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Operation Kundus: Mein zweiter Einsatz in Afghanistan
 
 
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Operation Kundus: Mein zweiter Einsatz in Afghanistan [Taschenbuch]

Achim Wohlgethan
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
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Achim Wohlgethan
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Gut eineinhalb Jahre nach seinem kontrovers diskutierten Insiderbericht Endstation Kabul, in dem Achim Wohlgethan, getarnt als Abenteuerreportage die Missstände des Bundeswehreinsatzes zur Verteidigung der Freiheit Deutschlands am Hindukusch anprangerte, hat er nun nachgelegt. Operation Kundus lautet der Titel der Fortsetzung, die sich um den zweiten, nur vier Monate dauernden Einsatz des Fallschirmspringers bei einem Spezialzug zur Tiefenaufklärung dreht.

In einer Zeit, in der die Bundeswehr zunehmend Opfer von Terroranschlägen zu beklagen hat und massenweise Soldaten mit posttraumatischen Belastungsstörungen, Burnout-Syndromen oder Drogenproblemen entlässt, kommen Bücher gerade recht, die zur eigenen Positionsbestimmung in der mit mancherlei Tabu belegten Diskussion über Sinn und Unsinn der deutschen Militärpräsenz im Ausland beitragen. Dies dürfte auch Achim Wohlgethan nicht unwesentlich dazu motiviert haben, seine Erlebnisse zu Papier bringen zu lassen. Dass die mit reichlich Spannung und Action garnierten Schilderungen des deprimierenden Alltags zwischen Militärcamp und Patrouille, wo an jeder Straßenecke dubiose Gestalten herumlungern oder mit irgendwelchen verdächtigen Päckchen unterm Arm Angst und Schrecken verbreiten, in einer Zeit spielt, als der Norden Afghanistans noch als ein Hort der Ruhe und des Friedens galt, wo die deutschen Truppen gern gesehene Aufbauhelfer waren, wird dabei geflissentlich übergangen. Ein dramaturgisch geschickter Höhepunkt: das Tagebuch von Anja, der braven Soldatenfrau, die mit ihren Schilderungen über das Warten und Bangen um den Geliebten im Felde fast zu Tränen rührt. „Ich habe diese quälenden Träume miterlebt, wenn Achim nachts schweißgebadet hochschoss, wild um sich schlagend. Ich konnte ihn in diesen Zeiten nur in die Arme nehmen und versuchen, ihn zu beruhigen, ihn wieder ins Hier und Jetzt zurückzuholen…“

Reichlich Stoff für ganz großes Gefühlskino! Man darf jetzt schon gespannt sein, wohin es unseren Helden in Folge drei verschlagen wird. Wo er doch vor drei Jahren seinen Dienst bei der Bundeswehr quittiert hat, um freiberuflich als Sicherheitsberater zu arbeiten. – Arnold Abstreiter -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

"Wohlgethans Bericht hat eine ganz neue Plattform für die Diskussion über den Afghanistan-Einsatz geschaffen. Es ist ein besonderes Verdienst des Buches, dass es für die Binnensicht der Truppe eine Öffentlichkeit geschaffen hat." taz "Eine spannende Lektüre, durch die man mehr von der Situation der Bundeswehrsoldaten am Hindukusch erfährt, als auf schönen Fotos von Ministerbesuchen zu sehen ist. Wohlgethan hat nach dem Erfolg seines ersten Afghanistan-Berichts nachgelegt und spart auch diesmal nicht mit Kritik an der Politik." Handelsblatt / 27.11.2009 "Wohlgethan berichtet sehr emotional und macht absolut keine Mödergrube aus seinem Herzen. Auch wenn man manches, was er berichtet, nicht ganz 100-prozentig nehmen sollte, so genügt der Rest, um Zweifel an der beschriebenen Form des Afghanistaneinsatzes und des Bundeswehr-Alltages zu bekommen." Preußische Allgemeine / 28.11.2009

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe dieses Buch erst jetzt gelesen. Ja, Wohlgethan hat einen Schreibstil der nicht zum Nobelpreis reicht, ja er ist ein Besserwisser und manchmal ist sein
Eigenlob etwas penetrant. ABER: Nach dem neuesten Bericht des Wehrbeauftragten über die Mängel in Afghanistan muss man feststellen, dass er leider recht hat. Sei es die Bewaffnung, die Bürokratie mit deutschen TÜV Vorschriften, einem TVB, der stur auch die Herausgabe von Sanitätsmaterial verweigert. Die Kommunikation mit der Heimat. So könnte man weiter fortfahren. Erschreckend, aber leider bezeichnend für den Zustand der Bundeswehr, dass Wohlgethan über seinen Einsatz im Jahre 2003 berichtet, also vor sage und schreibe sieben!!! Jahren. Ben Utzername ist der Bericht des Wehrbeauftragten zum Lesen zu empfehlen.

