Bei DEM gesellschaftlichen Grossereignis in Österreich kommt es zur Katastophe: bei einem Giftgasanschlag werden alle Gäste getötet. Die österreichische Regierung ist ausgelöscht - ebenso wie die High Society. Aus verschiedenen Blickwinkeln zeigt Haslinger die Hintergründe des Anschlags auf: Der Ingenieur, der Journalist, die Hausfrau, der Revierinspektor und der Fabrikant. Letzterer hat gewisse Ähnlichkeit mit Herrn Lugner, einem Wiener Geschäftsmann, der sich immer wieder gerne in den Schlagzeilen findet. Besondern "schmerzhaft" empfand ich die Geschichte des Ingenieur, der den Anschlag durchgeführt hat. Er ist ein ganz normaler Österreicher, der keine rechtsradikale Einstellung hat aber sich doch von Gastarbeitern und Ausländern in seinem mittelständischen Leben bedroht fühlt. Minutiös wird beschrieben, wie er in eine rechtsradikale Gruppe hineinrutscht. Er ist davon begeistert, dass er wieder "echte Freunde" gefunden hat, die ihn verstehen. Man kann nachvollziehen, was den Mann bis zu dem Zeitpunkt bewegt an dem er die Gasflaschen öffnet: ein tiefer Blick in die österreichische Seele, der weh tut! Fazit: ein spannungsgeladener Polit-Thiller, der möglicherweise für österreichische Leser noch besser funktioniert, da Orte, Personen und Geisteshaltungen bekannt sind. Ausserdem finden sich im Buch einige Anspielungen auf reale Personen (wie eben Ing. Richard Lugner oder Dr. Jörg Haider). (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)