9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
"Hollywood-alike", solide und spannend gemacht, lohneswert !, 4. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Opernball (2 DVDs) (DVD)
Lohnend ist der Film nicht zuletzt auch wegen seiner ideen- und abwechslungsreichen Umsetzung. Der Regisseur Urs Egger arbeitet mit zeitsynchronen Handlungsüberschneidungen, die gleichzeitig auch gegensätzliche Stimmungen nebeneinander setzen. Dann wechseln geschickt kurze und lange Einblendungen. Die Handlungen ereignen sich in der großbürgerlichen Atmosphäre der Staatsoper, im kleinbürgerlichen Milieu der Eltern Feilböcks (einem der Mitglieder der Neonazigruppe), "auf dem Land", wo sich die "Entschlossenen" von Zeit zu Zeit treffen, ihre terroristischen Pläne aushecken und ihre menschenverachtenden Ideale bei der Sonnenwendfeier schon einmal unter Beweis stellen, als auch in den oberen Etagen des korrupten Politestablishments.
Nicht nur diese Kurzeinblicke und Verquickungen der so unterschiedlichen Welten machen den Film zu einem kurzweiligen Vergnügen. Die im Vergleich zur Romanvorlage gut gestraffte und auf das Wesentliche beschränkte Handlung eröffnet Zuschauer dazu noch äußerst nervenkitzlige 180 Minuten.
Fazit: In der Kombination der Genres ein sehr deutsches (österreichisches) Thema, aufbereitet als "Hollywood-alike", solide und spannend gemacht und für jeden, der Lauterbach mag, ein Muss.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
gute DVD aus deutschen Landen, 17. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Opernball (2 DVDs) (DVD)
Das bedeutendste Ereignis in Österreich ist der jährliche Wiener Opernball. Eine Terror-Gruppe plant einen Anschlag auf die Gäste. Die Polizei und verantwortlichen Organisatoren des Ereignisses nehmen die Warnung eines ehemaligen Mitgliedes der Gruppe jedoch nicht ernst. Und so kommt es, wie es kommen muss: Während der Fernseh-Live-Übertragung aus der Wiener Oper, die von dem bekannten TV-Journalisten Kurt Frazer (Heiner Lauterbach) geleitet wird, erleben die Zuschauer den Giftgas-Anschlag vor laufenden Kameras "hautnah" mit. Mehr als 3.000 Menschen werden Opfer des heimtückischen Terroraktes. Kurts einziger Sohn Fred, stirbt ebenfalls in der Wiener Oper neben seiner Kamera..
Schon am nächsten Tag präsentiert der Polizeipräsident die fünf Attentäter, in einem unterirdischen Gang tot aufgefunden wurden. Die Attentäter sind Mitglieder einer sogenannten Bewegung der Volksdeutschen, offenbar eine Gruppe junger Neo-Nazis.
Durch einen Polizisten erfährt Kurt, dass es offenbar eine Warnung gegeben hat, die nicht beachtet wurde. Während die Sonderkommission den Fall für abgeschlossen erklärt, setzt Kurt alles daran, die Hintergründe aufzudecken - und an die Drahtzieher des Attentats zu gelangen. Unterstützt wird er dabei von der jungen, ehrgeizigen Reporterin Gabrielle, gespielt von Franka Potente.
Kurt findet einen verlassenen Bauernhof in der Provinz, den ehemaligen Treffpunkt der Attentäter. Dort angekommen, macht er eine unerwartete Entdeckung...
Regisseur Urs Egger inszenierte diesen spannenden TV-Politthriller nach dem gleichnamigen Bestseller-Roman des österreichischen Autors Josef Haslinger. Auf packende Weise werden in der SAT1-Produktion Motive des klassischen Kriminalfilms mit aktuellen Problemen des Rechtsextremismus und der Medienkritik verbunden. Für ihre Rolle in Opernball erhielt Franka Potente 1998 den begehrten Bayerischen Fernsehpreis.
