Noch immer ziert sich Disney, diesen Film auf DVD herauszubringen - in den USA ist nicht einmal die VHS erhältlich. Wieso? - Weil dieser Film angeblich rassistische Inhalte zeigt, da die schwarzen Darsteller in "Onkel Remus' Wunderland" in Skalverei leben, aber dennoch irgendwie sehr fröhlich sind. Ich würde es folgendermaßen ausdrücken: "Sie leben in Sklaverei, aber deshalb haben sie sich noch lange nicht aufgegeben und halten daran fest, dass vieles im Leben einfacher zu bewältigen ist, wenn man sich die Fähigkeit zu lachen bewahrt." Genau diese Botschaft steckt auch im berühmtesten Song aus diesem Film - "Zip-a-de-doh-da". Des weiteren sollte gsagt werden, dass keine einzige farbige Figur in diesem Film als unsympathisch oder verachtenswert porträtiert wird. Onkel Remus ist der augenzwinkernde Geschichtenerzähler voller Phanasie - dann gibt es da noch de scheinbar mürische Köchin des Hauses, die viel schimpft, aber dennoch nicht verbergen kann, dass sie ein Herz aus Gold hat - und der Sohn, farbig und dennoch der beste Freund des weißen Protagonisten. Was ist jetzt bitte so furchtbar schlimm an diesem Film, dass man ihn nicht zeigen darf? Als Kind habe ich ihn mehrmals angesehen und fand in keinst Weise, dass man mir einreden würde, Weiße seien mehr wert als andere (es sei anzumerken, dass der Part de Bösen einer Horde rüpelhafte weißer Jungs zufällt).
"Onkel Remus' Wunderland" ist ein zauberhafter Film, mit lustigen Gesichten rund um Meister Lampe, dem Fuchs Patzig und den etwas dummen Bär Brumm, die in Zeichentrickepisoden als Erzählungen des alten Remus' gezeigt werden. Der Rest des Filmes wird geschauspielert, und das wahrlich warmherzig.
Also bitte, stellt euch nicht so an - gebt dem Film, was er verdient: eine DVD-VERÖFFENTLICHUNG!