Man kann nur hoffen, dass die Reform der Bundeswehr positiv verläuft, was ich kaum glaube. Dem Einsatz unserer Soldaten in Afghanistan wird es nicht mehr helfen, denn leider ist meiner Ansicht nach diesem Land überhaupt nicht zu helfen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Leider nicht so gelungen 20. September 2010
Von Oehler VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Achim Wohlgethan diente als Fallschirmjäger bei der Bundeswehr und beschrieb nach seiner aktiven Zeit, in einer Art Insiderbericht, seine diesbezüglichen Erfahrungen. Bereits das erste Buch Endstation Kabul" (dieses habe ich mit fünf Sternen bewertet), über seinen Einsatz in Afghanistan, war 2008 monatelang auf der Spiegel-Bestsellerliste und hat eine ganz neue Plattform für die Diskussion über den Afghanistan-Einsatz geschaffen. Entsprechend neugierig war ich daher auch auf den schon angekündigten Fortsetzungsbericht über seinen zweiten Einsatz in Afghanistan und habe mir diesen Buch dann auch gleich gekauft, als es rauskam. In diesem Buch, versucht Achim Wohlgethan auf seine ganz eigene Art wieder uns nicht nur die Lage in dem umkämpften Land, sondern auch die Mängel der Bundeswehr und die Probleme der Soldaten in ihrem gefährlichen Einsatz nahe zu bringen. Als Mitglied der sogenannten Vorauskräfte baute er dort den deutschen Stützpunkt im unerschlossenen Norden des Landes mit auf. Raketenbeschuss, gefährliche Erkundungstouren, bis an die Grenzen Chinas, absurde Regelungen, Bürokratie, politische Lügen und Konflikte innerhalb der Truppe waren auch in diesem zweiten Buch wieder an der Tagesordnung. Dennoch hat mir dieses zweite Buch nicht ganz so gut gefallen (und das hat nichts damit zu tun, dass der Einsatz in Kundus für den Autor dieses Mal kürzer war) wie das erste. Das lag zum einen daran, dass sich viele Dinge aus dem ersten Buch wiederholen (wie zum Beispiel die geradezu absurden internen Regelungen der Bundeswehr, die schlechte Bewaffnung, die schier grenzenlose Bürokratie und politischen Statements zum Thema Afghanistan-Einsatzes), was ich Achim Wohlgethan aber nicht anlasten will, denn er kann sich ja schlecht etwas ausdenken, oder dazuspinnen. Aber irgendwie wirkte dieses Buch auf mich wie ein Abklatsch seines ersten Werkes und seine teilweise sehr gewöhnungsbedürftigen Aussagen, Feststellungen und Beschreibungen (um es mal mit einfachen Worten zu sagen, man hat beim Lesen und dass war auch schon im ersten Buch so, eben immer den Eindruck, als können und wissen andere Soldaten gar nichts, Herr Wohlgethan dafür aber alles um so besser) gingen mir mit der Zeit doch ganz schön auf den Keks. Dennoch möchte ich auch dieses zweite Buch und hierbei ganz besonders den Schluss, als durchaus gelungen bezeichnen, denn Achim Wohlgethan konfrontiert auch dieses Mal wieder die deutsche Öffentlichkeit ganz ungeschminkt (an manchen Stellen halt nur, was seine eigene Person anbelangt, ein wenig übertrieben) mit der Realität dieses deutschen Afghanistan-Einsatzes. Somit gebe ich diesem Buch auch nur drei von möglichen fünf Sternen.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Apicula HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
(Liebe Leser, die Bewertung wurde zu lange. Dafür bitte ich um Verständnis. Es ist ein Thema das mich sehr beschäftigt.)

