Habe die CD letztes Jahr in einem Virgin Records Shop in Chicago erstanden (traumhafte 3 Stunden Zeit gehabt)und war von der musikalischen Vielfalt der musikalischen Arrangements begeistert (kannte Feist vorher nicht): Trance-ige, trip hop, lounge, jazzige Einflüsse einfach prima. Das die gleichen Stücke jeweils 2-4 x in versch. remix Versionen drauf ist, ist mir erst später aufgefallen, stört aber eigentlich nicht.
Nun zum eigentlichen Grund meiner Rezession: Ich würde dem Vor-Rezessenten in Punkte Aufnahme-Qualität nicht nur nicht zustimmen können sondern würde genau das Gegenteil behaupten. Die CD gehört zu meinen absoluten audiophilen Highlights. Wer eine High-End Abhörkette hat, muss diese CD einfach haben. Hier haben die Produzenten für die Ohren gearbeitet nicht dagegen, wie bei vielen der überproduzierten Pop-Scheiben à la Christina A. usw. Die Anlage schält hier Feinheiten heraus, die fast unglaublich erscheinen. Beispiel das bewusst dumpf gehalten Piano Intro (One Evening, das bei Minute 1:48 in einem total überraschenden kurzen Oberton - Stakkato gipfelt. Song 2: Es ist einfach genial und irgendwie dreist Feist's sanfte Stimme in dieser unabsichtlich erscheinenden Weise zu übersteuern.
Dass das so sein soll und keinesfalls Unfähigkeit der Produzenten ist, weiß man nicht erst seit Timbalands wirken auf Nelly F's "Loose".
Ich könnte leicht 100 weitere Beispiele dieser Remix-Geniestreiche auf der CD aufzählen.
Wers nicht glaubt, die Scheibe einfach mal mit in ein gutes HiFi-Studio nehmen und überrascht sein.....