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Opernball: Roman [Taschenbuch]

Josef Haslinger
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. Mai 1997
Die Gäste des Wiener Opernballs werden zum Ziel eines Terroranschlags. Ein Fernsehjournalist, der die Live-Übertragung aus den Ballsälen koordinieren soll, beobachtet das Verbrechen auf den Monitoren. Sein eigener Sohn ist unter den Opfern. Die Kameras laufen weiter und senden weltweit auf zahllose Bildschirme das Sterben von Tausenden. Der TV-Journalist versucht, von Trauer um seinen Sohn getrieben, die Hintergründe des Anschlags zu klären. Sie sind verworren, von Schlamperei und Zufällen geprägt. Mindestens so verworren wie das Weltbild jener kleinen Gruppe, die das Morden vorbereitete. Josef Haslingers spannender Medienroman und Politthriller entwirft das Panorama einer vom Terrorismus bedrohten Wohlstandsgesellschaft. Er zeigt die grotesken politischen Widersprüche auf zwischen Liberalität und Bedürfnis nach Sicherheit; den kaum kontrollierbaren Einfluß des Fernsehens auf Alltagsleben und Regierungsentscheidungen sowie das fatale Zusammenwirken von wiederaufflammendem Nationalismus, Fremdenfurcht und politisch motivierter Gewalt.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 12 (1. Mai 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596135915
  • ISBN-13: 978-3596135912
  • Größe und/oder Gewicht: 2,8 x 12,1 x 19 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 31.692 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Opernball
OA 1995 Form Roman Epoche Moderne
Der erste Roman von Josef Haslinger ist ein anspruchsvoller Politthriller, in dem der Autor die Folgen und Motive eines Blausäure-Anschlags auf den Wiener Opernball schildert. Der Leser verfolgt die Suche des Protagonisten nach den Tätern, die in einen Abgrund krimineller und politischer Verwicklungen führt. Parallel zu diesen Spannungsmomenten zeichnet Haslinger mit Gespür für Zeit und Themen ein fiktives Panorama der österreichischen Gesellschaft, bei deren Lektüre zahlreiche Verweise auf die zeitgenössische Geschichte nahe gelegt werden.
Inhalt: Die Gäste des Wiener Opernballs werden Opfer eines Giftgasanschlags. Der renommierte amerikanische Fernsehjournalist Kurt Fraser beobachtet das Geschehen aus dem Übertragungswagen. Unter den Opfern sieht er seinen Sohn Fred, der auf dem Ball als Kameramann eingesetzt ist. Die Aufzeichnung läuft weiter, weltweit sehen Zuschauer das grauenhafte Sterben tausender Menschen. Das Attentat verändert die politische Landschaft Österreichs: Zahlreiche Politiker sind unter den Opfern des Anschlags, die Verbleibenden entscheiden sich für einen restriktiven Kurs gegenüber den verdächtigten Minderheiten. Fraser begibt sich auf die Suche nach den Tätern und findet sie schließlich im rechtsextremistischen Milieu.
Aufbau: In seinem Roman stellt Haslinger durch Figuren und Milieu zahlreiche Bezüge zur Gegenwart, insbesondere Österreichs, her. Seine Schilderung des Giftgastodes der Besucher des Wiener Opernballs ist drastisch, doch nicht realitätsfremd. Haslinger zeigt den Lesern die Wahrheit über eine Gesellschaft, in der Medien, Politik und Gewalt unlösbar miteinander verbunden sind. In Opernball thematisiert Haslinger die ständige Suche der Medien nach Reality-Katastrophen und wie der Massenmord zu einem Glücksfall für die Journalisten wird. Desillusioniert erzählt der Schriftsteller von rassistischen Polizisten, kriminellen Politikern und Rechtsextremisten aus bürgerlichem Milieu, die von der Gesellschaft toleriert zu dämonischen Propheten des »Dritten Tausendjährigen Reichs« werden.
Der Protagonist des Romans, der Fernsehjournalist Fraser, ist eine ambivalente Persönlichkeit. In Rückblenden erinnert er sich an seine Zeit als Kriegsjournalist und daran, wie er sein Kind zu Gunsten seiner Karriere vernachlässigte. In seinen Recherchen begegnet Fraser Personen, deren Leben mit dem Anschlag verknüpft sind: einem Polizist, der vor der Oper gegen Demonstranten kämpfte, einer Frau, die ihrem Vater mit dem Besuch des Balls seinen letzten Wunsch erfüllte, und schließlich den Attentätern, deren Biografie und Beweggründe er sorgsam aufarbeitet.
Wirkung: Haslinger gilt seit Opernball als der amerikanischste unter den deutschsprachigen Autoren. Sein mit pointiertem Stil packend erzählter Politthriller konnte einen großen Publikumserfolg erzielen. Auch Kritiker sehen in ihm seither einen der talentiertesten zeitgenössischen Romanciers. K. G.

