Für Fans des Extreme Metal Bereiches findet sich hier ein nicht nur optisch ansprechendes, eingehend geschriebenes und stylish gestaltetes Stück Bandgeschichte, sondern auch ein Zeitzeugenbericht, ehrlich und hanfest erzählt sowie mit erstaunlichen Bildern dokumentiert.
Das grossformatige, ordentlich gewichtige Buch ist in ein Hardcover gebunden das sich fast wie Holz anfühlt, was in Kombination mit dem Coverbild (das tatsächlich Holz zeigt) zu einem kleinen taktilen Qualitätserlebnis werden kann. Die ausschliesslich schwarz weisse Gestaltung die sich im Inneren fortsetzt macht das Lesen angenehm und das Betrachten der Fotos ohne Ablenkung möglich. Schrifttyp und Anordung zeugen von akkuratem Stil und schlichter Eleganz, auf mittelglänzendem Papier (das den einen oder anderen Fingertapser nicht verzeiht).
Wie das Layout, ist der Erzählstil klar, detailliert und erstaunlich offen. Aus dokumentarischer Geradlinigkeit und sympathisch formulierten Passagen setzt sich ein ausserordentlich gut anschauliches Werk zusammen, das einleuchtend und in sich schlüssig die Geschichte von Hellhammer bis in die frühe Celtic Frost Ära beschreibt. Man erfährt wie beiläufig das Gefühl dieser Zeiten, die Motivation und die Einflüsse der zum Teil wechselnden Musiker und deren Umfeld, sowie die Anschauung und das Empfinden des Autors/ der Autoren. Angesicht dessen verzeiht man die eine oder andere Formulierungsunstimmigkeit die als minimalster Schönheitsdefekt dem Ganzen eine sehr menschliche Note hinzufügt.
Fazit: ein Schmuckstück das jede Buchsammlung bereichert, eine fast nostalgische und gleichzeitig aktuelle Lektüre unverzichtbar für jeden dem Metal ans Herz gewachsen ist, empfehlenswert für jeden den Musikgeschichte interessiert.
Dieses Buch findet bisher im deutschsprachigen Raum wesentlich weniger Anklang als beispielsweise in den USA, vermutlich einer der Gründe weshalb es nur in englischer Sprache erhältlich ist.