Nachdem ich am ersten Teil der Chess-Team Reihe so einiges zu kritisieren hatte, kann ich hier durchaus mal ein Lob aussprechen: Robinson hat seine Schwächen erkannt und sie ausgemerzt. Der Spannungsbogen ist besser als zuvor, die Action häufiger. Hier also die Besprechung von "Operation Genesis".
Story: Ein tödliches Virus überkommt die Vereinigten Staaten. Ein Gegenmittel ist nur aus dem Dschungel von Vietnam zu erwarten, was dazu führt, dass Jack Sigler und sein Chess-Team genau dorthin geschickt werden. Dabei treffen sie nicht nur auf feindliche Soldaten, sondern auch auch seltsame Kreaturen. Tödliche Kreaturen, um genau zu sein.
Protagonisten: Ob nun King, Queen, Rook oder Bishop - Man kennt die Akteure bereits aus dem Vorgänger. Im Grunde weiß man schon, was einen erwartet, sofern man sich in der Actionthriller-Szene halbwegs auskennt. Es ist eine dieser unschlagbaren US-Spezialeinheiten, die alles können, alles wissen und fighten bis zum umfallen.
Stil: Robinsons "Misson Hydra" litt unter belanglosen Passagen, in denen nichts passierte. Diese sind in "Operation Genesis" nicht vorhanden. Die Handlung nimmt schnell ihren Lauf und startet relativ zeitig durch. Zudem hat die Geschichte bis auf 2-3 kurze Abstecher ins Weiße Haus (Die kaum auffallen, so kurz sind sie) nur einen einzigen Handlungsort, nämlich den Urwald. Dies strafft die Handlung zusätzlich. Die meiste Zeit sind die Soldaten mit Schießereien und anderen Kampfhandlungen beschäftigt. Dabei wird schon einmal ein ganzes Waldstück zerstört. Einfach beschrieben, erinnert das Buch an den frühen James Rollins mit der Action von McDermott.
Fazit: Besser als der erste Band und eine sichere Bank für Actionfreunde. Ich sehne dem 3ten Teil entgegen.