Klappentext

Der Wiener Opernball: Walzertakt, Prunk, Prominenz und großer Medienrummel. Doch mit der Walzerseligkeit ist es mit einem Schlag vorbei. Eine rechtsradikale Terrorgruppierung richtet unter den Gästen ein brutales Massaker an. Die Fernsehkameras halten gnadenlos drauf, und das Blutbad unter Österreichs Prominenten wird weltweit live in die Wohnzimmer der Zuschauer gesendet. Ein Journalist, der die Übertragung koordinieren soll, muss auf den Bildschirmen mit ansehen, wie sein eigener Sohn zum Opfer des Verbrechens wird. Er will die Wahrheit wissen: Wer steht wirklich hinter diesem brutalen Anschlag? Welche Ziele verfolgt die Terroristengruppe mit ihren wirren Vorstellungen? Und wo war die Polizei?

Josef Haslingers Kriminalroman „Opernball“ (1995) ist eine raffinierte Mischung aus Politthriller und Gesellschaftskritik und zeichnet das schockierende Bild von Medieneinfluss und Gewalt in einer scheinbar heilen Welt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Blick in die österreichische Seele, der weh tut 25. August 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Bei DEM gesellschaftlichen Grossereignis in Österreich kommt es zur Katastophe: bei einem Giftgasanschlag werden alle Gäste getötet. Die österreichische Regierung ist ausgelöscht - ebenso wie die High Society. Aus verschiedenen Blickwinkeln zeigt Haslinger die Hintergründe des Anschlags auf: Der Ingenieur, der Journalist, die Hausfrau, der Revierinspektor und der Fabrikant. Letzterer hat gewisse Ähnlichkeit mit Herrn Lugner, einem Wiener Geschäftsmann, der sich immer wieder gerne in den Schlagzeilen findet. Besondern "schmerzhaft" empfand ich die Geschichte des Ingenieur, der den Anschlag durchgeführt hat. Er ist ein ganz normaler Österreicher, der keine rechtsradikale Einstellung hat aber sich doch von Gastarbeitern und Ausländern in seinem mittelständischen Leben bedroht fühlt. Minutiös wird beschrieben, wie er in eine rechtsradikale Gruppe hineinrutscht. Er ist davon begeistert, dass er wieder "echte Freunde" gefunden hat, die ihn verstehen. Man kann nachvollziehen, was den Mann bis zu dem Zeitpunkt bewegt an dem er die Gasflaschen öffnet: ein tiefer Blick in die österreichische Seele, der weh tut! Fazit: ein spannungsgeladener Polit-Thiller, der möglicherweise für österreichische Leser noch besser funktioniert, da Orte, Personen und Geisteshaltungen bekannt sind. Ausserdem finden sich im Buch einige Anspielungen auf reale Personen (wie eben Ing. Richard Lugner oder Dr. Jörg Haider). (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Besser als jeder Film!! 22. Februar 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ich hab das Buch gelesen und war von der Geschichte, der Detailliebe des Autors und der Aktualität des Buches so sehr begeistert, daß ich mir auch den Film ansehen mußte. Auf den Film hätte ich besser verzichtet, das Buch hingegen war ein wahrer Genuß. Durch meine Erlebnisse in Wien mit Ausländerfeindlichkeit - meist von Gruppen, die weder direkten noch indirekten Kontakt zur angefeindeten Gruppe haben - befürchtete ich anfangs eine billige, oberflächliche Auseinandersetzung des Autors mit dem Thema. Ganz das Gegenteil ist der Fall - es erfolgt eine äußerst subtile, in sich schlüssige Behandlung des Themas. Lest und ihr werdet genauso begeistert sein wie ich.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ausgetanzt 6. August 2007
Von Polar
Format:Taschenbuch
Der Opernball, an Dekadenz kaum zu überbieten, doch von denen, die darauf tanzen heißgeliebt. Kein Wunder, daß er zum Zielobjekt eines terroristischen Anschlags wird. Lange vor 9/11 wird hier an einem Sinnbild westlicher Kultur ein Fanal entzündet. Nur daß es niemand aus dem Nahen Osten war. Als Haslinger die Geschichte schrieb, befanden wir uns noch nicht im Kampf der Kulturen, wenigstens nicht auf sichtbarer Ebene. Haslinger entwirft ein faszinierendes Porträt von Haß, Verblendung, Wut und Ohnmacht. Er begeht dabei nicht den Fehler, sich als Autor allzu sehr auf eine der Seiten zu schlagen.

