Kaneto Shindo zeigt Menschen reduziert auf ihre primitivsten Triebe: Nahrungsbeschaffung und Suche nach Sex. Und dies in einer ebenso radikal reduzierten Welt: In einem Schilfmeer leben zwei Frauen, die herumirrende verwundete Samurai-Krieger brutal abschlachten. Kleider, Waffen und Rüstungen tauschen sie gegen Lebensmittel. Dann verliebt sich die Jüngere in einen Kriegsheimkehrer. Ein Eifersuchtsdrama nimmt seinen Anfang. Kühle Schwarz/Weiss-Optik, viel nackte Haut und viel Schweiss und last not least das ewig rauschende Schilf sorgen für eine unglaublich dichte Atmosphäre, in der uns der Regisseur sein Gesellschaftsmodell förmlich aufzwingt: Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral... Klasse Film, klasse Kommentar, gute Untertitel, deshalb 5 gute Punkte.