Kurzbeschreibung
Da staunte die Konkurrenz: Opel, in den 30ern eher auf die Unter- und Mittelklasse spezialisiert, präsentierte 1937 zur Berliner Automobilausstellung ein neues Oberklasse-Modell, den Admiral. Der im folgenden Jahr gezeigte Kapitän mit kleinerem Sechszylinder rangierte in der Hierarchie eine Stufe darunter, war aber der erste Sechszylinder, der nach dem Krieg vom Stapel lief. 1964 stimmte die Rangordnung wieder: Der Admiral übernahm das Kommando über Kadetten und Kapitäne, stand aber nicht länger alleine auf der Brücke: Den Kurs bestimmte der Diplomat mit dem dicken Chevrolet-V8-Aggregat. Leider gehörten die Rüsselsheimer Seebären zu den Blauen Jungs, sie gönnten sich zu viel vom hochoktanigen Saft, so dass sie in der Ölkrise der 70er in den Ruhestand versetzt wurden. Was bleibt, ist die Erinnerung an feine Wagen und jede Menge Seemannsgarn in Form von Prospekten und Anzeigen.
Über den Autor
Martin P. Roland, gelernter Journalist, ist Spezialist für die deutschen Brot-und-Butter-Autos der Nachkriegszeit. Nach seinem Abstecher zu Borgward (ISBN 3-613-87215-3) kehrte er nun zurück nach Rüsselsheim.