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Kundenrezensionen

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am 23. März 2014
Es ist schon erstaunlich, wie sehr manche Rezensenten die Symbolik und Metaphorik von „Only God Forgives“ nicht wahrnehmen und nicht sehen wollen. Dabei ist eben diese eigentlich ohne allzu große Fantasieanstrengungen greifbar. Allein der Titel des Films sollte bei kurzem Nachdenken über das Gesehene einiges klarmachen. Das setzt allerdings voraus, dass man bereit ist Gehirn und Fantasie anzustrengen und den Film nicht nach 20 Minuten auszuschalten (was nebenbei jedem freisteht – eine fundierte Meinung kann man mMn dann allerdings eher weniger fällen). Das Credo lautet daher frei nach „The Prestige“: Sehen Sie auch genau zu?

Richtig, „Only God Forgives“ ist ein Film, über den man nochmals nachdenkt und nachdenken sollte. Und wenn man zum Schluss kommt, dass der Film prätentiös, selbstherrlich und über alle Maßen brutal ist und man ihn deswegen schlecht findet, ist das ok. Gerade hinsichtlich der expliziten, fetischistischen Brutalität kann man viel kritisieren und für mich geht es, trotz Nicolas Winding Refns bekanntem Faible für Gewalt, an einigen Stellen schlicht zu weit. Bei der überwiegenden Mehrheit der negativen Rezensionen muss man allerdings sehr genau nach substanziellen Gründen für die schlechte Bewertung suchen. Dass er nicht dem Geschmack entsprach, gehört nicht in diese Kategorie.

Die Symbolik mancher Szenen ist tatsächlich nur schwer zu verstehen, wenn man den Film nach einer halben Stunde abstellt. Als Beispiel seien hier nur die unzähligen Einstellungen von Julians Händen genannt, deren Bedeutung dem Zuschauer erst gegen Ende des Films in ihrer Gänze bewusst wird. Kennt man diese Szene nicht, ist es kein Wunder, dass man über diese Szenen wie auch die Traumsequenzen und deren Bedeutung für den Plot stolpern wird.
Refn war schon immer gut darin bis aufs Äußerste zu polarisieren. Man liebt oder hasst seine Filme, berühren tun sie den Zuschauer so oder so. „Only God Forgives“ ist anders, in jeder Hinsicht. Er ist anders, als das generische Hollywood-Kino, er ist anders als die meisten Rachethriller und er ist anders als „Drive“. Denn ehrlich gesagt lässt der Film „Drive“ wie Mainstream aussehen. Wer sich darüber beklagte, dass Ryan Gosling in „Drive“ zu wenig redete, der wird nachdem er „Only God Forgives“ gesehen hat denken, dass Herr Gosling in „Drive“ eine komplette Lesung von „Krieg und Frieden“ veranstaltet hat. So ist das eben, wenn die (vermeintliche) Hauptfigur in 90 Minuten nicht mal 20 Sätze von sich gibt. Gerade dieser Reduktionismus und die Langsamkeit der Erzählweise setzt sich erfrischend von vielen anderen Filmen ab.
Beim Punkt Charaktere und Handlungsverlauf stoßen vermutlich viele auf Probleme. Und zwar nicht, weil es keine Handlung gäbe, diese langweilig oder schlecht sei (das mag jeder für sich selbst entscheiden). Der Plot wird dem Zuschauer eben nicht wie ein roter Teppich vor den Füßen ausgebreitet und es erfordert vermutlich eine Anpassung der Sehgewohnheiten.

Man sollte also wissen, was einen hier erwartet – und das ist eher das, was man von aus Filmen wie „Walhalla Rising“ kennt. Stilistisch und visuell ist der Film eine Augenweide und besitzt unglaublich gute Szenen, in denen das Spiel von Licht und Schatten im Verbund mit Farben auf eine Art und Weise Wirkung entfaltet, das man sich niederknien möchte. Der Soundtrack von Cliff Martinez ist, wie schon bei „Drive“, großartig und unterstützt die mal subtile, mal aufgeladene Atmosphäre außergewöhnlich gut. „Only God Forgives“ ist stilistisch mit seiner Ecstasy-für-die-Augen-Ästhetik, die mich irgendwie an "Enter the void" erinnert, absolut outstanding, zeitlos und gehört in dieser Hinsicht zum interessantesten, was ich 2013 gesehen habe.
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am 31. Juli 2013
Update, 04.08.13

"Der Film ist einfach schlecht, weil er anders ist. Selbst wenn er gut wäre, ist er ja immer noch anders und somit wieder schlecht."

