Welle: Erdball haben mit diesem Album, wenn man es denn überhaupt noch so nennen darf, komplett neues Terrain betreten und es ist ihnen geglückt.
Doch alles nacheinander:
Der Film ist natürlich eine low-budget Produktion, wer unendlich geile Sezialeffekte und weltberühmte Schauspieler will, muss sich was anderes kaufen, aber die Handlung weiß durchaus zu überzeugen. Die Nazis zwingen einen Professor, eine Zeitmaschine zum laufen zu bringen und entführen ihn samt Tochter. Als er es nicht mit lebender Materie schafft, wird seine Tochter in die Maschine geworfen.
Honey alis Dr. Georg Linde (kam bereits in Wunderwelt der Technik vor und beim Projekt das Präparat, für die Kenner) findet das Tagebuch des Professors und informiert seine Kollegen. Sie finden den alten Bunker mit der Zeitmaschine und wollen diese in Betrieb setzen und die Tochter des Professors retten. Mehr werde ich jetzt nicht sagen, das soll jeder selbst sehen.
Mir hat der Film jedenfalls gefallen, Lacher sind auch vorhanden, etwa wenn die Forscher einen SX64 aufgrund der Stabilität einem Computer vorziehen. Natürlich gibt es auch Schwächen, aber insgesamt ist der Film ansehbar und schön.
Da ich die Limited-Edition erstanden habe, werde ich noch etwas zur Bonus-DVD sagen. Darauf ist das Making of, das auch durchaus sehenswert ist. Man sieht, mit welchen Mitteln und Tricks gearbeitet wurde. Bei Horand Hölzel kann man zuweilen auch etwas schmunzeln, wenn er sagt, dass er sich halt einfach mal so gemeldet hätte.
Dazu gibt es viele Photos, den Trailer zu Operation: Zeitsturm, sowie Operation: Atahualpa. Eine Reelshow von konsequentfilm und TMF. Letztere ist, was vielleicht für Fans wichtig sein dürfte, mit dem welle: erdball Cover von "Davon geht die Welt nicht unter" untermalt, das sonst nur noch auf der limitierten Version von "Die Wunderwelt der Technik" zu finden ist.
Dann zur CD:
Im minusbereich von Track 1 gibt es das Jarre-Intro, die Zauberfee ist auf der limited edition jedoch nicht zu finden, jedenfalls habe ich sie nicht gefunden. Ich weiß nicht, ob es da irgendwelche Tricks gibt.
Aber das was da ist, reicht jedenfalls für ein gutes Album. Die Melodien sind zwar manchmal etwas soft, dann aber dafür im Track darauf hart. Die Stimme von Honey wird ebenso manchmal sanft und dann, etwa bei der Neuauflage von "Wir spielen Gott" wieder hart. Die Frauentracks sind auch toll gemacht und passen sich irgendwie ein. Zwischen jedem Track ist eine kleine Tonszene aus dem Film, was ordentlich für Stimmung sorgt. Insgesamt gibt es zwar viele alte Tracks, aber auch neue kommen nicht zu kurz. Dieses Gemisch ist auch durchaus vertretbar, wenn es für den Film gebraucht wurde.
Vom Klang geht das Album in meinen Augen übrigens wieder etwas in ältere Zeiten zurück und wirkt härter als Chaos Total.
In meinen Augen wurde somit die Innovation mit dem Film mit einem richtigen musikalischen back to the roots Schritt verbunden und eine perfekte Synthese erschaffen.