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Kundenrezensionen

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am 16. August 2004
Eins vorweg, wer einen schnellen Actionfilm oder einen heutzutage üblichen Film mit schnellen Schnitten und kurzen Szenen erwartet wird von "Open Range" enttäuscht. Wer aber den klassischen Western liebt wird so viel Freude empfinden wie ich. Total happy habe ich vor Monaten das Kino verlassen, weil Costner mit diesem Film etwas geschaffen hat, dass ich heutzutage nie mehr erwartet hätte! Es ist ein Western im Stile der Klassiker aus den 60ern! Er läßt sich Zeit, seine Geschichte zu entwickeln wie alte Meisterwerke im Stile von "Mein großer Freund Shane" und man meint, neben dem bärbeißigen Cowboys müßte gleich John Wayne um die Ecke reiten. Eine gute Musik, stimmungsvolle Landschaftsaufnahmen und ein großartiger Robert Duvall, neben dem sich ein klasse aufgelegter Kevin Costner angenehm zurück nimmt machen Open Range einzigartig. Der Film entwickelt eine Cowboy-Stimmung im Stile der Marlboro-Reklame und strebt dennoch unaufhaltsam auf ein wunderbares Finale zu, dann wird geschossen - und zwar richtig! Ein großartiger Film für Westernfans, ich hebe ihn auf Augenhöhe zu den großen Klassikern!
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Zu dieser Deluxe Edition kann man nur sagen: So sollten alle DVD Editionen sein!

Filme sind natürlich Geschmackssache. Als alter Western Fan freute ich mich besonders, als ich erfuhr, dass Kevin Costner wieder in einem Western Regie führt und die Hauptrolle spielt (wie in "Der mit dem Wolf tanzt). Die Rollen sind meiner Meinung nach mit exzellenten Schauspielern besetzt.
Man hat während des gesamten Filmes das Gefühl, dass hier ein harmonisches Gefühl zwischen den Schauspielern herrschte.
Dazu ist das Bild hervorragend und der Ton übertrifft die meisten Filme heutzutage. Extended Surround in 5.1! Bei den Gewittern und dem Regen hat man das Gefühl, mitten drin zu sein.

Was mich aber am meisten überraschr hat: Kevin Costner spricht die deutschen Fans auf Disc 2 persönlich an. So etwas habe ich bisher auf keiner Edition erlebt. Die zweite Disc mit den Hintergrundinformationen ist sehr liebevoll zusammengestellt. Man erfährt, dass der Film fast nicht zustande gekommen wäre, da es wie immer ums Geld ging, das nicht bewilligt werden sollte und dass Kevin Costner während des gesamten Filmes an einem Blinddarmdurchbruch litt. Und vieles mehr.

Diese Edition ist wirklich ihr Geld wert und ein seltenes Sammlerobjekt.

Nachtrag 21.11.2010: Nun habe ich endlich auch die Blu-Ray bekommen und hatte gestern Tränen in den Augen - vor Freude natürlich. Denn dieser Western mit seinen tollen Landschaftsaufnahmen und Einstellungen nun in dieser Schärfe und Farbintensität zu sehen, ist mehr als einmalig. Das Bild ist exzellent und der Ton in Deutsch und Englisch DTS HD Master Audio 5.1 ebenso.
Klang die DVD schon Spitze, wird hier noch eins draufgesetzt. Gewitter knallen durch den Raum, Regen umgibt einen, als ob man dabei wäre.
Trotz des Volumens der Effekte sind Dialoge extrem klar und exzellent zu verstehen. Typisch Kevin Costner eben. Perfektionistisch. Selten habe ich eine so gute Blu-Ray auch vom Ton her gehört.
Referenz!
