Kommissar Andreas Kaldis beginnt seinen Dienst auf der idyllischen Urlaubsinsel Mykonos. Diese Versetzung war nicht freiwillig, denn zuvor war er bei der Mordkommission in Athen. Was soll man schon zu tun haben auf so einer Insel, denkt sich Kaldis. Doch mit Langeweile muss er nicht rechnen. Kaum angekommen, meldet sich ein Anrufer. Man hat eine Leiche entdeckt. Kommissar Kaldis macht sich mit seinem Kollegen auf den Weg. Tatsächlich finden sie eine Leiche in einer Kirche. Es sind die sterblichen Überreste einer jungen Frau. Wie es scheint wurde die Tote ein Opfer einer rituellen Tötung. Kommissar Kaldis nimmt die Ermittlungen auf, seine Spuren führen zu mehreren Verdächtigen. Hinzu kommt, dass es nicht der einzige Mord an einer jungen Frau ist. Im Gegenteil es werden noch mehr tote Frauen gefunden...
Währenddessen ist eine junge Frau auf der schönen Urlaubsinsel Mykonos angekommen. Sie will sich ablenken und eine schöne Zeit haben. Ihre Eltern wissen nicht, wo sie sich derzeit befindet. Und sie merkt nicht, dass sie bereits in das Visier eines grausamen Mörders geraten ist. Sie passt ganz genau in sein Beuteschema und schon bald ist sie in seinen Fängen. Gefangen in einem Raum kommt sie zu sich, noch weiß sie nicht was ihr bevorsteht.
Kommissar Andreas Kaldis läuft die Zeit davon, er muss die junge Frau finden und den Mörder zur Strecke bringen. Doch dies stellt sich als nicht ganz einfach heraus...
Mit dem Buch "Opfergaben" hat Autor Jeffrey Siger seinen Kommissar Andreas Kaldis ins Rennen geschickt und liefert mit einem leicht und angenehmen lesbaren Stil seinen ersten Krimi ab. Die Handlung baut sich langsam auf, da der Autor erstmal seinen Ermittler ein wenig vorstellt.
Dazu werden die Insel Mykonos und einige Bewohner genauer beschrieben, da sie auch für Wirrungen sorgen. Man erhält einen Einblick in das Leben des Kommissar, man erfährt warum er versetzt wurde und man bekommt einen Eindruck vom beruflichen und privaten Hintergrund der Figuren.
So wird nicht nur aus der Sicht von Kommissar Andreas Kaldis erzählt, sondern auch von einer jungen Frau, die auf der Insel Mykonos ein wenig entspannen will und von einem Wahnsinnigen erzählt, der schon sein nächstes Opfer im Visier hat. Der Wechsel zwischen den Figuren ist gut eingebaut und schafft es, für reichlich Spannung zu sorgen.
Ab der Mitte des Buches nimmt die Geschichte immer mehr an Fahrt auf. Lange Zeit weiß man nicht wer der Täter ist und welches seine wahren Tatmotive sind.
Inhaltlich hat die Geschichte allerdings ein paar kleinere Schwachstellen, da gerade zum Schluss doch alles sehr schnell geht und der Showdown auch etwas vorhersehbar war.
In allem besticht dieser Kriminalroman durch die schöne Landschaft, die Kulisse, die sympathischen oder weniger sympathischen Personen und den mysteriösen Fall .
Das Cover des Buches wirkt ein wenig düster und ersetzt die sommerliche Urlaubsatmosphäre.
'Opfergaben' ist das Debüt zu einer neuen und viel versprechenden südländischen Krimi-Reihe. Man darf also gespannt sein, was von Jeffrey Siger noch zu lesen sein wird.