Nüchtern, teilweise sich wie durch Fakten bewegend, schreibt er seine Poesie des Realen, des Unabänderlichen. Du siehst zwei Züge aufeinander zurasen, und du kannst nichts dagegen tun. Eine visionäre Geschichte, deren politische Gegenwart in unserer Zeit zu einer Verschärfung der Gesetze führt, deren Sentenz allerdings besagt, wenn einer wirklich einen Anschlag will, ist er kaum aufzuhalten.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Dämonen lassen grüßen! 8. April 2000
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Hoch auf Kakanien.Wien tanzt, speit und stirbt. Allem Gegrantel zum Trotz, es gibt ihn, den großen deutschsprachigen Roman, zeitlos u n d aktuell, der den Leser von Anfang bis zum bitteren Ende in seinen Bann schlägt, das Grauen und Fürchten lehrt und ihn zugleich entzückt. Soviel literarische Meisterschaft gilt es zu entdecken, soviel Sprach- und soziale Kompetenz. Eines der besten Bücher der letzten Jahre, also lesen, lesen lesen! Und vielleicht, nach dem dritten oder vierten Mal (?), erschließt sich der/m Bemühten ja doch noch der wahre Täter(kreis)!?
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grausame Aktualität... 18. September 2002
Format:Taschenbuch
...hat dieser fesselnde Roman in diesen Tagen religiösen Fanatismus und Ressentiments gegen Fremde wahrlich genug gewonnen, so dass man leicht die eigentliche Botschaft übersieht: Haslinger zieht schamlos den Gullydeckel weg, der über dem schauerlichen Abgrund "normaler" menschlicher Seelen ruht, und schildert deren zunehmende Rechtfertigung von Gewalt bis hin zum Terror. Ähnlich erschreckt in ihrem analytischen Blick auf die Bestie Mensch hat mich zuletzt nur Saramagos "Stadt der Blinden".
Nur einige der aktuellen Bezüge sind spezifisch österreichisch. Der beherrschende Einfluss der Medien, Industrielobbyismus sowie rechtsradikales Gedankengut in den Reihen der Polizei sind in Deutschland ebenso präsent. Gerade die Geschichte der Hauptperson, des Journalisten, öffnet die Augen für die Rolle der Medien in unserer Demokratie. Ein zutiefst bitteres, aber nie selbstgerechtes Buch.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der Wiener Opernball ist ein gesellschaftliches Großereignis, bei dem allerlei Prominenz aus Politik, Kultur und Wirtschaft versammelt ist. Eine kleine Gruppe Rechtsradikaler erhofft sich von einem Giftgasanschlag auf den Ball öffentliche Aufmerksamkeit für ihre verworrenen Ideen und diese Hoffnungen werden mehr als erfüllt. Ein Privatsender überträgt den Opernball live und Millionen von Menschen vor den Fernsehern schauen zu wie Aberhunderte von Gästen qualvoll sterben. Der Journalist, der für die Übertragung verantwortlich ist, sieht den Massenmord auf zwanzig Bildschirmen gleichzeitig. Unter all den Toten ist auch sein Sohn. Nach dem ersten Schmerz macht er sich auf die Suche nach den Hintergründen des Anschlags.
Der Autor Josef Haslinger schildert die Ereignisse aus verschiedener Sicht: neben dem Journalisten kommen Überlebende des Anschlags zu Wort, ein Mitglied der Terrorgruppe, ein Polizist. Auf diese Weise nähert sich der Leser der Wahrheit aus unterschiedlichen Richtungen, die alle auf ihre Art faszinierend sind. So schildert etwa ein Ingenieur, wie er dem charismatischen Anführer der Terroristen mehr und mehr verfällt und dessen paranoides Weltbild übernimmt. Haslinger verknüpft in seinem Roman virtuos hohe Spannung mit Medien- und Gesellschaftskritik: die Macht des Fernsehens, der Zwiespalt zwischen individueller Freiheit und Sicherheit. OPERNBALL ist ein intelligenter und engagierter Thriller, eines dieser Bücher, die man vor dem Ende nur schweren Herzens zur Seite legen mag. Richten Sie sich also auf ein paar kurze Nächte ein. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Vor 1 Monat von Bienchens Bibliothek veröffentlicht
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Vor 11 Monaten von Alex Wolff veröffentlicht
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Veröffentlicht am 20. Februar 2009 von Great Pretender
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Veröffentlicht am 22. Juni 2008 von Sonja G.
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Veröffentlicht am 29. April 2007 von Marko Schlichting
5.0 von 5 Sternen Gute Idee, sehr spannend!
Zu Beginn des Buches erfolgt der Anschlag auf die Opernballgäste. Wie und warum das Ganze passiert ist, erfährt man dann im Rest des Buches. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Januar 2007 von M. Ganglberger
3.0 von 5 Sternen Durchwachsen
Ein Giftgasanschlag auf den Wiener Opernball, bei dem' fast alle Ballgäste sterben. Das erfährt man auf den ersten zehn Seiten. Also schon mal ein erschreckender bzw. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Dezember 2006 von thrasymachos
5.0 von 5 Sternen wuchtiges Panorama des zeitgenössischen Wien
Haslingers Roman über einen Giftgasanschlag einer rechten Splittergruppe auf den Wiener Opernball ist kein Kriminalroman im eigentlichen Sinne, in jedem Fall aber ein... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. November 2006 von helmut seeger
3.0 von 5 Sternen Durchwachsen
Ein Giftgasanschlag auf den Wiener Opernball – fast alle Ballgäste sterben. Das erfährt man auf den ersten zehn Seiten. Also schon mal ein erschreckender bzw. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. August 2006 von thrasymachos
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