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am 8. Juli 2004
Vieles hat sich geändert im Wilden Westen. Auch hier kann man als Cowboy seine Viehherde nicht mehr einfach so irgendwo grasen lassen, ohne sich mit Viehzüchtern anzulegen, die diese Weidefläche als ihr Eigentum ansehen. Das müssen Boss Spearman (Robert Duvall), Charley Waite (Kevin Costner) und ihre beiden Helfer am eigenen Leib spüren, als der skrupellose Rancher Denton Baxter (Michael Gambon) die vier Männer in einer Nacht- und Nebelaktion überfallen lässt. Dabei stirbt der gutmütige Mose (Abraham Benrubi) und der erst 16-jährige Button (Diego Luna), der von Boss aufgelesen und liebevoll versorgt wurde, wird schwer verletzt. Diese Ungerechtigkeit können der ruhige Boss und der Revolverheld Charley nicht auf sich sitzen lassen. Sie reiten nach Harmonville, das fest unter der Fuchtel von Baxter steht und kämpfen für Gerechtigkeit. Dabei stoßen sie teils auf Ablehnung, finden aber auch schnell Einwohner, die gemeinsame Sache mit ihnen machen, unter anderem die Schwester des Arztes (Annette Bening), von der besonders Charley sehr angetan ist.
"Open Range" ist ein klassischer Western, wie man ihn auch vor 40 Jahren hätte drehen können. Cowboys, eine typische Wild-West-Stadt, die Guten kämpfen gegen die Bösen, ein finaler Shoot-Out und ein korrupter Sheriff sind nur einige der typischen Klischees, die dieser Streifen bedient. Das soll jetzt aber nicht negativ klingen, denn Kevin Costner ist nach mehreren Flops wieder mal ein richtig guter Film gelungen. Es macht einfach Spaß, nach all den Special-Effects-Orgien, die Hollywood in letzter Zeit hervorbrachte, wieder einmal einen wohltuend ruhigen Film zu sehen. Die Story dürfte zwar jedem, der schon einmal einen Western gesehen hat, hinlänglich bekannt sein und auch das Ende sollte wohl keinen groß überraschen, aber die großartige Umsetzung macht "Open Range" zu einem sehr sehenswerten Film. Obwohl das Finale äußerst bleihaltig ist, ist hier Gewalt nicht nur ein Selbstzweck, sondern wohl das letzte Mittel, die Gerechtigkeit zu wahren. Zum Glück, denn übertriebene Rachegelüste der beiden Protagonisten hätten dem Film sicher nur geschadet.
Positiv aufgefallen sind mir die schönen, stimmigen Bilder, die (zumindest auf der Kinoleinwand) fast plastisch wirken und die kurzweilige Handlung, bei der trotz 138 Minuten Laufzeit keine Langeweile aufkommt (wobei sich Costner hier und da etwas kürzer hätte fassen können).
Erlesen ist das Ensemble von "Open Range". Ausnahmslos liefern alle Darsteller eine gute Vorstellung ab. Herausragend ist dabei Altstar Robert Duvall, der als wortkarger, weiser Cowboy mit viel Charisma und herrlich trockenem Humor glänzt.
Alles in allem ein sehenswerter Western und endlich wieder eine geglückte Regiearbeit von Kevin Costner.
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am 12. August 2008
Nach seinem Megaerfolg Der mit dem Wolf tanzt" und dem futuristischen, aber leider zu unrecht gefloppten Postman", nahm Kevin Costner nun bei Open Range" ein drittes mal auf dem Regiestuhl Platz und liefert ein kleines Meisterwerk in wuchtigen Bildern.
