Vor über 20 Jahren habe ich David Qualey nach einem Konzert einmal persönlich kennenlernen können, und da hat sich für mich bestätigt, was ich auch in seiner Musik finde: einer, dem die Musik nicht zur arroganten Selbstdarstellung dient, einer, bei dem Musik singen muss. Da ich selbst Gitarre spiele, beobachte ich schon mehrere Jahrzehnte, wie klar gerade bei diesem Instrument die Linie zwischen Künstlern und Handwerkern zu ziehen ist. Viele der hoch gehandelten Konzertgitarristen sind tolle Techniker, aber Ihre Eigenkompositionen sind meist nur wenig lebendig, überfrachtet mit fingerfertigen Spielereien, die einmal faszinieren und das zweite Mal schon langweilen.
David Qualey ist ein Künstler - im besten Sinne des Wortes. Seine Musik lebt, erzählt, atmet. Es sind alles Gedichte, denen man die Sensibilität ihres Schöpfers anmerkt. Die Stücke dieser CD geben Zeugnis genau davon, und ich denke, es ist Davids bestes Album. Da findet sich alles, was die Konzergitarre an Emotionen zu bieten an: Besinnliches, Trauriges, Fröhliches und Stürmisches. Es macht keine Sinn, einzelne Stücke herauszuheben, weil jedes SEINE Geschichte erzählt. Wer gerne Gitarre hört, kommt an David Qualey nicht vorbei.