Nicolas Winding Refn muss dem Mainstream ordentlich ans Bein geschifft haben, denn in der Tat, "Only God Forgives" ist anders. Ganz anders. Thomas Anders. Die "Drive"-Fans fühlen sich hintergangen, weil sie eben keinen "Drive"-Abklatsch in Bangkok aufgetischt kriegen. Generation "Gefällt mir" hat schon nach 20 Minuten keine Lust mehr der konfusen und anstrengenden Erzählstruktur zu folgen und wieder andere würden Regisseur Refn für seinen nächsten Teil seiner ermüdenden Stummfilmsaga am liebsten gleich an die Gurgel springen. Gibt es in diesem Film doch leider:

- kaum bis gar keine Dialoge
- keine Identifikationsfiguren
- merkwürdig agierende Schauspieler
- eine öde Rachegeschichte und
- einschläfernde Kamerafahrten durch egale Innenareale, in denen egale Typen egale Sachen machen

"Only God Forgives" ist ein audiovisuelles Erlebnis. Refn begreift das Medium "Film" stets als Kunstform und behandelt das elementare "Wie" in all seiner möglichen Ausdruckskraft. Kamera, Schnitt, Farbe, Licht, Schatten und Musik verschmelzen hier zu einer surreal anmutenden Ästhetik, welche man in dieser Form selten zuvor gesehen hat. Prominentestes Beispiel dafür wäre wohl noch Gaspar Noés "Enter the Void", wenn es dort heißt: "Dies ist kein Film, sondern ein Trip. Acid für die Augen".

Ähnlich ist es auch hier, wenn man denn wenigstens für 90 Minuten dazu in der Lage wäre, offen für neue Seh- und Denkräume zu sein. Dann könnte vielleicht sogar auffallen, dass "Only God Forgives" seine Tristesse mit komplexen Themen füllt, die man in seiner augenscheinlichen Leere erst entdecken muss. In einer pessimistischen Welt gibt es keinen Platz für strahlende Helden; keine Figuren, die wir sympathisieren oder bewundern sollen. Vielmehr sind sie bloß Schablonen von Seelenkrüppeln, die wir durch ein ebenso hoffnungslos verdorbenes Milieu begleiten. Wenn der Polizist Chang beispielsweise zwischen bestialischen Gewaltakten immer noch Zeit findet in einer Karaokebar ein paar schnulzige Popsongs zu trällern, dann ist das wohl ein "Abgesang" auf eine mehr als verkorkste Gesellschaft - überhaupt nicht deplatziert, sondern geradezu zynisch der Unschuld in Person dabei zuzusehen. Großartig!

Aber in Zeiten, wo das Kino irgendwo zwischen Michael Bay`ischer Zerstörungswut und quietschbuntem Blockbuster-3D-Comic-Kitsch zu versacken droht, verlangt "Only God Forgives" wohl zuviel von seinen Zuschauern und lässt diese ebenso verärgert, wie desillusioniert zurück. Dabei sind wir Zuschauer es, die endlich mal wieder die Möglichkeit haben, uns die nötigen Gedanken selbst zu machen, anstatt diese wie in jeder x-beliebigen Hollywood-Produktion auf dem Silbertablett serviert zu bekommen. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie "2001: A Space Odyssey" wohl heute aufgenommen worden wäre (Was sollte dieses endlos lange Intro mit den Affen? Und wieso fliegt da ein Knochen durch die Luft und wir befinden uns auf einmal im Weltraum?).

