Der Roman spielt in den Zeiten der Sklaverei im Amerka des 18. Jahrhunderts. Nachhaltig beschreibt die Autorin das Leben der Sklaven. Ein Umstand, der in der Zeit, in der der Roman entstand, keinesfallls selbstverstaendlich war. Das Land war geteilt, der Norden sprach sich gegen die Sklaverei aus, der Sueden hielt Sklaven als wirtschaftlichen Faktor. Deutlich wird in dem Roman, dass der Wert der Schwarzen auf ihre Arbeitskraft reduziert war und ihre Lebensumstaende von Unfreiheit und Willkuer der Weissen gepraegt war. Sie waren Besitz der Weissen und diesen bedingungslos ausgesetzt. Diesen Umstand prangert die Autorin an und zeigt trotz aller religioeser Verklaertheit, dem Amerika anheimfiel, dass das System der Sklaverei zu keinem Zeitpunkt gerechtfertigt war. Onkel Tom ist der Held ihres Romans. Anhand seines Leidensweges wird die Unbarmherzigkeit der weissen Bevoelkerung gegenueber den Schwarzen eindrucksvoll und nachhaltig beschrieben. Nicht alle Weissen sind schlecht, nicht alle Schwarzen boese. Auch wenn an einigen Stellen die Beschreibung der 'Neger' als wenig korrekt erscheint und die wirklichen Ausmasse des damligen Systems verwaschen werden, ist das Werk ein erster literarischer Meilenstein gegen die Unterdrueckung der Minderheiten in Amerika.
Wie anders haette man in diesem Umfeld das beschriebene Unrecht in einem Umfeld religioeser Bigotterie transparent machen koennen.
Ich meine, trotz dieser Einschraenkungen unbedingt lesenswert.