Opa ist ein alter gebrechlicher Mann, der im Hospiz liegt und von seinem Enkel Besuch bekommt. Frei nach dem Motto "Mir konnte keiner was!" erzählt Opa seine Lebensgeschichte. Dabei offenbart sich dem Leser szenisch in Bildern, das Opa Zeit seines Lebens einen tatkräftigen Schutzengel an seiner Seite hatte. Opa und sein Enkel, der den Engel "erbt" bleiben unwissend, doch der Leser weiß, wie's um Opa wirklich bestellt war...
Opas Engel ist ein wahres Geschenk an den deutschen Buchhandel und sein Lesepublikum. Ein Buch dem sowohl Groß als Klein auf vielfältige Weise etwas abgewinnen können. Sei es in Phasen der Trauer, der Depression oder ähnlich unbehaglichen (Gefühls-)Zuständen, Opas Engel suggeriert dem Lesenden: Du bist nicht allein und schaffst das schon!
Das Buch eignet sich meiner Meinung nach für alle im lesefähigen Alter von 6-99. Es wächst mit einem. Kindern unzumutbare Informationen entfalten sich erst mit zunehmenden Alter, da sie vorwiegend chiffriert in Erscheinung treten: So zum Beispiel als Opa-Junior einen Nazi (Hakenkreuz-Binden-Träger) provoziert. Kinder, denen das Thema Nationalsozialismus fremd ist, erkennen in dem Mann vorläufig den Fieslig erst später, wenn sachkundig die Verbindung Hakenkreuz = Nazi hergestellt wird, eröffnet sich auch dieses Thema.