Der 11. September 2001 war nicht irgendein Tag. Denn was in diesem Zusammenhang von den Medien verschwiegen wurde: Es handelte sich um den 60. Jahrestag der Grundsteinlegung des Pentagon - und auf dem Gabentisch lagen Milliarden und Abermilliarden für die nächste Serie von Eroberungskríegen.
Wisnewskis überarbeitete Neuauflage seines 2003 erschienenen und dort umfangreich rezensierten Bestsellers
Operation 9/11: Angriff auf den Globus macht nicht nur wegen des 10-Jahres-Jubiläums Sinn: es war einfach an der Zeit, die Erkenntnisse der verschiedenen Bücher, Untersuchungen und Filme mit etwas Abstand zusammenzufassen und zeitlich wie sachlich geordnet im Zusammenhang zu präsentieren.
Zudem hat sich die Qualität der neueren Beweise verändert - standen in der "ersten Stunde" noch vorwiegend logische Widersprüche der Darstellung der US-Behörden im Vordergrund, so verschiebt sich der Fokus inzwischen mehr darauf, das wahre Puzzle zusammenzusetzen - dies wird durch den neuen Untertitel "Der Wahrheit auf der Spur" angedeutet.
Natürlich finden sich dennoch im Buch auch alle Aussagen, Indizien und Untersuchungen, die im Lauf der Jahre bekannt geworden sich und sich als haltbar erwiesen haben. Für den Rezensenten, der stets auf die Unglaubwürdigkeit der angeblichen Telefonate aus einem Flugzeug in Reiseflughöhe hingewiesen hat [4], serviert Wisnewski ein besonderes Schmankerl: Die damals eingesetzten 757 der American Airlines verfügten überhaupt nicht über Satelliten-Telefone. Nicht nur die Mobil-Telefonate waren also frei erfunden, sondern sogar die Telefonate über Sitztelefon. Aber über die Phase des Indizien-Sammelns ist man ja längst hinaus.
Inzwischen liegen mehrere wissenschaftliche Untersuchungen vor, die aus verschiedenen Ansätzen heraus zu dem Schluss kommen, dass die drei WTC-Bauten professionell gesprengt worden sind - für den Abriss des abseits stehenden WTC-7 war das ohnedies stets die einzig mögliche Erklärung. Für solche Hitech-Sprengungen kommt nur ein Unternehmen weltweit ernsthaft in Frage: Controlled Demolition, Inc. - ein eng mit der US-Navy verknüpfter einstiger Familienbetrieb. Wenn man bedenkt, dass die Zwillingstürme dreimal so hoch waren wie das größte bisher gesprengte Gebäude, kann man ermessen, welche technische Großleistung hinter der auf den "footprint" gelungenen Zerlegung steckt. Wer über einfache Englischkenntnisse verfügt, findet im Internet einen "umwerfend" interessanten und spannenden Vortrag dazu mit den Stichworten "Prof. Dr. Niels Harrit" und "Nanothermit". Dort werden auch die inzwischen weitgehend aus dem Internet "geräumten" Filme, welche die Sprengungen besonders gut sichtbar machen, gezeigt.
Natürlich wäre eine solche Sprengung der Türme schon wegen der extremen Asbestbelastung nie genehmigt worden. Viele Menschen, die damals in New York waren, mussten oder müssen noch an diesem Asbest grausam sterben.
Und 4,5 Milliarden Dollar Versicherungsleistungen aus Europa hätte es auf seriösem Weg auch nicht für den Investor mit dem goldenen Händchen gegeben. "Glück" für Herrn Siverstein, dass der Pachtvertrag und der Versicherungsvertrag termingerecht zur Sprengung abgeschlossen worden waren. "Glück", dass die Sprengungen offiziell als T*rrorakt bestätigt worden sind - sonst hätte die Versicherung natürlich nicht zahlen müssen.
Das soll kein relevantes Motiv sein? Für jedes der rund 3000 Opfer kassierte der Investor immerhin 1,5 Millionen Dollar. Und dennoch - neben dem, was man in der Folge den Steuerzahlern in den USA und weltweit in der Folge für die US-Kríegskassen abgepresst hat, sehen diese 4,5 Milliarden geradezu wie Kleingeld aus.