Boss Spearman (Robert Duvall) und Charley Waite (Kevin Costner) sind sogenannte Freegrazer" und ziehen mit Ihrer Rinderherde von Weide zu Weide ohne dabei eigenes Land zu besitzen. Ihnen zur Seite stehen der hünenhafte Mose und der erst 16jährige Mexikaner Button. Zusammen geniessen Sie den Traum von Freiheit und Abenteuer bis Sie in der Nähe des Städtchens Harmonville kampieren. Dort führt der Großrancher und Viehbesitzer Baxter (Michael Gambon) sein eisenhartes Regiment und dabei duldet er keine Fremden die sich auf dem Weideland vor der Stadt breit machen. Dies bekommt Boss Spearman mit seinen Männern auch zu spüren. Sowohl Mose als auch der niedliche Hund werden von Baxters Männern skrupellos ermodet und ganz nebenbei wird Button noch aufs übelste zugerichtet. Boss und Charlie bringen den schwerverletzten Jungen zum ansässigen Arzt. Dessen Schwester Sue (Annette Bening) verguckt sich in den wortkargen Charlie, doch dieser kann Ihre Gefühle nicht erwidern da er Sie versehentlich für die Frau des Doktors hält. Bevor es aber zum ersten Kuss der beiden kommen soll, beschliessen Charlie und Boss das Recht in die eigene Hand zu nehmen und auf der Hauptstraße in Harmonville kommt es zum erbitterten Showdown.

Kevin Costners Western ist eine liebevolle und bildgewaltige Hommage an die großen Klassiker wie 12 Uhr mittags" und kann auch mit den großen Vorbildern jederzeit Schritt halten. Der Regisseur nimmt sich sehr viel Zeit für seinen Film und das ist gut so, den das bringt uns die Charaktere von Charlie und Boss in der atemberaubenden Landschaft viel näher. Aus Motiven der großen Vorbilder hat Costner einen modernen Klassiker geschaffen welcher den Zuschauer auf eine imposante Reise zurück in den wilden Westen mitnimmt. Erst nach über 70 Minuten fällt das erste mal ein Schuss, was wohl eher untypisch für das Westerngenre ist aber trotzdem bietet Open Range" alle klassischen Elemente des Cowboyfilms.

Leider wurde der Film an den Kinokassen nicht der finanzielle Erfolg der solch einem Werk würdig wäre, aber wie auch in anderen Fällen ist Qualität auch hier nicht an Einspielergebnissen zu messen. Costners Film ist ein wunderbarer Abgesang auf den Mythos des Wilden Westens und dessen Helden. Neben Produktion und Regie übernahm Kevin Costner zusammen mit Altstar Robert Duvall (Der Pate I und II) auch die Hauptrolle in seinem Film. In weiteren Hauptrollen sind unter anderem American Beauty Star Annette Bening, Michael Gambon als Großgrundbesitzer Baxton und James Russo als bestechlicher Sheriff zu sehen.

Open Range" ist ganz großes Kino mit erstklassigen Darstellern und tollen Bildern. Die DVD besticht durch glasklares Bild und feinsten Dolby Souround 5.1 Ton. An Bonusmaterial sind auf der Single Disc neben einem 12 minütigen Featurette noch einige Trailer zu sehen. Die Special Edition ist dagegen schon wesentlich üppiger ausgestattet. Mittlerweile habe ich auch meine Single DVD gegen die Special Edition getauscht und ich bin mehr als zufrieden. Tolle DVD Edition mit exzellentem Bonusmaterial.

Ich kann den Film nur jeden ans Herz legt, der Kino mit großen Bildern und Gefühlen liebt. Open Range" ist nicht nur für Western Fans ein absolutes Muss.
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TOP 1000 REZENSENTam 1. Juli 2004
Seine besten Jahre hat der Western schon lange hinter sich: Nachdem das uramerikanische Genre in den 30er bis 50er Jahren florierte, war die Western-Romantik spätestens Ende der 60er Jahre dahin.
Dann kam 1990 Kevin Costner und fügte mit "Der mit dem Wolf tanzt" dem längst tot gesagten Genre einen Meilenstein hinzu. Sieben Oscars gab's dafür, Costner schwebte im siebten Hollywood-Himmel - und stürzte dann böse ab.
13 Jahre lang Flop nach Flop. Und nun endlich das lang ersehnte große Comeback, ausgerechnet wieder mit einem Western! Als Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller von „Open Range" setzt Costner auf alle klassischen Zutaten des Westerns: Es gibt rechtschaffene Cowboys und Schurken; die einen bevorzugen die Wildnis, die anderen die Stadt. Und da ein korrupter Sheriff die guten Jungs um ihr Recht bringen will, sind sie zur Selbstjustiz gezwungen - High Noon auf der Dorfstraße.
