Pressestimmen
"Eine Sache ist es, die Freiheit zu benutzen, die Henry Miller oder Celine zeigten, und eine ganz andere, es wie Filloy vor ihnen getan zu haben." (Bernardo Verbitsky)
Kurzbeschreibung
Buenos Aires, 30er Jahre. Der finnische Statistiker Op Oloop führt ein streng reglementiertes Leben zwischen teuren Restaurants, türkischem Bad und Freudenhäusern. Doch am 22.4.1934 wird alles anders: Eine winzige Abweichung in Op Oloops Tagesablauf bewirkt, dass er entgegen seiner akribischen Pünktlichkeit wenige Minuten verspätet auf seiner Verlobungsfeier erscheint und damit einen turbulenten Wettlauf gegen die Zeit und das Schicksal einläutet.
Dieser Roman beschreibt minutiös den Verlauf dieses einen Tages im Leben der Hauptfigur, dessen geregelter Ablauf durch eine winzige Abweichung gestört wird. Auf seinen Irrwegen durch Buenos Aires durchlebt Op Oloop unterschiedlichste Szenarien bis hin zu dem Festmahl anlässlich seines Junggesellenabschieds, bei dem sich sein skurriler Freundeskreis ein Stelldichein gibt, um den bevorstehenden 1000. Bordellbesuch des Romanhelden zu feiern. Selbst sein Liebesleben hält dieser nämlich - ganz Statistiker - in Listen und Tabellen fest. Über den Roman sagte Filloy selbst: "Op Oloop ist zu 80% Filloy." Tatsächlich pflegte auch der Autor einen sehr geordneten und regelmäßigen Lebensstil, stand immer zur gleichen Zeit auf, schrieb am liebsten am frühen Morgen, trank zum Essen stets die gleiche Menge Wein, gönnte sich jeden Tag eine Siesta und verhehlte auch nie, dass er vor seiner Hochzeit ein regelmäßiger Bordellbesucher gewesen war.
Dieser Roman beschreibt minutiös den Verlauf dieses einen Tages im Leben der Hauptfigur, dessen geregelter Ablauf durch eine winzige Abweichung gestört wird. Auf seinen Irrwegen durch Buenos Aires durchlebt Op Oloop unterschiedlichste Szenarien bis hin zu dem Festmahl anlässlich seines Junggesellenabschieds, bei dem sich sein skurriler Freundeskreis ein Stelldichein gibt, um den bevorstehenden 1000. Bordellbesuch des Romanhelden zu feiern. Selbst sein Liebesleben hält dieser nämlich - ganz Statistiker - in Listen und Tabellen fest. Über den Roman sagte Filloy selbst: "Op Oloop ist zu 80% Filloy." Tatsächlich pflegte auch der Autor einen sehr geordneten und regelmäßigen Lebensstil, stand immer zur gleichen Zeit auf, schrieb am liebsten am frühen Morgen, trank zum Essen stets die gleiche Menge Wein, gönnte sich jeden Tag eine Siesta und verhehlte auch nie, dass er vor seiner Hochzeit ein regelmäßiger Bordellbesucher gewesen war.
Klappentext
Buenos Aires, 30er Jahre. Der finnische Statistiker Op Oloop führt ein streng reglementiertes Leben zwischen teuren Restaurants, türkischem Bad und Freudenhäusern. Doch am 22.4.1934 wird alles anders: Eine winzige Abweichung in Op Oloops Tagesablauf bewirkt, daß er entgegen seiner akribischen Pünktlichkeit wenige Minuten verspätet auf seiner Verlobungsfeier erscheint und damit einen turbulenten Wettlauf gegen die Zeit und das Schicksal einläutet.Der Roman Op Oloop beschreibt minutiös den Verlauf dieses einen Tages im Leben der Hauptfigur, dessen geregelter Ablauf durch eine winzige Abweichung gestört wird. Auf seinen Irrwegen durch Buenos Aires durchlebt Op Oloop unterschiedlichste Szenarien bis hin zu dem Festmahl anläßlich seines Junggesellenabschieds, bei dem sich sein skurriler Freundeskreis ein Stelldichein gibt, um den bevorstehenden 1000. Bordellbesuch des Romanhelden zu feiern. Selbst sein Liebesleben hält dieser nämlich ganz Statistiker in Listen und Tabellen fest. Über den Roman sagte Filloy selbst: Op Oloop ist zu 80% Filloy. Tatsächlich pflegte auch der Autor einen sehr geordneten und regelmäßigen Lebensstil, stand immer zur gleichen Zeit auf, schrieb am liebsten am frühen Morgen, trank zum Essen stets die gleiche Menge Wein, gönnte sich jeden Tag eine Siesta und verhehlte auch nie, daß er vor seiner Hochzeit ein regelmäßiger Bordellbesucher gewesen war.
