Mein Onkel Samvel, ist und bleibt ein brillanter Schriftsteller. Schon bei den ersten Zeilen musste ich mit meinem Trennen kämpfen. Dieses Buch hat mich überwältigt. Seine kurze Geschichte erzählt von Armeniern aus Diaspora. Seine Erzählungen haben Humor, sind aber auch Schmerzhaft und gleichzeitig philosophiert er über die Frage, die jeder Armenier sich stellt: "WARUM?". Er hat in dieses Buch geschafft ein Gesamtbild von der ganzen Katastrophe zu machen.
Die Zwangsumsiedlung von mehr als 150.000 armenischen Familien ins persische Isfahan im 17. Jahrhundert bewirkte dort ein Aufblühen der Teppichkunst. Die dort hergestellten Teppichmuster gelten als Prototypen für die gesamte nachfolgende persische Teppichproduktion. Er und seine Frau sind die Nachkommen diese zwangsumsiedelte Armenier, die den Persien mit "persische Teppiche" Weltberühmt gemacht haben. Ohne dabei etwas in Gegenzug zu verlangen, außer Rückkehr in Heimatland "Hayastan".
Er hat es geschafft, er kehrte zurück zu seinen Wurzeln, in das Land der Aprikosen. Dabei stellt er fest, dass das Land von Türken, Georgiern, Azerbaidjaner, Kurden und Russen beansprucht wird. Dass der Armenischen Hochkultur in kein Geschichtsbuch in der ganzen Welt erwähnt wird. Dass der Armenische Völkermord immer noch nicht als "Völkermord" anerkannt wird. Dass niemand weißt, dass dieses Land in grauer Vorzeit eine Wiege der Zivilisation war. Das niemand weißt, das Europa ihm bedeutendste kulturelle Impulse verdankt. Das niemand weißt, das als erster christlicher Staat der Welt wie ein unbezwingbares Bollwerk jahrhundertelang den Ansturm des Islam für das Abendland tapfer wehrte. Das niemand weißt, dass wir die Erbe des Biblischen "Garten Eden" und Arche Noah" sind.
Er erzählt von armenische Sehnsucht, Schmerz, Stolz, Respekt, Fleiß. Er erzählt, das jeder Armenier egal wo er geboren ist und egal ob er den Heimatland je gesehen hat, trotzdem seine Berge, Täler, Städte, Kirchen, Flüsse, Seen liebt. Er erzählt, dass das blühende Land immer den Neid und die Besitzgier fremder Mächte erregte. Halt ein kleines Volk mit eine große Erbe.
ARARAT
Als Enkel deiner Söhne kam ich aus der Fremde,
um das Land meiner Ahnen zu sehen -
seine Berge und Burgen,
seien Täler und Städte,
seine Flüsse und Seen.
In prachtvoller Schönheit liegt es vor mir
Wie ein üppiger Garten Eden.
Hier schaue ich mit Ehrfurcht
Dein erhabenes, weißes Haupt,
das einst Noah Schutz und Geborgenheit bot.
Schaffensfrohe Vorfahren haben dir zu Füßen
Das Land bestellt und mit Kunstwerken übersät.
Hörst du die frommen Glocken läuten,
die mich willkommen heißen?
Siehst du den goldenen Schimmer des Kreuzes,
der meine Seele wärmt?
Du warst Zeuge, als mordende, räuberische Horden
Das Land meiner Väter überfielen
Und das Geschaffene ungestraft zerstörten.
Doch die Frevler wussten nicht,
dass dein Fluch für alle Ewigkeit währt.
Zerrissen, geteilt ist die Erde,
aber Wille und Geist der Märtyrer
blieb immerwährender Wegweiser der Nation.
Ehre sei dir, Hayastan, du wiedergeborene
Heimat der Armenier!
-Suren Vartian-
Also, wenn sie von seine brillante Texte begeistert sind, dann steigen Sie zu Samvel Ovasapian ins Taxi und begleiten Sie ihn auf seinen Fahrten durch Berlin.