So weit, so hundertfach gesehen. Modern ist an Costners Western der penible Realismus, mit dem dieses Geschichtskapitel erzählt wird. Da stecken die (übrigens ständig genüsslich qualmenden) Cowboys auch mal hüfthoch im Schlamm, um ihren Karren aus dem Dreck zu ziehen. Und durch die perfekt nachgebaute Western-Stadt fluten nach einem Wolkenbruch knietiefe Wassermassen.
Ja, das Leben im Wilden Westen war nicht grade komfortabel! Und noch was haben Costners Cowboys im Gegensatz zu Großpapa John Wayne: Gefühle, die sie irgendwann sogar äußern. Die Coolness kriegt dabei allerdings nicht wirklich Risse... Die Moral von der Geschicht' ist übrigens so zeitgemäß für die heutigen USA, dass es kaum Zufall sein kann, wenn in diesem Jahr noch so mancher Western auf das Publikum zu kommt: Eine tyrannische Herrschaft (wie die des Viehzüchters in „Open Range") muss notfalls mit Gewalt beseitigt werden. Für Ideale muss man zur Not auch sein Leben riskieren.
Fazit:
Wildwest-Romantik im Cinemascope-Format - Bilder zum Schwelgen und Sprüche zum Genießen. Wer rauchende Colts immer schon cool fand, wird begeistert sein.
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am 13. September 2004
Nach seinem Megaerfolg „Der mit dem Wolf tanzt" und dem futuristischen, aber leider zu unrecht gefloppten „Postman", nahm Kevin Costner nun bei „Open Range" ein drittes mal auf dem Regiestuhl Platz und liefert ein kleines Meisterwerk in wuchtigen Bildern.
Boss Spearman (Robert Duvall) und Charley Waite (Kevin Costner) sind sogenannte „Freegrazer" und ziehen mit Ihrer Rinderherde von Weide zu Weide ohne dabei eigenes Land zu besitzen. Ihnen zur Seite stehen der hünenhafte Mose und der erst 16jährige Mexikaner Button. Zusammen geniessen Sie den Traum von Freiheit und Abenteuer bis Sie in der Nähe des Städtchens Harmonville kampieren. Dort führt der Großrancher und Viehbesitzer Baxter (Michael Gambon) sein eisenhartes Regiment und dabei duldet er keine Fremden die sich auf dem Weideland vor der Stadt breit machen. Dies bekommt Boss Spearman mit seinen Männern auch zu spüren. Sowohl Mose als auch der niedliche Hund werden von Baxters Männern skrupellos ermodet und ganz nebenbei wird Button noch aufs übelste zugerichtet. Boss und Charlie bringen den schwerverletzten Jungen zum ansässigen Arzt. Dessen Schwester Sue (Annette Bening) verguckt sich in den wortkargen Charlie, doch dieser kann Ihre Gefühle nicht erwidern da er Sie versehentlich für die Frau des Doktors hält. Bevor es aber zum ersten Kuss der beiden kommen soll, beschliessen Charlie und Boss das Recht in die eigene Hand zu nehmen und auf der Hauptstraße in Harmonville kommt es zum erbitterten Showdown.
Kevin Costners Western ist eine liebevolle und bildgewaltige Hommage an die großen Klassiker wie „12 Uhr mittags" und kann auch mit den großen Vorbildern jederzeit Schritt halten. Der Regisseur nimmt sich sehr viel Zeit für seinen Film und das ist gut so, den das bringt uns die Charaktere von Charlie und Boss in der atemberaubenden Landschaft viel näher. Aus Motiven der großen Vorbilder hat Costner einen modernen Klassiker geschaffen welcher den Zuschauer auf eine imposante Reise zurück in den wilden Westen mitnimmt. Erst nach über 70 Minuten fällt das erste mal ein Schuss, was wohl eher untypisch für das Westerngenre ist aber trotzdem bietet „Open Range" alle klassischen Elemente des Cowboyfilms.
