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Ist die Geschichte gerecht? Diese Frage muss man sich angesichts der immer wieder kehrenden Gräueltaten, die Menschen anderen Menschen zufügen, durchaus stellen. Gerade die NS-Zeit in Deutschland, diese 12 Jahre währende Diktatur Adolf Hitlers, riss zig Millionen unschuldiger Menschen auf der ganzen Welt in Tod und Verderben. Die Namen der Täter sind auch heute noch, über 60 Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges, in aller Munde. Die Namen der Opfer und der Menschen, die sich still oder teilweise auch öffentlich gegen Hitler und sein Regime stellten, sind dagegen beinahe in Vergessenheit geraten.
Eine Ausnahme bildet da der mittlerweile zu einem wahren Mythos verklärte Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der als einer der Urheber der so genannten „Operation Walküre“ am 20. Juli 1944 versuchte, Adolf Hitler mittels einer Bombe in seinem ostpreußischen Quartier „Wolfsschanze“ zu töten. Der adlige Offizier der Wehrmacht gilt als einer der Protagonisten des militärischen Widerstandes gegen Hitler in Deutschland. Als das Attentat scheiterte und der Putsch letztlich niedergeschlagen wurde, erschoss man den aus der Wolfsschanze nach Berlin geeilten Stauffenberg und seine Mitverschwörer um Werner von Haeften, Albrecht Ritter Mertz von Quirnheim und Friedrich Olbricht noch am selben Abend des 20. Juli 1944 im Bendlerblock.
Stauffenberg wurde nach dem Krieg zunächst kaum in der Öffentlichkeit gewürdigt, was sich aber mit Beginn der 1960er Jahre zunehmend änderte. Zahlreiche Gedenkstätten, Bücher und Schriften sowie diverse Filme wie „Es geschah am 20. Juli“, „Der 20. Juli“ (beide 1955), das unter Mithilfe des berühmten Historikers Joachim Fest 1971 gedrehte Doku-Drama „Operation Walküre“ und natürlich der von Jo Baier 2004 mit einer Vielzahl hochkarätiger deutscher Schauspieler um Sebastian Koch realisierte Film „Stauffenberg“. Auch Hollywood nahm sich 2008 mit Tom Cruise in der Rolle von Stauffenberg des Themas an.
Mit „Stauffenbergs Anschlag auf Hitler“ unter der Regie von Jean-Pierre Isbouts entstand 2008 nun der ultimative Film über Claus Schenk Graf von Stauffenberg und die “Operation Walküre”. In Zusammenarbeit mit der „Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944“ lässt diese mitreißende und spannende Dokumentation Augenzeugen, Experten und Zeitzeugen zu Wort kommen, u.a. Familienmitglieder der Familie von Stauffenberg, sowie den bis dato letzten noch lebenden Widerstandskämpfer Freiherr Philipp von Boeselager und dem Stauffenberg-Biographen Prof. Ian Kershaw. Die Vorgänge, die zum Attentat führten, werden durch hervorragende Spielszenen sowie rarem Original-Filmmaterial wie etwa privaten Farbfilmen von Hitler, die von Eva Braun gedreht wurden, in packender Weise ergänzt. Anlässlich des Prestigeprojektes von Tom Cruise mit seinem Film „Valkyrie“ entstand diese amerikanische Dokumentation für die Geschichts-und Kulturkanäle der USA. Historisch fundiert und doch unterhaltsam entsteht aus der Mischung aus Dokumentar- und Spielszenen ein fundiertes Porträt der Person Stauffenberg und eine spannende Rekonstruktion der dramatischen Ereignisse rund um den 20. Juli 1944.
„Stauffenbergs Anschlag auf Hitler“ aus dem Hause KSM ist die perfekte Wahl für alle, die die wahre Geschichte über die Widerstandskämpfer um Stauffenberg erfahren möchten. Diese 76-minütige Dokumentation besticht vor allem durch ihre herausragende historische Bildauswahl und die Kennerschaft seiner interviewten Personen. Nicht nur für Geschichtsinteressierte ist diese DVD ein wahrer Genuss. Unbedingt zu empfehlen...
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