Mit elf Millionen Mark für die Produktion kann man einiges anf angen. So kann man die TV-Umsetzung als mehr als gelungen bezeichnen. Eine interessante Kameraführung, kombiniert mit einer durchdachten Story und überzeugenden Schauspielern zeigen, dass deutsche Produktionen durchaus im internationalen Vergleich mithalten können.
Die zweiteilige Produktion mit über drei Stunden Laufzeit wird in einem Set mit zwei DVDs präsentiert.
Das Bild liegt im Format 1,85:1 vor - wurde jedoch leider ohne anamorphe Abtastung (also ohne 16:9-Optimierung) auf DVD gebracht. "Opernball" glänzt jedoch durch ein durch und durch scharfes und sauber komprimiertes Bild. Es gibt kein Flächenrauschen. Die Farben wirken sehr natürlich und bieten einen hohen Kontrastumfang.
Alle Details kommen deutlich zutage. Schmutzflecken oder Dropouts sind kaum zu sehen. Es sind keinerlei Nachzieheffekte, stehende Rauschmuster oder Aufpixelungen zu erkennen. Eine Treppenbildung durch das Letterbox-Format ist so gering, dass es nicht wirklich als störend empfunden wird. Die Bildqualität liegt somit auf gutem Niveau.
Der Ton wurde in Dolby Digital sowie in dts abgemischt - jeweils in 5.1 Kanälen. Dabei sind kaum wirkliche Unterschiede in der Qualität der beiden Spuren zu hören. Die Dialoge sind sauber auf den Center kodiert worden. Die Sprache ist gut verständlich und transparent. Auch die Walzerklänge können durchaus mit einer gewissen Dynamik und einem guten Stereopanorama überzeugen.
Der Bass liegt auf einem ausreichendem Level - immer druckvoll und konturiert.
Die Rearspeaker werden so gut wie nie bedient. Bei praktisch keinen nennenswerten Surround-Effekten im Film, ist die Räumlichkeit aber nur sehr eingeschränkt zu nennen. Im Ergebnis liegt die Tonqualität im Bereich gehobener Durchschnitt.
Zu den Features
An Extras bietet man uns ein Powerpack an.
Da der Wiener Opernball eine so grosse - auch weltweite - Bedeutung besitzt, widmete man ihm einige Specials in Form einer filmischen Dokumentation mit etwa 30 Minuten Länge; einigen Text-Infos zur Geschichte des Opernballs; etwa 30 Minuten Walzermusik im Stereoton.
Dann gibt's da noch den Trailer zum Film sowie zu ´Nach fünf im Urwald, die Bio- und Filmografien der wichtigsten Darsteller und der Filmcrew auf Texttafeln; Die Produktionsnotizen auf Texttafeln und außerdem einen DVD-ROM-Part mit Web-Links.
Was besonders auffällt, ist die Menüsteuerung. Obwohl die Lesbarkeit durch ständige Animation etwas leidet, gehört dieses neuartige, innovative Menü zu den absoluten Highlights der bisherigen DVD-Veröffentlichungen. Ähnliches gilt auch für die Kapitelwahl, die mit bewegten Filmszenen daherkommt.
Untertitel auch für Hörgeschädigte sind auf der DVD dabei außer bei der Dokumentation. Ein Manko ist das nicht vorhandene Booklet.
Das Fazit
Mit der DVD Opernball gibt die ansonsten für Special Interest/Reise-DVDs bekannte Firma Yello Panther einen gelungen ´Einstand´ in den DVD Spielfilmsektor.
Gleich zwei DVDs in hervorragender Bild und ordentlicher Tonqualität sowie ein großes Ausstattungspaket machen "Opernball" zu einem rundum gelungenen DVD-Pack, das
man bedenkenlos kaufen kann - nicht nur aufgrund des packenden und brisanten Films.
Insbesondere Fans von Franka Potente oder Heiner Lauterbach können hier ihre Sammlung vervollständigen.
Nur weiter so - und demnächst hoffentlich auch mit anamorpher Bildabtastung.
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