Kurzbeschreibung
Dass die Kommerzialisierung von Online-Communities bisher gescheitert ist, steht wohl außer Zweifel.
Unbestritten ist zugleich aber auch, dass Online-Communities und Web-Tagebücher - die sogenannten Weblogs - zu den attraktivsten Phänomenen gehören, die man im Internet momentan finden kann. Vielleicht gerade deshalb, weil sie sich jeder wirtschaftlichen Vereinnahmung verwehren?
In vier Beiträgen gehen die AutorInnen der Frage nach, was Online-Communities und Weblogs strukturell auszeichnet. Um zu überraschenden Ergebnissen zu gelangen. Etwa zu jenem, dass in Communities eine "Logik der Gabe" wirkt. Was weiter zu der Erkenntnis führt, dass - wenn die Kommerzialisierung von Online-Communities tatsächlich forciert werden soll -, die Communities dringend Vergesellschaftungsprozesse durchlaufen müssen, mit denen sich diese "Logik der Gabe" und des Schenkens unterbinden lässt..
Vielleicht ist das aber gar nicht das Thema, das zur Diskussion steht. Weil es letztlich in Online-Communiti es um etwas ganz anderes geht - nämlich um vielfältige Formen der Wiedergewinnung von Öffentlichkeit.
Über den Autor
Christian Eigner. Studierte Kunstgeschichte und ist derzeit Ausbildungskandidat im Arbeitskreis für Psychoanalyse Linz/Graz. Er ist Gründungsmitglied des Büros für Perspektivenmanagement, das u.a. auf systemisch-analytische Organisationsberatung und Wissenschaftskommunikation spezialisiert ist. Christian Eigner veröffentlichte zahlreiche Wissenschaftsartikel. Von 1996 bis 2002 betrieb er das eZine "Zum Thema". Lebt und arbeitet in Graz, Österreich.Helmut Leitner, geb. 1955, studierte technische Chemie und arbeitet seit 1979 als Softwareentwickler, Projektleiter und Berater. Von 1983 bis 1988 leitete er die PC-Softwareentwicklung der Forschungsgesellschaft Joanneum GmbH. 1988 machte er sich mit der Firma HLS Softwareentwicklung in Graz selbständig.