Schließlich bleibt ein Film, der gerne missverstanden wird: Er ist langsam, aber nie träge, leise, aber nie stumm. Aus welchem Blickwinkel man ihn auch immer betrachten mag, eine Sache lässt sich nicht verleugnen: "Only God Forgives" wird wohl der am kontroversesten diskutierte Film in diesem Jahr sein und ist dabei in seiner stilistischen Perfektion vor allem eins: zeitlos.
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am 11. November 2015
Nicolas Winding Refn hat mit diesem Film einen Haufen Leute verärgert zusammen mit Ryan Gosling hatte er mit Drive auch größere kommerzielle Erfolge in den letzten Jahren.
"Only God Forgives" errinert mich von seinen bisherigen Filmen allerdings am ehesten noch an "Bleeder", auch wenn die Filme sonst gar nix miteinander zu tun haben.

"Kunstfilm" wird die letzten Jahre vielleicht inflationär benutzt aber dieser Film hier ist vielfach eher symbolisch gehalten und mangels großartiger Dialoge ist das ein Drops der für viele der hier mehr "Unterhaltung" erwartet hat eher schwer zu schlucken, zumal die Gewaltdarstellungen hier jetzt auch nicht gerade was für den "fröhlichen" Mainstream Actionfilm-Konsument sondern tatsächlich brutal sind und mir Urängsten spielen.
Dazu noch das "schräge" Setting in Thailand mit lokalen Schauspielern, tlw. minutenlange Kamerfahrten im Halbdunkel.

Der Film ist sicher kein Meilenstein, aber das "heutzutage" sowas noch gebracht und gedreht werden kann zwischen dem ganzen Einheitsbrei macht ihn doch auf seine Art wieder herausragend, und so muss das auch sein.
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am 27. April 2014
Nicolas Winding Refn erschuf mit "Only God Forgives" eine Gewaltoper sondergleichen, die meiner Ansicht nach absolut zu unrecht im Kino sehr wenig Beachtung geschenkt wurde. In den Straßen Bangkoks erwacht ein blutrünstiges sowie prätentiöses Monster der Selbstdarstellung zum Leben, das sich am Ende in endloser, unerträglicher Leere verliert.

Eigentlich klingt die Geschichte nach einem ziemlich wüstem Genre, und doch erzählt sich dieser verblüffende Film nicht über den Plot, sondern nur über die Ästhetik. Das fängt schon beim Schauspiel an: Keiner der Darsteller zeigt die geringste Mimik, kaum einer spricht, und alle bewegen sich mit provozierender Langsamkeit, die Refn auch noch in Slow-Motion filmt. Die zerdehnte Körpersprache ist nicht nur Ausdruck der meditativen Spiritualität, aus der heraus hier rituell getötet wird. Die Regungslosigkeit, in der die Protagonisten mehr erscheinen als auftreten, lässt sie wie Traumbilder wirken.

Der Film ist oft von schwer erträglicher Brutalität ; am unheimlichsten aber sind die scheinbar harmlosen Bilder. Jede einzelne der meisterlichen Einstellungen ist dabei unerträglich schön. Auch die Besetzung ist perfekt – von Kristin Scott Thomas bis hin zu Ryan Gosling in der Hauptrolle.

Das Bild und der Ton der blu ray sind von herausragender Qualität. Klare, satten Farben, scharfe Bilder in Nähe und Ferne.

Die blu ray erhält man in einem hochwertigen Mediabook, für Sammler bestens geeignet. Als Bonus liegt dieser Edition auf einer zweiten Disc die Dokumentation "NWR - Die Refn-Doku" bei. Für Fans dieses Film sowie des Regisseurs Nicolas Winding Refn ist diese Doku durchaus mal einen Blick wert. Desweiteren wurde in das Mediabook ein Booklet eingeklebt. Das Booklet enthält u. a. Interviews, Filmografien und verschiedenste Fotografien aus dem Film. Als besonderes Highlight liegt außerdem noch ein stylishes Poster bei.