Umschlagtext
Eine verspätete Entdeckung, der geheime Klassiker Argentiniens von dem Autor dreier Jahrhunderte. Sigmund Freud lobte den Roman als beste Darstellung der inneren Psyche eines potentiellen Selbstmörders.
Über den Autor
Juan Filloy starb im Juli 2000 im Alter von 105 Jahren in der Provinz Cordoba in Argentinien. Neben zahlreichen argentinischen Preisen erhielt er u. a. das italienische Verdienstkreuz und die Ernennung zum "Chevalier des Arts et des Lettres" durch Jack Lang. Sein Gesamtwerk umfasst über 40 Titel und knapp 14.000 Palindrome.
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
"10.00. Es schlug zehn. Er hatte schon alle Einladungen geschrieben. Nur den Umschlag der letzten mußte er noch aufsetzen, für seinen intimsten Freund: Piet Van Saal. Doch eine große Kraft hielt ihn davon ab. Etwas wie bleierne Krallen legte sich auf seine Schultern und zog ihn von seinen Pflichten fort. Er blieb lange Zeit mit dem Kopf gegen die Rückenlehne des Drehstuhls gelehnt sitzen. Die Schlaffheit schien ihm einen Bart wachsen zu lassen. Später öffnete er sanft die Augen, und als wolle er die Müdigkeit täuschen, näherte er seinen Oberkörper langsam wieder dem Schreibtisch. Er blickte nach links und rechts, voller Vorsicht - wie jemand, der eine Schandtat im Sinn hat -, und nahm die Feder. Doch er konnte nicht mehr schreiben als das S von Senor. Ein schlankes und elegantes S in Form eines Schlachterhakens. Und an ihm hängte er das Fleisch auf: seine Ermüdung, und die Seele: seinen Überdruß ..."
Auszug aus Op Oloop. von Juan Filloy. Copyright © 2002. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
10.00. Es schlug zehn. Er hatte schon alle Einladungen geschrieben. Nur den Umschlag der letzten mußte er noch aufsetzen, für seinen intimsten Freund: Piet Van Saal. Doch eine große Kraft hielt ihn davon ab. Etwas wie bleierne Krallen legte sich auf seine Schultern und zog ihn von seinen Pflichten fort. Er blieb lange Zeit mit dem Kopf gegen die Rückenlehne des Drehstuhls gelehnt sitzen. Die Schlaffheit schien ihm einen Bart wachsen zu lassen. Später öffnete er sanft die Augen, und als wolle er die Müdigkeit täuschen, näherte er seinen Oberkörper langsam wieder dem Schreibtisch. Er blickte nach links und rechts, voller Vorsicht wie jemand, der eine Schandtat im Sinn hat , und nahm die Feder. Doch er konnte nicht mehr schreiben als das S von Señor. Ein schlankes und elegantes S in Form eines Schlachterhakens. Und an ihm hängte er das Fleisch auf: seine Ermüdung, und die Seele: seinen Überdruß. Op Oloop hatte sich gerade einmal mehr davon überzeugt, daß es nicht möglich ist, sich selbst untreu zu sein. SONNTAG: VON SIEBEN BIS ZEHN SCHREIBEN, lautete die Regel. Wenn das Leben wie eine Gleichung geordnet ist, kann man die mathematischen Zusammenhänge nicht außer acht lassen. Er war nicht dazu in der Lage, irgendeinen Verstoß gegen die festgelegten Normen zu begehen; nicht einmal zu dem äußerst geringen graphischen Verstoß, Namen und Anschrift auf einen bereits begonnenen Umschlag zu schreiben. Ich werde ihn persönlich übergeben, tröstete er sich. Op Oloop, bedächtiger Henker jeglicher Spontaneität, war bereits die Methode in persona. Die zum Wort gewordene Methode. Die Methode, die Illusionen, Gefühle und Willensäußerungen tiefgründig kanalisiert. Die schon verinnerlichte Methode, die das Aufbäumen des Geistes und die Bocksprünge des Fleisches vermeidet. Wie war ihr rhythmisches Auf und Ab zu unterbrechen? Wie ihr gewohnheitsmäßiger Fluß abzuändern?