Leider wurde der Film an den Kinokassen nicht der finanzielle Erfolg der solch einem Werk würdig wäre, aber wie auch in anderen Fällen ist Qualität auch hier nicht an Einspielergebnissen zu messen. Costners Film ist ein wunderbarer Abgesang auf den Mythos des Wilden Westens und dessen Helden. Neben Produktion und Regie übernahm Kevin Costner zusammen mit Altstar Robert Duvall (Der Pate I und II) auch die Hauptrolle in seinem Film. In weiteren Hauptrollen sind unter anderem American Beauty Star Annette Bening, Michael Gambon als Großgrundbesitzer Baxton und James Russo als bestechlicher Sheriff zu sehen.
„Open Range" ist ganz großes Kino mit erstklassigen Darstellern und tollen Bildern. Die DVD besticht durch glasklares Bild und feinsten Dolby Souround 5.1 Ton. An Bonusmaterial sind auf der Single Disc neben einem 12 minütigen Featurette noch einige Trailer zu sehen. Die Special Edition ist dagegen schon wesentlich üppiger ausgestattet, doch wie so oft ist diese im Preis völlig überzogen.
Ich kann den Film nur jeden ans Herz legt, der Kino mit großen Bildern und Gefühlen liebt. „Open Range" ist nicht nur für Western Fans ein absolutes Muss.
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am 21. Juli 2005
Dieser Film zeigt, wie man eine schon hundertmal erzählte Geschichte auf neue Art erzählen kann. Open Range enthält alle Zutaten eines waschechten Western: Landschaft, Rinder, Pferde, die richtig bösen, käuflichen Halunken, den raffgierigen Großgrundbesitzer, den schlapp-korrupten Marshall, dann die wettergegerbten Rauhbeine mit gutem Kern, und schließlich die Frau, die einem der Rauhbeine als die begehrenswerteste aller Frauen erscheint und die er für sich zu gewinnen trachtet - das ist das Gerüst. Doch hinsichtlich des Films, um den es hier geht, wäre es böser Wille, die Sache damit abzutun. - Für die drei Menschen, die diese Geschichte tragen, sind die sogenannten besten Jahre vorbei, und die Vergangenheit hat jedem von ihnen ihren Stempel unübersehbar aufgedrückt. Jeder von ihnen hat bittere Erfahrungen auf seine Art verarbeitet - oder ist wie Charley Waite noch tief verstrickt in die Bewältigung seiner Vergangenheit. - Robert Duvall verkörpert als Ältester in jeder Sekunde glaubhaft die Überlegenheit des Alters, doch keineswegs als alles verzeihender Weißbart, sondern wenn es erforderlich ist, wird Boss Spearman aktiv und rammt einem Halunken seinen Gewehrkolben in die Seite oder schießt ihm Knopflöcher in die Jacke, wo eigentlich keine nötig sind; aber er dosiert seine Kräfte, er ist ein lebenserfahrerer, kluger Mann (und weil Robert Duvall ein sehr guter Schauspieler ist und sich mit Boss Spearman identifiziert, ist es eine ganz und gar ‚runde' und glaubhafte Vorführung). Ihm zur Seite reitet Charley Waite, eigentlich Charles Postelwaite, aber weil ihm dieser Name missfällt, hat er ihn ein wenig verändert, er ist für das Knappe, wie auch sonst. Was er nicht verändern kann, das ist seine Vergangenheit als Totschläger, als