Die Idee, die hinter "Open Water 2" steckt, ist schon sehr faszinierend. Man kann sich sehr leicht mit der Situation identifizieren und den Schrecken nachvollziehen, der sich damit ergeben muss, nicht mehr in ein Boot - Verzeihung: eine Yacht - hineinzukommen. Es gibt einige Momente des Films, die wirklich erschreckend wirken und ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit verbreiten können. Aber leider leistet sich der Film einige ganz eklatante Fehler. Sicherlich versuchen die Protagonisten mit verschiedenen Methoden ans Bord zu kommen, doch warum man die Versuche mit dem notdürftigen Seil nach dem ersten Fehlversuch aufgibt, bleibt unklar, und wieso einer der Gruppe unter das Boot taucht und dort mit dem Messer hantiert, ist auch abstrus. Immerhin macht es wenig Sinn, einen Eingang unter Wasser zu suchen, der automatisch zum Untergang desselbigen führen würde. Richtiggehend lächerlich wird es, als mit dem Messer hantiert wird, was man zum einen deutlich schneller hätte machen können, zum anderen in der Eventualität, die sich ergibt, auch nicht durch Panik erklären lässt. Zudem fühlt man sich als Zuschauer ständig versucht, den Figuren im Film zuzurufen, was sie als nächstes tun sollten. Denn noch bevor der erste der Sechs ertrinkt, fallen dem Durchschnittspublikum zwei bis drei Alternativen ein, die man versuchen könnte, um wieder ins Boot zu kommen. Und man hat den Eindruck, dass die eine oder andere durchaus hätte funktionieren können, aber dann wäre der Film halt auch sehr schnell vorbei gewesen. "Open Water 2" ist kein abgrundtief schlechter Film, er hat einige Momente, die funktionieren und er kann durchaus Wirkung erzeugen, er ist nur letztendlich nicht konsequent genug gedacht, aber um auf das gewünschte Ende hinzuarbeiten, fühlte man sich wohl gezwungen, ein paar Offensichtlichkeiten außen vor zu lassen. Dennoch: als Feierabendunterhaltung taugt der Film schon.
Moviemans Kommentar zur DVD: Vom Bild her eher durchwachsen ist der Ton dem Film angemessen. Beim Bonusmaterial gefällt vor allem der Audiokommentar.
Bild: Das Bild ist schon ordentlich, lässt aber schon in einiger Beziehung zu wünschen übrig. Was optimal ist, ist der Farbwert, denn das blaue Meer mit dem Himmel und dem Schiff wird exakt dargestellt, wobei hier auch der Kontrast gut funktioniert. Der ist ohnehin hochwertig, nur ganz selten wird er etwas schwächer (Dans Haare und das Boot hinter ihm bei 00:57:21). Das Bild ist leider nicht allzu rauscharm. Bei den vielen homogenen Flächen wie eben dem Himmel oder dem Meer fällt Rauschen schon in recht starker Häufung auf. Dazu kommt, dass die Kompression sich mit Blockbildung zu Wort meldet. Das fällt vor allem bei der tiefen Schwärze des Meeres immer mal wieder auf (00:51:50). Die Schärfe könnte ebenfalls deutlich besser akzentuiert sein. Bei Totalen wird es sogar schon recht weich (00:06:30). Immerhin ist die Vorlage sauber geraten.
Ton: Der Ton ist ordenltich, allerdings ist dies kein Film, der für die Heimkinoanlage gemacht wurde, denn man befindet sich ja mit den sechs Protagonisten inmitten des Meeres. Geräusche der Umgebung sind hier von Wellen abgesehen doch eher spärlich. Dafür schafft es der Soundesigner doch, ein paar tolle Effekte zu zaubern, etwa, wenn die wasserscheue Amy ins Meer geworfen wird und der Ton versackt, sobald sie unter Wasser ist, nur um wieder aufzubranden, wenn sie an die Oberfläche kommt. Die englische Fassung klingt vor allem in der Sprachzeichnung etwas natürlicher.
Extras: Das Bonusmaterial ist an sich umfangreich, allerdings qualitativ durchwachsen. Das erste Making Of ist eine typische Werbefeaturette, wie man sie oftmals im Fernsehen sieht. Das zweite Making Of ist mehr eine weitere B-Roll. Die B-Roll selbst ist natürlich auch alles andere als ergiebig. Da bleiben nur noch ein paar kurze Interviews mit den Machern, die sich kurz über die Geschichte auslassen, die zu diesem Film inspirierte, ein paar Outtakes, ein leicht alternativer Anfang und der Trailer. Am informativsten stellt sich der Audiokommentar dar, der von Autor, Regisseur und Kameramann gesprochen wird. Dieser deutsche Audiokommentar macht dann doch einiges wett, denn hier werden dann doch noch wirklich viele Informationen zur Entstehung gegeben. Schade nur, dass man sich hier nicht auch ein wenig mit den Plotlöchern beschäftigt. --movieman.de
Sechs Freunde feiern ihr Wiedersehen an Bord einer Luxusjacht, weit vor der mexikanischen Küste. Die Sonne brennt vom ungetrübten Himmel, es herrscht ausgelassene Stimmung, der Alkohol beginnt zu fließen und das unvergessliche Wochenende kann endlich beginnen. Die ruhige See verführt zum Baden. Als alle im Wasser sind stellen sie entsetzt fest, dass niemand daran gedacht hat, die Bootsleiter herunter zu lassen. So bleibt ihnen nichts anderes übrig, als zu versuchen, das sichere Deck auf einem anderen Weg zu erreichen. Als sie immer wieder scheitern, ist ihnen endgültig klar, dass es ohne Hilfe Anderer keinen Weg zurück an Bord gibt. Doch weit und breit ist keine Rettung in Sicht. Langsam beginnen Angst, Verzweiflung, Panik und anschließend Wut von ihnen Besitz zu ergreifen. Ein Kampf ums nackte Überleben im offenen Meer und ein Wettlauf gegen die Zeit nimmt seinen tragischen