Wer immer sich mit etwas Wirkung öffentlich gegen die US-Regierung äußert, geht hohe Risiken ein: Wie üblich werden die Protagonisten selbstredend entlassen und/oder mit Hilfe der Leitmedien díffamiert. Man muss nur mal nachlesen, mit welch triefender Hetzpolemik im "besten" Göbbels-Stil DER SPIEGEL über den Ex-Bundesminister von Bülow hergezogen ist. Professor Harrit sollte auch zunächst díffamiert werden - aber seine Untersuchungen waren dermaßen seriös durchgeführt worden, dass sich die Wissenschaft breit hinter ihn gestellt hat. Wisnewski selbst hat sich übrigens gegenüber Unterstellungen und Díffamierungen in etlichen gerichtlichen Auseinandersetzungen gegen angeblich seriöse Institute als äußerst wehrhaft erwiesen. [5]
Stets taucht, wenn man sich überzeugt hat, dass die US-Regierung das getan hat, was sie mit unnachahmlicher Chuzpe tut, nämlich ihr Volk und die Welt übelst zu belügen, die Frage nach dem "Wie" und "Warum" der Attentate auf. Dies ist nun wirklich nichts Neues, dennoch hat Wisnewski auch diesen Fragenkomplex nochmals vorzüglich aufgearbeitet und die zumindest Vordenker und Nutznießer, höchstwahrscheinlich sogar Drahtzieher der Attentate im Umfeld des damaligen Präsidenten Bush benannt, ihre Verflechtungen und ihre Veröffentlichungen aufgeführt und die vermutlichen Wege der "Nebeneinkünfte" aufgezeigt. Dabei stehen die 18 grauen Eminenzen der - wie soll man es nennen? - nationalen Verschvvörungsgruppe PNAC [1] im Brennpunkt:
- Richard Norman Perle, Vorsitzender des Defense Policy Board und erklärter Liebhaber ferngesteuerter Flugzeuge
- Richard B. Cheney, Vizepräsident
- Donald Rumsfeld, Kríegssminster [6]
- Paul Dundes Wolfowitz, stellvertretender Kríegsminister
- Lewis Libby, Cheneys Staabschef
- Peter W. Rodman, "internationale Sicherheitsangelegenheiten"
- John Bolton, Staatssekretär für Rüstungskontrolle
- Richard Armitage, Stellvertretender Außenminister
- William Kristol, PNAC-Vorsitzender, führender Bush-Berater
- Zalmay Khalilzad, Sonderbeauftragter für den Kontakt zur irakischen Opposition
- Harold Brown, Verteidigungsminister, Chef des Lawrence Livermore Laboratory, der Atomwaffenschmiede der USA
- Henry Kissinger (
Die sechs Säulen der Weltordnung), Präsidentenberater, Außerminister, Council on foreign Relations, "graue Eminenz", Leiter der Kommission zur Aufklärung der Attentate(!)
- James Schlesinger, Vorsitzender der Atomenergie-Kommission, Direktor der CIA, Verteidigungsminister, Energieminister, Kampfschrift: "America at Centurys End"
Die aufgezählten Positionen sind natürlich oft nur temporärer Natur. Nur Männer dieses Kalibers haben überhaupt eine Chance, in einem bis an die Zähne bewaffneten Überwachungsstaat einen dermaßen komplexen T*rrorakt in die Wege zu leiten.
Diese "Vordenker" haben die Ideologie für die Anschläge ganz offen vorbereitet [3]. Wisnewski präsentiert Dokumente von militärischen Planungen, die teilweise bis in die 60er-Jahre zurückgehen, als eine fast identische Operation geplant worden war, um einen Angriff auf Cuba zu rechtfertigen. [2] Zudem sei in diesem Zusammenhang auf Zbigniew Kazimierz Brzeziñskis Buch
Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft und Huntingtons
Kampf der Kulturen: Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert hingewiesen - man hätte diese Bücher auch gut "Unsere Kämpfe" taufen können. [7]
Unausweichliche Zwänge sieht nicht nur Wisnewski in der desolaten Situation einer monströsen kriegsorientierten Volkswirtschaft, die auf unglaublichen Spekulationsblasen dahinvegetiert und überhaupt keine andere Wahl hat, als einen Konflikt nach dem anderen zu beginnen, bis sie kollabiert.
Dies kann nur einen ersten Eindruck geben; zusammenfassend kann man feststellen, dass "Der Wahrheit auf der Spur" eine vorzügliche Zusammenstellung der Erkenntnisse und Theorien bietet, die nach heutigem Stand als hart und wahrscheinlich zu betrachten sind. Die Verschvvörungstheorie der US-Regierung war vom ersten Tag an unglaubwürdig; die so genannte "Aufklärung" - nach drei Tagen mit 19 flugunfähigen Hampelmännern! - ein schlechter Witz. Hier werden aber auch harte Beweise und die Motive sowohl der einzelnen Protagonisten als auch der mutmaßlichen Drahtzieher in der Regierung im Zusammenhang aufgezeigt.
Irgendwo war zu lesen, die Tatsache, dass Wisnewski frühere Erklärungsversuche teilweise revidiert hat, spreche gegen seine Vertrauenswürdigkeit. Dies ist eine merkwürdige Einstellung: Man muss im Gegenteil denjenigen Personen, die nicht imstande sind, ihre Theorien neuen Fakten anzupassen, misstrauen. Generell konnte es nie die Aufgabe der Kritiker sein, perfekte Erklärungen für den Ablauf der Geschehnisse anzubieten - das wäre die Aufgabe einer seriösen, unabhängigen Untersuchung, die es aber nicht geben kann, weil man im Endeffekt die halbe Politprominenz der USA hinter Schloss und Riegel bringen müsste. Die Aufgabe der Kritiker war es, die Regierungsversion zu überprüfen - das haben sie äußerst erfolgreich getan: da steht kein Stein mehr auf dem anderen.
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