käuflicher Killer. Das liegt wie ein Schatten über ihm. Und als es sich einmal ergibt, dass er zu Spearman darüber spricht, ist es Nacht, Dunkelheit verdeckt ihn und seine Schande, an die er - wie er sagt - schon hin und wieder einen ganzen Tag lang nicht mehr zu denken braucht. Seine Vergangenheit, in deren Morast er zu versinken fürchtet, ist für ihn allgegenwärtig und verhaltensbestimmend; und dieser enorme moralische Druck, der auf der Figur des Charley Waite lastet, wird von Kevin Costner mit fast nichts an Bewegung und Mimik großartig dargestellt. Costner ist ein Vollblutschauspieler, dessen Stärke in der Zurückhaltung, der Minimierung, der Andeutung liegt; er weiß um das, was er spielt. - Die dritte wichtige Figur ist das ältere Fräulein Sue Barlow, die lebenstüchtige Schwester des Doktors der aufstrebenden Ansiedlung Harmonville. Es ist kaum vorstellbar, dass es eine bessere Schauspielerin als Annette Bening für diese Rolle gegeben hätte, ein wirklicher Glücksfall! Sue, die trotz Entsagung Aufrechte, und Charley, der durch sich selbst Niedergeschmetterte, gehören zusammen wie Licht und Schatten (wobei jeder beides ist in beeindruckendem Wechselspiel); in ihren gemeinsamen Szenen sind sie sich gegenseitig Spiegel, entzünden sich aneinander ohne die geringste Übertreibung - das ist große Schauspielkunst. Diese Szenen sind sparsam dosiert und sie sind kurz, alles gerade so, dass der Zuschauer innerlich nach mehr ruft, nach viel mehr davon! Nun, da zeigen sich Qualität des Drehbuches und der Regie, alles geht wunderbar Hand in Hand, unaufdringlich, wie natürlich, eben gekonnt. - Ungerecht wäre es, die anderen Schauspieler nicht zu erwähnen, die wie immer in Costners Filmen wie mit schlafwandlerischer Sicherheit als genau die richtigen ausgewählt worden sind. Und ganz besonders sollte Michael Gambon in der Rolle des Denton Baxter hervorgehoben werden. Gambon spielt seinen Part genau so großartig wie die drei Hauptdarsteller den ihren. Er ist der widerliche Neureiche, der das Recht allein auf seiner Seite sieht, und wenn das Recht nicht freiwillig zu ihm kommt, dann biegt er es sich hin, so wie er alles mit Unbarmherzigkeit und Mord in seine Richtung biegt. Dann aber, nach der allgemeinen klärenden Schießerei, liegt er als jämmerliches Bündel am Boden und bettelt um den Todesschuss. Gambons Schauspiel in dieser Szene ist meisterhaft; es zeugt von Selbstbewusstsein, dass er diese Rolle übernommen hat, und er hat dieses Selbstbewusstsein zu Recht. - Open Range ist ein Film für Erwachsene. Je mehr eigene Lebenserfahrung der Zuschauer mitbringt, umso besser wird er diesen Film verstehen können, denn das Entscheidende wird hier nicht sentimental breitgetreten, sondern auf großartige Weise angedeutet. Das ist der Grund dafür, dass man Open Range immer und immer wieder ansehen will, so wie man z. B. ein Musikstück oftmals hört, ohne dessen müde zu werden, sondern vielmehr mit dem Wunsch, noch tiefer in seine Geheimnisse einzudringen.
