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Auf fremde Hilfe hat er trotzdem nicht verzichtet. Einer der wichtigsten Mitstreiter bei der Realisierung von Open Water war der Gitarrist Oliver Rüger. Zudem waren auch Robin Grubert und Alexander Zuckowski maßgeblich daran beteiligt, das Sasha seine Ideen richtig umsetzten konnte. Für den perfekten sorgten Pete Smith und Fabio Trentini. Doch trotz aller Unterstützung steht natürlich die Qualität der Songs im Vordergrund, und da ist Sasha keine Kompromisse eingegangen. Bereits der Opener, das mit einem unwiderstehlichen Gesangsrefrain veredelte "I'm Alive" zeigt unmissverständlich die Richtung. Sasha findet in den folgenden elf Tracks genau die richtige Balance zwischen eingängigen, aber nie zu süßlichen Melodien und Texten, die deutlich mehr zu bieten haben, als nur schnöde Befindlichkeitsbekundungen. Besonders hervorheben muss man neben "Automatic" vor allem das bis zum Anschlag mit positiver Energie aufgeladene "Miracle Mile" sowie das am Ende der Platte platzierte "Good Bye", eine wunderbare Rock-Hymne, die noch mal zeigt, welch großen Fortschritte Sasha als Songwriter und Sänger in den letzten Jahren gemacht hat. --Norbert Schiegl
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Wie die erste Singleauskoppelung "Slowly" ist das Album eher von ruhiger Art und langsameren Tönen geprägt. Bei den 12 Stücken handelt es sich um gute Popsongs mit netten Melodien und der bekannt guten Stimme. Zwar ohne wirklich neue Ideen, aber insgesamt doch schön und angenehm anzuhören. Mit "Miracle Mile" ist ein Stück enthalten, das an die Dick Brave Zeit erinnert und besonders rockig ist das letzte Lied "Goodbye" (wohl Sashas WM 2006 Song), das die Platte gelungen abrundet.
Insgesamt ein durchschnittlich-gutes Album. Nicht mehr und nicht weniger!
Es gibt CDs, die hört man einmal an und weiß schon: „Wunderbar!“ Und es gibt CDs, die hört man zum ersten Mal … und befürchtet: „Au weia. Wieder ein Staubfänger mehr im Regal.“ Genau so ging es mir mit „Open Water“: Der allererste Eindruck war okay, besonders der Hörschnipsel des achten Liedes, „Miracle Mile“, hatte mich mit seinem treibenden Tempo begeistert. Aber dann, als ich die CD endlich hier zuhause hatte: Ratlosigkeit. Mag ich das wirklich? Diese mitunter scheppernden „Hey-ich-mache-doch-keinen-glatten-Pop“-Arrangements, diese vordergründige „Wäre-ich-in-England-geboren-würde-ich-ehrlichen-Britpop-machen“-Attitüde? Nö. Also ab ins Regal?
Nun finde ich Sasha eigentlich spannend, wirklich: Er hat eine immer angenehme, manchmal tolle Stimme, er hat sich getraut, eine Auszeit vom eigenen Image zu nehmen und das Dick-Brave-Experiment zu starten, das ich wirklich klasse fand. Und wenn man mal die Problemstellung „Frisur“ außer Acht lässt, sieht er auch noch gut aus. Was will man mehr … Ganz klar: Musik, die sich unaufhaltsam nicht nur in den Gehörgang schraubt, sondern auch in Hirn und Herz behaupten kann.
Und von daher: Arrangements, Attitüde, ab ins Regal? Allen, denen es beim ersten Anhören der Lieder dieses Albums so geht, möchte ich zurufen: NICHT AUFGEBEN! IHR VERPASST WAS! Denn tatsächlich finden sich zwischen den 12 Liedern dieses Albums einige Perlen, die immer mehr strahlen, je häufiger man sie hört. Die Tiefe bekommen, spannend werden, eine Authentizität hinter der Attitüde durchkommen lassen. „Open Water“ mag keinen ganz großen Hit haben wie „Intensive Care“ – aber während Robbie Williams’ neue CD immer langweiliger wird, je häufiger man sie hört, gewinnt Sasha. Daher vergebe ich jetzt vier Sterne … nächste Woche werde ich wahrscheinlich nach einer Möglichkeit suchen, auf acht aufzustocken. Und das mit der Frisur wird der Mann ja vielleicht auch noch in den Griff bekommen … :-)
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