“ tituliert. Sie alle bilden den Kern der handelnden Personen und beziehen den Leser in die Geschichte ein.

Die Aufmachung dieses Taschenbuches ist nicht nur aus optischer, sondern auch aus haptischer Sicht äußerst gelungen. Der tiefschwarze Hintergrund wirkt bedrohlich, der zentrierte und in großen, silbernen Lettern angeführte Name der Autorin zieht den Blick des Betrachters unweigerlich auf sich. Sobald man die weiße Taube mit den an den Spitzen rötlich gefärbten Federn berührt, spürt man die erhobene, gummiert wirkende Oberfläche, die sich teilweise auch in den roten Lettern des Titels bemerkbar macht. Der Inhalt des Buches ist in 76 kurze, meist nur einige Seiten lange, Kapitel eingeteilt. Besonders hervorheben möchte ich die Tatsache, dass die Autorin ihren Protagonisten auf der ersten Seite eine Auflistung gewidmet hat. Die Ermittlerin, ihr Partner und der Täter werden kurz beschrieben, nachfolgend die bereits erschienenen Werke Hanna Winters angeführt – eine Vorgehensweise, die ich mir bei jeder Lektüre wünschen würde.

Nachdem sich in meiner ersten Lektüre dieser Autorin („Seelenriss“) viele Passagen auf den ersten Band („Opfertod“) bezogen und einige Protagonisten im zweiten Band nur am Rande erwähnt, im ersten Band jedoch detaillierter vorgestellt wurden, empfehle ich jedem potentiellen Leser, sich an die korrekte Reihenfolge zu halten. Nachdem ich sowohl inhaltlich, als auch vom Schreibstil gesehen, großen Gefallen an „Seelenriss“ gefunden hatte, interessierte mich auch der erste Band der Serie um die Kriminalpsychologin Lena Peters. Ich fand zwar einige Details ein wenig unausgegoren und vermisste eingehendere Informationen betreffend die Motive und die Person des Mörders, vergebe „Opfertod“ jedoch nichtsdestotrotz 4 Bewertungssterne. Ich werde die Serie um die junge Kriminalpsychologin Lena Peters gerne weiter verfolgen.
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