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am 23. Februar 2016
Charley Waite ( Kevin Costner) und Boss Spearman (Robert Duvall) treiben mit ihren Freunden Mose (Abraham Benrubi) und Button (Diego Luna) eine kleine Herde und geben sich dem Irrglauben hin, sie seien in einem noch unberührten Teil des Westens, wo das Gras satt und grün ist und die Rinder genug zu fressen haben. Die "Freegrazers", wie man sie nennt, werden aber bald eines Besseren belehrt: Als Charley und Boss in die nahe gelegene Stadt reiten, wird die Herde prompt von den Schergen des Großranchers Baxter (Michael Gambon) überfallen, Mose wird getötet und Button schwer verletzt. Der Hund, der mit Ihnen zieht, wird auch erschossen. Das ist die Ausgangslage! Die beiden bringen Button zum Arzt Doc Barlow (Dean McDermott), der eine Praxis zusammen mit seiner Schwester Sue (Anette Bening) betreibt. In der Stadt treffen sie auch auf den korrupten Sheriff Poole (James Russo). Rancher Baxter möchte die beiden und ihre Herde möglichst schnell außer Reichweite haben und unternimmt alles, um das mit Gewalt zu bewerkstelligen. Ohne auf weitere Einzelheiten einzugehen sei nur noch erwähnt, dass es so kommt, wie es kommen muss: Zu einem gnadenlosen Showdown nämlich! Regisseur Kevin Costner hat hier einen modernen Western geschaffen bei dem es an nichts fehlt. Herrliche Landschaftsaufnahmen, üble Rechtsbrecher und Stadtbewohner, die sich sehr schwer tun, selbst für Recht und Ordnung zu sorgen. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Trotz der 118 Minuten Laufzeit vergeht die Zeit wie im Fluge und man ist bis zur letzten Minute gefesselt. Ein spannendes Drehbuch und straffe Regie schaffen eine Atmosphäre, wie man sie sich in einem Western wünscht. Als Extras gibt es eine "Featurette" und einen Trailer. Bild (Technicolor) und Ton (Dolby Digital) sind sehr gut. Sprachen und Untertitel in Deutsch und Englisch.
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TOP 1000 REZENSENTam 26. April 2013
13 Jahre nach seinem Welterfolg "Der mit dem Wolf tanzt" sitzt Kevin Costner wieder als Regisseur und Hauptdarsteller im Sattel und kehrt zurück mit dem, was ihn berühmt gemacht hat - einem Western ! Dazwischen lag sein dritter großer Western "Wyatt Earp", bei dem er aber "nur" als Hauptprotagonist glänzte, Regie hatte hier sein Freund Lawrence Kasdan.

In "Open Range - Weites Land", zeigen Kevin Costner als "Charlie Waite" und sein Freund und Partner Robert Duvall als "Boss Spearmint" Cowboy-Romantik unter freiem Himmel und folgen dem Ruf der Wildnis. Sie ziehen mit ihren beiden Partnern, dem gemütlichen und sanftmütigen Riesen "Mose" und dem 16 Jahre jungen Mexikaner Button als sogenannte "Freegrazer" durch den Westen und treiben ihre Rinder über freies Weideland. Es ist ein hartes Leben, aber durch die Schönheiten der Natur um sie herum und ihrer Freundschaft untereinander, werden sie für diese Härten ausreichend entschädigt. Je mehr sie allerdings in besiedelten Gegenden auftauchen, sind sie manchen Landbesitzern ein Dorn im Auge. Vor allem, als sie das Reich des skrupellosen tyrannischen Ranchers Baxter (Michael Gambon) streifen, der das Örtchen Harmonville fest in seiner Hand hat. Er hasst die sogenannten "Freegrazer", also auch sofort die vier Cowboys, und läßt Mose und ihren Hund töten und auch der junge Baxter wird schwer verletzt. Die einzigen ehrlichen Menschen mit denen Charlie und Boss sich anfreunden, der Arzt des Ortes und seine Schwester Sue (großartig Annette Bening), in die sich Charlie verliebt, können Charlie und Boss kaum beistehen. Die beiden Freunde beschließen, das Recht von nun an selbst in die Hand zu nehmen, denn der koruppte Sheriff von Harmonville steht auf der Seite des Tyrannen...

Kevin Costner zeigt in "Open Range" bereits seine dritte herausragende Leistung in einem Western und ist mit Robert Duvall zusammen einer der Letzten ihrer Art, die, wie früher die großen Stars der 40iger bis 60iger Jahre, glaubwürdig im Genre Western zur Geltung kommen. Duvall hat ja schon genügend Westernerfahrung aus früheren Zeiten gesammelt, aber hier ist er besser als jemals zuvor. Beide glänzen in den ruhigen Passagen des Films, in denen man ihren gegenseitigen Respekt füreinander spürt, ihre Freundschaft zueinander auch in kleinsten Details bemerkt, die damit ihre langjährige Partnerschaft dokumentiert. Bei der zarten Liebesgeschichte mit der wundervoll agierenden Annette Bening, hat Costner hervorragende Szenen (Charlie zu Sue: "Darf ich dich jetzt küssen?...Ich werde dir Tausende davon geben - solange ich lebe...), ebenso Duvall, dem man ansieht, wie sehr er sich für seinen Freund freut.