Fazit:

Eine Gewaltoper sondergleichen. Aber auch ein echtes Meisterwerk. Und das in einer klasse Sammleredition. Absolut zu empfehlen!
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am 25. Mai 2016
Vorweg.. NWR hat sich im Vorhaben ein abstraktes Kunswerk zu erschaffen leider übernommen..
Der Film ist dennoch ein optisches Spektakel, dass zum Nachdenken anregt.. Sehr geile Bilder und super Score.. Story ist krank und genau deswegen super.. Schauspielerische Leistungen top..
An jeden dem der Film nicht gefällt: Befasst euch im Nachgang mal damit was der Regisseur überhaupt gemeint hat.. Dann gehen euch die Augen auf..
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am 26. Mai 2014
Julian (Ryan Gosling) betreibt in Bangkok gemeinsam mit seinem Bruder Billy einen Boxclub. Doch nicht nur sportlichen Interessen wird hier nachgegangen, auch mit Drogen wird gehandelt. Der Club dient nur als Tarnung für ein Familien-Unternehmen, deren Leitung der Mutter der beiden Brüder in den USA unterliegt. Eines Tages tötet Billy eine sechzehnjährige Prostituierte auf brutalste Art mit seinen bloßen Händen. Der Vater des Mädchens, der zugleich ihr Zuhälter war, tötet Billy daraufhin auf dieselbe Weise im Auftrag seines Bosses Chang (Vithaya Pansringarm) eines Polizisten. Mutter Crystal (Kristin Scott Thomas) reist aus den Staaten an um ihren Sohn zu identifizieren. Sie erteilt Julian den Auftrag Rache zu üben. Aber Julian ist nicht aus dem gleichen Holz wie sein Bruder geschnitzt, auch wenn er die gleiche innere Leere wie dieser verspürt. Er ist es gewohnt von seiner Mutter gedemütigt zu werden, wehrt sich nicht dagegen, handelt ausschließlich aus inneren Impulsen heraus, agiert nur sporadisch, ist allerdings ebenfalls zu äußerster Brutalität fähig. Seine selbstzerstörerische Kraft findet in Lt. Chang ein willkommenes Ventil.

Auf die Frage hin, worum es denn in seinem nächsten Film gehen würde, antwortete Nicolas Winding Refn nach seinem künstlerischen wie kommerziellen Durchbruch mit DRIVE (2011), es gehe um einen Mann der sich mit Gott anlegt. Die Hauptrolle bekleidet wie im Vorgängerfilm Hollywoods Hot Shot Nr. 1 Ryan Gosling, Handlungsort ist Bangkok. So weit, so interessant. Die Premiere des neuen Werkes fand wieder bei den Filmfestspielen von Cannes statt, wo DRIVE seinerzeit frenetisch bejubelt wurde. Doch diesmal ging der Schuß nach hinten los, ONLY GOD FOGIVES fiel komplett durch. Etwas das verwundert, setzt man sich mit dem filmischen Schaffen von Nicolas Winding Refn auseinander.

ONLY GOD FORGIVES ist ein reinrassiger Refn wie er typischer nicht sein kann. Der Regisseur profiliert sich mit seinem ganz auf Atmosphäre ausgerichteten Werk einmal mehr als der legitime Erbe Stanley Kubrick's dessen kalte Sterilität er ins einundzwanzigste Jahrhundert gerettet hat. Es ist ein Film der Schauplätze, Farben und Töne, der sich um den Inhalt, eine simple Rachegeschichte wenig schert, dem die Stimmungen wichtiger sind. Ein Film der, und das eint ihn mit DRIVE, von einer berückenden Langsamkeit ist, der sofort gefangen nimmt, den Zuschauer anzieht und zugleich abstößt. Eine Herausforderung wie WALHALLA RISING (2009) und BRONSON (2008), ein ebensolches Experiment mit surrealer Note von einem Regisseur der längst seinen Stil gefunden und ausdefiniert hat. Man darf nun gespannt sein was Refn als nächstes serviert, der mit ONLY GOD FORGIVES einmal mehr bewiesen hat, das er zu den spannendsten Regisseuren der Gegenwart gehört.