Zum zweiten Mal hat Ex-BW-Soldat Achim Wohlgetan seine Erlebnisse bei einem Einsatz für die Bundeswehr in Afghanistan zu Papier gebracht.
Interessanter fand ich - das also vorweg - sein erstes Buch: Endstation Kabul: Als deutscher Soldat in Afghanistan - ein Insiderbericht. Trotzdem habe ich OPERATION KUNDUS geradezu verschlungen - und kein Blatt bereut.

In OPERATION KUNDUS geht es zunächst darum, was für ein infantil anmutendes Gerangel innerhalb eines BW-Verbandes entstand, als es um die Entsendung des Vorausteams nach Kundus ging. Wohlgetan gehörte jenem Team an, das 2003 als erstes in Kundus (abgesehen von Amerikanern, die dort bereits präsent waren) eintraf, dort Erkundungen der Lage durchführen sollte und sich auch um den Aufbau und Sicherung des Lagers kümmern sollte. Was dabei alles geschah, erlebt man dank seiner subjektiv-emotionalen Schreibe hautnah - in einer Art Tagebuch-Form - mit. Hin und wieder regt seine subjektive Art mich auch auf. "Sachlich bleiben" dürfte für Achim wohlgetan, angesichts der Erlebnisse auch nicht einfach sein - bzw. unmöglich. Das beweist er eindrücklich. ;-)

Nun muss man aus heutiger Sicht sagen, dass im Jahr 2003 in Relation zu heute noch eher so was wie RUHE herrschte in dieser Region. Sicherheitsrisiken, auch solche die rechtzeitig aufgezeigt wurden und behoben hätten werden können, wurden damals - vermutlich weil man die Erfahrung noch nicht hatte - in kauf genommen. Man kann nur hoffen, dass die BW mittlerweile aus solchen Pannen etwas gelernt hat. Was die Bürokratie betrifft und die Sache mit der Waffe und der Munition (wer's gelesen hat, wird es vielleicht nur müde belächeln) - kann ich aus heutiger Sicht nur bestätigen, dass sich nichts geändert hat.
Wer versucht in die Haut des Soldaten/ Polizisten zu schlüpfen der in einem Tingeltangelbus und unbewaffnet durch ein Krisengebiet kutschiert wird, wird vielleicht mitfühlen können, dass so jemand durchaus ungehalten wird und Panik bekommt.

Erschwerend kommt mittlerweile nun noch dazu, dass die Lage in Afghanistan keinen Deut besser wurde und die Friedensmission laut Medienberichten keine solche mehr ist. Aus erster Hand erfährt man so gut wie nichts. Und ein aktiver BW-Soldat hätte das was Wohlgetan schrieb wohl kaum unter einem Namen abliefern können.
Medienberichterstatter (ich habe da einen aktuellen Bericht im Stern im Sinn) schreiben dramatische Geschichten, allerdings untermalt mit so genannten Fakten auf Bild-Zeitung - Niveau; was ich hochgradig ärgerlich finde! Fakt ist, dass die Lage dort nie besser wurde. Tatsache sind aber auch solche kleinen Geschichten, wie Wohlgetan sie in sein Buch eingepflegt hat, in dem man durchaus Verständnis für den Zulauf bei den Taliban gewinnen kann.

Das Hauptaugenmerk in OPERATION KUNDUS liegt bisweilen auf dem Zwist innerhalb des Bundeswehr-Verbandes, dem Wohlgetan angehört. Inkompetente Führungskräfte werden logischer Weise am Rad drehen, wenn sie Wohlgetans Buch lesen. Mich hat das eine Weile aufgeregt beim Lesen. Sehr aufgeregt. Das gebe ich ehrlich zu.
Da ich mittlerweile aber aus erster Hand berichtet bekomme, wie belastend "Unruhe" in der Truppe sein kann und sich auswirken kann - so nichts dagegen unternommen wird - ist auch dieses Thema ein sehr wichtiges. Man kann aus Fehlern lernen. Wohlgetan zeigt Fehler auf (auch solche an denen er Anteil hatte). Insofern klingt an einigen Stellen auch ganz leise eine Art Selbstkritik durch.

