Endlich mal wieder ein Album von Dionne Warwick, das von Anfang bis Ende gelungen ist. Leicht swingend, ein bisschen Bossa Nova, ein bisschen Jazz- alles ist dabei und alles ist gut. Dionne Warwick singt so gut wie seit Jahren nicht mehr und hat noch nicht mal irgendwelche Backgroundsänger an Bord. Dieses Album ist Dionne pur. Wer nun befürchtet, das Ganze sei so weichgespült wir ihr "Dionne sings Cole Porter"- Album, dem sei gesagt: hier gibt es keine künstlichen Sounds, alles ist echt und sehr gut gespielt. Ich finde es super, dass hier die Entertainerin Warwick zeigt, wie man solche Songs auch mit reifer gewordener Stimme singen kann. Das verleiht dem Material an einigen Stellen eine gewisse Melancholie, so wie bei "Pocketful of Miracles". Da weiß jemand mit seinen 70 Jahren, worüber er (in diesem Falle natürlich: sie) singt. Wer leichten Swing mag und sich mit leichten lateinamerikanischen Rhythmen anfreunden kann, der liegt hier genau richtig. Eigentlich würde ich das Album schon fast als Comeback bezeichnen wollen, denn so gut wie hier war Dionne Warwick schon lange nicht mehr.