Fazit: Refn beweist einmal mehr seine ganze Klasse mit einem Werk von nachhaltiger Irritation.
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am 16. Juni 2014
Da der Film von vielen eine schlechte Kritik erhalten hat, habe ich beschlossen,
Selbst eine Rezension zum Film zu schreiben.

Als erstes kurz etwas zu Blu-ray: Auf dieser sind zwei Fassungen des Films enthalten,
Eine TV- und eine Kino-Fassung; in der Kino-Fassung sind die Dialoge teils in Japanisch?!,
Um den Charakter des Filmes zu stärken, in der TV-Fassung hingegen auf deutsch, was für
Das Verstehen des Filmes auf jeden Fall hilfreich ist, oder man nutzt deutsche Untertitel.

Jetzt zum Film selbst: Über die Bildqualität lässt sich nichts negatives sagen, einfach gestochen
Scharf!
Der Film selbst ist absolut kein Film für die Masse, denn er ist insgesamt schon sehr speziell:
Das fängt schon mit den Dialogen an, die kaum vorhanden sind, besonders der Hauptdarsteller
Ist mehr als schweigsam;
Auch der Stil des Films ist anders: Er setzt besonders auf Bilder und Musik, auch ist die Kameraführung
Eher ruhig
Brutalitäten werden klar gezeigt, um die harte Realität zu veranschaulichen.
Die Schauspieler sind gut gewählt, besonders "die Mutter" kann zusammen mit
"ihrem Sohn" überzeugen.

Der ganze Film geht in Richtung Arthouse-Kino, wie auch "No Country for old man", und ich kann ihn nur empfehlen:
Zwar ist er nichts für jeden, aber es lohnt sich auf jeden Fall, ihn gesehen zu haben!
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am 12. Januar 2014
Nur wenige Filme setzen sich durch den Einsatz filmischer Mittel deutlich vom Mainstream ab. Dazu gehören für mich u.a. die Werke von Darren Aronofsky und David Lynch, die auf ihre Art immer ein mysteriöses Ereignis sind.
"Only God forgives" kannte ich nicht aus dem Kino, sondern griff eher zufällig in der Hoffnung auf eine etwas andere Geschichte danach. Und das habe ich nicht bereut- ganz im Gegenteil!

Was sich als schräge aber einfache Rache-Story auf der Blu-Ray Hülle liest, entpuppt sich sehr schnell als meisterhaft durchkomponierte Oper - ein visueller Rausch der Langsamkeit!
Alle filmischen Elemente treten hier gleichberechtigt nebeneinander auf: ein genialer Soundtrack unterstreicht die ungewöhnliche Kameraführung; es gibt keine schnellen Schnitte. Edle durchgestylte Bilder unterstreichen die große Schauspielkunst der Protagonisten - Dialoge gibt es nur wenige. Die karge Storyline ist durchsetzt mit Ausbrüchen blutiger und doch rituell stilisierter Gewalt. Zudem ist der Film angefüllt mit schon fast poetischer Symbolik. Auf der Blu-Ray Hülle steht geschrieben: Time to meet the devil. In "Only God forgives" gibt es da gleich viele von.

Der Film endet nach knapp 90 min auf die denkbar ungewöhnlichste Weise. Mein erster Gedanke: Wow! So etas habe ich noch nie gesehen!
Der zweite Gedanke: Das stimmt nicht ganz! Die exzessiven Gewaltausbrüche kennt man aus David Lynch Filmen. Aber sie sind nicht einfach nachgeahmt. Der Regisseur Nicolas Winding Refn komponiert daraus ein Gesamtbild, welches zumindest mir den Atem raubt.

Das Echo auf diesen Film ist zutiefst gespalten, wenn ich mir die vielen Rezensionen durchlese. Bei einem derartig ungewöhnlichen Film muss das wohl auch so sein. In einem sind sich aber wohl die meisten Zuschauer einig: mit Mainstream hat das nichts zu tun!