Bei dem seltenen, langen, explosiven Showdown am Ende, was man in der Art so seit "Wild Bunch" nicht mehr gesehen hat, zeigen dann beide, dass sie in früheren Zeiten nicht immer nur brave Cowboys gewesen sein können...(Charlie zu Boss bei der Eröffnung des Infernos: "Ich hab kein Problem einen umzulegen...hatt ich nie...egal was sie machen...du schießt mit deiner Schrotflinte mitten in sie rein...den Rest erledige ich"...)

Kevin Costner gibt mit seinen Western den vielen Westernfreunden die Erinnerung an die großen Filme dieses einst so beliebten Genres zurück - Deshalb wird man sich auch an "Open Range" immer gerne erinnern.

Die Super-Bildqualität der blauen Scheibe, prachtvolles 2.35:1, und ein grandioser DTS-HD 6.1 High Resolution-Ton, lassen keine Wünsche offen und die "Special Features" begeistern genauso:
Audiokommentar Kevin Costner - Featurette "Amerikas Open Range" - Making Of - Entfernte Szenen - "Broken Wagon" Videoclip - sind absolute Höhepunkte dieser edlen Scheibe!

Diese Rezension wurde am 25.02.2016 neu erstellt!
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TOP 1000 REZENSENTam 8. September 2004
Nach dem riesigen künstlerischen Erfolg des Indianerfilms "Der mit dem Wolf tanzt" musste man den Niedergang Costners mit den Nullnummern "Waterworld" und "Der Postmann" mitverfolgen.
Nun ist er wieder da mit dem Genre, das ihm wohl am besten liegt - dem Western.
Abgesehen vom Showdown, der ein bisschen zuviel Geballere und zuviel Liebesschwüre zeigt, ist ihm ein grosser Film geglückt.
In epischer Breite und mit einer wohltuenden Ruhe baut der Film seine Geschichte auf - vier ziemlich unterschiedliche Cowboys sind mit ihrem Vieh in der weiten Prärie unterwegs - das ist ihr Zuhause. Wandervögel sozusagen und mit einer kauzigen Sympathie ausgestattet. Boss und Ersatzvater für die drei jüngeren ist Robert Duvall. Ein Wahnsinnsschauspieler (unbedingt empfehlenswert seine eigene Regiearbeit "Apostel").
Die herrliche Idylle mit tollen Landschaften, herzlichen Dialogen wird bald gestört, denn einem sesshaften Viehbaron sind die Vier ein Dorn im Auge. Er will die Tiere der Cowboys, weil er nichts übrig hat für Landstreicher, deren Vieh gutes Weideland abgrasen. Soweit so gut, der Streit eskaliert, weil der Rancher zu immer mehr härteren Bandagen greift. Es geht um Leben und Tod...um Ehre, um Mut, auch um Männerrituale.
Der Kampf beginnt und was für einer. Costner verliebt sich zwischendurch in die Schwester des Arztes, bei dem sie während der Kämpfe Dauergast sind. Schöne Poesie in den Dialogen der beiden, auch wenn (aber vielleicht gehört das zur Besonderheit des Films) sie sich in mehreren Sequenzen die Liebe gestehen.
Fazit: Sehr viel westerntypisches, teilweise auch liebevolle alte Klischees - aber es wird immer warm ums Herz, weil wir die Helden mögen und mit ihnen mitfiebern und weil wir wollen, dass sie die "Bösen" besiegen.
Ich habe diesen Film genossen.
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