Inhalt
Sofie Wolf (Maria Schrader) ist eine junge Staatsanwältin. Zum ersten Mal soll sie einen Einsatz des BKA leiten und muss sich dabei gegen die den Einsatz ausführendenen Fahnder durchsetzen, die ihr die Aufgabe nicht leicht machen. Erschwert wird sie nämlich nicht zuletzt dadurch, dass Sofie Wolf nicht nur neu, sondern auch die Tochter des BKA-Präsidenten Richard Wolf (Hilmar Thate) ist. Und gerade als sie die Oberhand zu gewinnen scheint, kommt es zu einem Zwischenfall, der Einsatz wird zum Desaster. Statt den zwischen Waffenhändler Anton Czarny und einem Drogenkartell geplanten Deal zu verhindern, schickt sie einen V-Mann des BKA in einen Hinterhalt und damit in den Tod. Und während bei den Ermittlungen zunächst alles darauf hindeutet, dass der verdeckte Ermittler Gregor Vandreyke als Maulwurf agiert hat, wird schnell klar, dass die Verstrickungen viel tiefer gehen, als vermutet und Vandreyke die einzige Möglichkeit ist, dem Drogenkartell nahe genug zu kommen, um die tatsächlichen Zusammenhänge aufdecken zu können . Es beginnt eine Jagd quer durch Politik, Geheimdienste und Polizei in einer Welt der Doppelagenten und Verschwörer.
Bildbewertung
Operation Rubikon entstand im Jahr 2002 als TV-Zweiteiler für den Fernsehsender ProSieben. Erwartungsgemäß gut fallen Farbintensität, Natürlichkeit der Farben und weitgehend auch die Bildschärfe aus. Die Schwarzwerte überzeugen und auch das erkennbare Filmkorn stört den Bildeindruck nicht entscheidend. Dennoch bestehen Kritikpunkte, deren Ursache wohl in der Kompression der Daten zu suchen ist.
Mit einer Laufzeit von etwa 200 Minuten, lastet der Zweiteiler die Kapazität des Datenträgers sehr gut aus, so dass eine stärkere Kompression erforderlich ist, als etwa bei der üblichen Spielfilmlänge von bis zu 120 Minuten Laufzeit. Gerade bei Aufnahmen aus größerer Entfernung lassen sich daher leichte Bildschärfeprobleme erkennen, die besonders bei der Betrachtung der Gesichter der Darsteller auffallen. Hinzu kommt bei Außenaufnahmen, welche viele Bildinformationen enthalten, also etwa Aufnahmen von Kopfsteinpflaster oder Gebüsch, ein leicht unruhiges Bild, das insbesondere bei Kamerabewegung ins Gewicht fällt - ein Kompressionseffekt, welcher zu dem üblichen technikbedingten Bildflackern bei der Aufnahme derartiger Oberflächen hinzukommt.
Vor allem auch im Vorspann und bei den Orts- und Zeiteinblendungen lassen sich diese Mängel beobachten. Dennoch liegt die Bildqualität insgesamt im deutlich gehobenen Mittelfeld und kann sehr gut mit der Qualität anderer TV-Filme konkurrieren. Bemerkenswert ist der gezielte Einsatz von Farbgestaltung der Besprechungsräume, Einsatzzentralen und anderen Schauplätze durch Farbfilter, der stets die Dichte der Atmosphäre stützt und den Eindruck, welchen Operation Rubikon hinterlässt, noch verstärkt.
Tonbewertung
Der Ton liegt in Dolby Digtial 2.0 vor. Die Darsteller sind gut zu verstehen, klingen natürlich, satt und voll. Große Highlights kann der Ton aufgrund der Dialoglastigkeit des Filmes zwar nicht setzen, er ist jedoch zweckmäßig und ohne bemerkenswerte Mängel. Größter Kritikpunkt bleibt das Fehlen von Untertiteln.
Gesamturteil
Operation Rubikon ist ein Politthriller, welcher zwar bewusst fernab von realen Personen und Ereignissen spielt, jedoch nicht zuletzt wegen seiner Glaubwürdigkeit immer wieder die Nähe zur Realität erahnen oder besser befürchten lässt. Ob skrupelloser Unternehmer, verräterischer Polizeibeamter oder korrupte Politiker, Thomas Berger gelingt es, einen Thriller zu inszenieren, der sich nicht vor vergleichbaren Produkten der Hollywood-Filmindustrie zu verstecken braucht. Leichte Kost ist Operation Rubikon sicher nicht, die komplizierten Zusammenhänge, die Berger schafft, zu verfolgen und verstehen ist eine Aufgabe, die der Zuschauer aktiv bewältigen muss, dafür verspricht der TV-Film jedoch intelligente und gut durchdachte Unterhaltung.
Autor: Chrstian F.
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