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Produktinformation
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Der so im Vorwort aufgesponnene Rahmen wird in Online-Journalismus dicht und gut gefüllt. Einführend beleuchtet Gabriele Hooffacker zunächst die Fassetten der in der Praxis oft vielseitigen Tätigkeit und gibt in kurzen Szenarien einen treffenden Vorgeschmack auf den Job. Dann geht sie in online medias res zu den Kernaufgaben und fasst in kurzen und guten Kapiteln umfassend zusammen, was andere bisher nur in ganzen Büchern untergebracht haben. "Hypertext und Storyboard" vermittelt das richtige Verständnis von Hyperlinks und nicht-linearer Lesart und reicht von der umgekehrten Pyramide und Instrumenten zum Highlighting bis zu Entwurfsmustern und Kriterien für die Textnavigation.
Zur Form den Inhalt liefert das Kapitel "Stilformen", in dem die wichtigsten Formate von Online-Texten skizziert und hilfreiche Leitfäden dazu angelegt werden. "Die Kommunikation" zeigt, wie an den richtigen Stellen Schnittstellen zum Nutzer gelegt werden und welche Anforderungen an den Online-Journalisten in seinen Texten und darüber hinaus auch als Moderator gestellt werden. Ein Kapitel zum oft durch Content-Management-Systeme geregelten redaktionellen Arbeitsablauf, eine seichte Einführung in Mark-up und Content Management, Rechtsfragen, Kontaktadressen für die Aus- und Weiterbildung und ein Glossar runden das Buch ab.
An Online-Journalismus gefällt nicht nur der Inhalt, sondern auch die Struktur des Buches. Wie sehr Gabriele Hooffacker selbst Online-Journalistin ist, merkt man an der geübten Präzision und Prägnanz in den informativen, fast im Stakkatostil aneinandergefügten, kurzen Abschnitten. An vielen Stellen werden dem Leser dabei auch Aufgaben gestellt, mit denen er sich selbst testen und bewerten kann. Ein vielseitiges Buch, nicht nur als Lehrbuch und Nachschlagewerk, sondern gleichermaßen auch als Vortragsvorlage und Workshop ideal einzusetzen.
Die bewährte Gelbe Reihe wird dem neuen Thema gerecht. Der List Verlag hat auf den Online-Journalismus zum Glück keinen verbandsbetagten Altjournalisten losgelassen, der die neuen Formate der Textredaktion für das Internet einfach nur an die guten, alte Gilderegeln des Handwerks anpasst. Die Autorin zeigt sowohl ihr sicheres journalistisches Fundament als auch ihre umfassende online-redaktionelle Erfahrung und schafft es, beides didaktisch hervorragend rüberzubringen.
Sowohl neue Berufsaspiranten als auch erfahrene Texter, Redaktionsleiter und Projektmanager können bei Online-Journalismus noch einmal in die Schule gehen. Eine echte Empfehlung aus der Klassiker-Reihe Journalistische Praxis! --Thorsten Mücke -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Schön, dass das Buch auch auf das Texten für Intranet/Extranet eingeht. Davon würde ich sogar gern noch mehr lesen.
Fazit: Insgesamt ziemlich gut.
Negativ:
Wer schon Erfahrungen im Bereich HTML/PHP hat merkt, dass die Ausführungen hierzu viel zu kurz und unpräzise, sprich wenig hilfreich sind. Als erster Einstieg mögen sie jedoch genügen. Die Spezialisierung innerhalb der eigenen Tätigkeiten im Onlinejournalismus birgt dann sowieso die Notwenigkeit zum Aufbau weit aus profunderer Kenntnisse, als diese im Buch angeboten werden.
Das Layout mit den Schriftartwechseln und den aufdringlichen Icons fand ich unpassend aber akzeptabel.
Insgesamt 4 Punkte für eine lohnswertes Buch.
Insgesammt ein flüssig lesbares und kurzweilig geschriebenes Buch zum Einstieg.
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