In 'Oneiros - Tödlicher Fluch' fehlen die aus Markus Heitz' früheren Stories bekannten Figuren wie Werwölfe und Vampire, denn er widmet sich diesmal einem ganz anderen Thema. Aber keine Angst, seinem Lieblingsgenre, dem in unsere Realität eingebetteten Übernatürlichen, bleibt er dabei treu. In Heitz' neuem Urban-Fantasy-Thriller geht es um Menschen, die mit dem Fluch belegt sind, im eigenen Schlaf Andere zu töten. Und um skrupellose Wissenschaftler, die versuchen, diese Fähigkeit für sich zu nutzen. Vor allem aber geht es um einen Mann, der Alles dafür geben würde, diese 'Gabe' nicht mehr zu besitzen. Nebenbei beschäftigt sich Heitz mit dem Thema der experimentellen Neurochirugie und lotet aus, was auf diesem Gebiet Alles möglich sein könnte. Um allen Missverständnissen zuvor zu kommen: In einem Interview am Ende des Bandes stellt Prof. Dr. Joachim Oertel, Direktor der Klinik für Neurochirurgie in Homburg, eindeutig klar, dass solche Experimente in der seriösen Forschung auf keinen Fall durchgeführt würden. Dennoch lässt sich Heitz von der Möglichkeit des Unmöglichen ebenso inspirieren wie von alten Märchen und Legenden über den Tod. Denn schon die Gebrüder Grimm sammelten alte Volksweisen, die sich mit dem Tod und mit jenen Menschen beschäftigten, die mit ihm einen Pakt eingingen. Trotz einiger Längen ist 'Oneiros' ein spannender Fantasy-Thriller, der einen klassischen Stoff im neuen Gewand präsentiert