Ein Film, den man für sich entdecken muss. Für mich der Film des Jahres 2013!!!
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am 4. Mai 2014
Über den Film als solches sage ich hier nichts, nur zur 3D-Version, falls jemand mit dem Gedanken spielen sollte, sich diese ZUSÄTZLICH zu besorgen oder WEGEN des 3D-Effekts kaufen möchte:
Kann man sich (leider) sparen.

Der 3D-Effekt besteht einzig und allein darin, dass der komplette Film ein kleines bißchen vor die Bildschirmebene tritt, als eine plane Fläche. Es ändert sich nichts. Nicht ist weiter vorne. Nichts ist weiter hinten. Alles Gezeigte spielt sich in 2D ab, nur etwas weiter vorne (wenn man die Brille falsch rum aufsetzt: etwas weiter hinten ;))

IN DER DRITTEN DIMENSION BEWEGT SICH NICHTS !

Man könnte sich fast veräppelt vorkommen....;)
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am 25. März 2015
Über achtzig 1 Stern- Rezensionen? Geht`s noch...irgendwo?
Eventuell sollte man sich vorher mal informieren? Was man
sich da kauft?
Und selbst, wenn ich- grosszügig, wie ich bin- gut die Hälfte
mit einem zugedrückten Auge an mir abrinnen lasse( weil sich die
BlockBuster - Generation inspiriert fühlte, irgendwas zu schreiben),
reicht es immer noch, daß mir `ne Krawatte wächst und schwillt.
Über die Aussagen sogenannter selbsterkorener "Fans".
Gewalt macht keinen guten Film? Richtig- wenn man nur die Gewalt
sieht. Und sonst Schleier vor den Gucklöchern hat.

ONLY GOD FORGIVES- ist langsam, aber nicht träge,- und leise, aber nicht stumm.
Wie Saint Sam dazu schon bemerkte. Trifft es auf den Punkt. Gib mir fünf, Sam.:-)
Nicolas Winding Refn ist ein genialer Filmemacher.
Ryan Gosling ist ein brillianter Schauspieler. Manche wissen nicht einmal,
wie der eine oder andere überhaupt geschrieben wird.
Habe echt keine Lust, die Meisterwerke alle aufzuzählen. Bringt eh nichts.
Nur, wer für Refn arbeitet, der bringt vollste Leistung. Halbe Sachen gibt
es da nicht.

Und da lassen sich Leute von Hostel, Saw und co vollbluten, jammern, ja empören
sich aber über realistische Alpträume, die man weltweit an jeder Strassenecke beobachten kann.
Aber jedem seine Auffassung in Sachen Anspruch. Bitte schön.

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Story:

Im Rotlichtmilieu von Bangkok:
Zwei ungleiche Brüder dealen in ihrem Kickbox- Club mit Drogen.
Der Kopf des "Unternehmens" ist die Mutter der beiden- knallhart.
Und unnahbar.
Als sein Bruder Billy ermordet wird, gerät Julian in einen Strudel
voller Gewalt, der sich als nicht endender Albtraum zu formieren scheint...
Rache, Schuld, Liebe und Hass.....und die ewige Suche nach Vergebung......

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MEIN Fazit:

Wer lesen kann , ist einfach im Vorteil. Immer so gewesen.
ONLY GOD FORGIVES- das ist Gottesdienst für die Sinne.
Menschen, die für Refn spielen, sind überzeugt. Wissen zu überzeugen.
Ich finde es schon mehr als arrogant, daß seine Filme hier teilweise
regelrecht ENTwertet werden.
Und es ist richtig- Nikolas Winding Refn- Filme sind keine BlockBuster.
Gut erkannt. Sollen und wollen sie auch gar nicht sein.
Mich erinnern diese Werke manchmal an den ebenso genialen Filmemacher
Stanley Kubrick....der wusste nämlich auch genau, wie man mit richtiger
Atmosphäre den Zuschauer für sich gewinnt, fesseln kann.

OSCAR- NOMINEE RYAN GOSLING IST JULIAN!
ALS MELANCHOLISCH SCHWEIGSAMER GANOVE!
EIN HÖLLENTRIP!!

FÜNF STERNE. IST MAL KLAR!!
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