Wie hat sich die Public Relations in Zeiten des Web 2.0 verändert? Welche neuen Kommunikationsinstrumente gibt es und worauf ist beim Einsatz zu achten? Das sind die zentralen Fragen, mit denen sich Dominik Ruisinger in seinem Buch Online Relations" befasst. Und dabei hat er sich mit Frank Martin Hein, der in Kürze selbst ein Werk zum Thema Web 2.0 und Unternehmenskultur veröffentlichen wird, Torsten Schwarz oder Thomas Strätling kompetente Schützenhilfe gesucht. Das Werk berücksichtigt alle wesentlichen Instrumente der Online-PR und geht dabei sowohl auf den Einsatz in der internen wie der externen Kommunikation ein. Ganz im Gegensatz zum staubtrockenen Erscheinungsbild wartet die Publikation mit einer ganzen Reihe anschaulicher Beispiele auf und geht in den Ausflügen" auf verschiedene Innovationen (bspw. Bookmarking-Tools oder RSS-Feeds) ein oder erläutert praktische Fragen, etwa ob Journalisten per E-Mail überhaupt kontaktiert werden dürfen. Auch die Zusammenfassungen am Ende der Kapitel und die in die Texte eingebetteten konkreten Tipps sind sehr wertvoll. Insgesamt muss dem Buch allerdings wenig Liebe zur Informationsaufbereitung attestiert werden, ein wenig einheitliches Layout der Beiträge, bisweilen lieblos wirkende Screenshots und fehlende Orientierungshilfen, hinterlassen einen wenig guten ersten Eindruck, der sich jedoch beim Lesen mehr und mehr ins Positive wendet.
Das Buch ist ein ideal für Einsteiger in die Online-PR, liefert aber auch vermeintlichen Profis wertvolle Unterstützung für das Tagesgeschäft, vor allem dank der zahlreichen Links lässt sich das Gelesene schnell in die eigenen Routinen integrieren. Lesenswert!