Nicht zuletzt widmet Wohlgetan einige Passagen seiner damaligen Beziehung; seiner Lebenspartnerin und deren Tochter. Auch hier ist es für mich hochinteressant die Art der Kommunikation in dieser seltsamen Fernbeziehung aus seiner Sicht erzählt zu bekommen.
Ganz zuletzt erfahre ich über das deprimierende Ende der "Operation" und die psychischen Folgen die sich daraus ergaben. Bemerkenswert ist es, wie offen Wohlgetan darüber sprechen kann. Da fällt mir nur ein: Respekt!

Was mich geärgert hat an dem Buch ist, dass Wohlgetan (oder macht so was ein Lektor) ständig von Soldaten und Soldat_innen_ spricht. Für meine Begriffe ist es unnötig ständig SoldatINNEN zu erwähnen. Politische Korrektheit hin oder her, das ist doch Käse.
Soweit ich mich an Heike Groos Worte in ihrem Buch Ein schöner Tag zum Sterben: Als Bundeswehrärztin in Afghanistan erinnere, wird innerhalb der Truppe nie von SoldatINNEN gesprochen.

Da wir hierzulande kaum etwas UNGESCHÖNTES mitbekommen von den Einsätzen der Soldaten, Polizisten und anderer Hilfs- und Sicherheitskräfte in Afghanistan, halte ich OPERATION KUNDUS auf jeden Fall für besonders (!) lesenswert. - Es mag sich jeder sein eigenes Bild machen von der Dramatik aber auch den Ärgernissen die ein Soldat mitmacht. Genau dazu ist das Buch geeignet und liest sich zudem sehr sauber runter.

Ebenso empfehlenswert sind auch die Bücher:
Ein schöner Tag zum Sterben: Als Bundeswehrärztin in Afghanistan, von Heike Groos
Kabul, ich komme wieder, von Boris Barschow (dem hätte man einen besseren Verlag/ Lektor gewünscht).
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Die neuesten Kundenrezensionen
Sehr zu empfehlen
Ein Buch, dass sehr zu empfehlen ist. Gerade wenn man die Situation in Afghanistan nur aus dem TV kennt ist dieses Buch genau das Richtige. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Tagen von Daniel Dörr veröffentlicht
Operation Kundus
Dies ist ein Sehr sehr tollen Buch, ich habe es mir im Hinblick auf ein Ereigniss gekauft, dass mein Leben verändert hat. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Lisa veröffentlicht
Was soll dass?
Hier werden Missstände bei der Bundeswehr "aufgedeckt", die schon vor der Zeit der Auslandseinsätze bestanden: Bürokratie und Kastendenken! Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Martin Hartmann veröffentlicht
Jägerlatein?
Was für ein Geschwätz. So wie der Author sich selbst darstellt fragt man sich wieso er es nur bis zum Unteroffizier gebracht hat, oder alles doch nur Jägerlatein?
Vor 11 Monaten von Thomas Mueller veröffentlicht
Traurig aber wahr...
Dieses Buch ist der persönliche Feldzug des Autors (das hat jemand so bereits sehr gut beschrieben). Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von WolfWarrior veröffentlicht
Zeigt Stärken und Schwächen der militärischen...
Dieses Buch ist gut geschrieben und lesenswert. Am Ende des Buchs fragt man sich warum unsere Gesellschaft und vor allem unsere Regierung nicht hinter unseren Soldaten steht. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Ralf Sawatzki veröffentlicht
schwächerer Nachfolger eines lesenswerten Buches
Schon beim Erscheinen von "Endstation Kabul" unkten Kritiker, dass der Autor Achim Wohlgethan noch ein Buch nachlegen würde. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Ralf Strohbach (Media-Mania) veröffentlicht
Naja
Ich fand das Buch nicht so berauschend.

Ja, die beschriebenen Umstände sind sicherlich realitätsnah, unverständlich und politisch eigentlich... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von S. Andreas veröffentlicht
Direkt - schonungslos - ungeschminkt - GUT
Wirklich ein tolles Buch, dass die Absurditäten und den Wahnsinn des Krieges einfach, aus dem direkten Erlebnissen des Soldaten darstellt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Februar 2010 von Trainer
Lieferung erfolgte korrekt
Buch kam pünklich und im guten Zustand an. Zum Inhalt kann ich nichts sagen, da es ein Geschenk war.
Veröffentlicht am 15. Januar 2010 von Birgit Reincke
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