Schon der erste Longplayer der canadischen Band "Three days grace" vor zwei Jahren war eine sagenhafte Alternativ - Rock CD. Die CD war in den USA außerordentlich erfolgreich und erreichte Platz 69 der Billboard 200. Die Songs, alle geprägt von der rauen Stimmer von Sänger Adam Gontier, sind hart, aber von eingängigen Melodien und beinharten Gitarrenriffs geprägt. Bereits ihre erste CD entwickelte einen eigenen Stil, den die Jungs auf ihrem zweiten Album konsequent fortsetzen. Für mich sind Three days grace eine der grössten Rock -Bands, dich ich in den letzten 20 Jahren gehört habe.
Produzent Howard Benson, der auch schon mit Flyleaf, P.O.D., Cold, Hoobastank und "My chemical Romance" gearbeitet hat, setzt die Band wirklich perfekt ins richtige Licht.
Wesentlicher Unterschied zum ersten Album ist, das die Geschwindigkeit und auch die Härte der Songs etwas reduziert wurde. Meist haben die Songs einen gemächlichen Rhythmus, was meiner Meinung nach aber die gewaltige Kraft und Power der Songs nur noch verstärkt.
Das hört man auch an der ersten Single "Animal have become", die durch die ungewöhnliche, richtig fröhliche Melodie und den Basslauf am Anfang schon richtig poppig klingt.
"Pain" startet richtig Sachte und Süss, allerdings kommt dann nach 20 Sekunden das typisch harte Gitarrenriff. Der Mitsing Refrain steigert den Song zum gewaltigen Rocker, bis nach 2 Minuten dieses völlig unerwartete Break kommt, das den Song wirklich sagenhaft aufwertet. Ein Hammer !
Der definitiv größte Brecher auf dem Album ist aber "Get out alive", ein wirklich sagenhafter Song. Mir bleibt fast die Spucke weg. Wieder beginnt der Song ganz gemächlich, bis nach 2 Minuten diese unglaubliche, raue, gewaltige, durchdringende Gitarrenriff einsetzt !
Das zweite, wesentliche Highlight auf dieser CD ist meiner Meinung nach der letzte Song "One X". Auch hier gefällt mir besonders der sachte Beginn, dann der Rhythmus - Wechsel auf 4/4tel Takt, und wieder ein Gitarrenriff, das dich wegbläst.
* "Time of dying" : Der synkopische Rhythmus, die gewaltige Fußtrommel und Riffs bis zum Umfallen prägen diesen sensationellen Rocker.
* "Never too late": Mit Akustik - Gitarren am Anfang bekommt man wieder einen perfekten Rocker zu hören.
* "Over and over" bleibt bis zum Schluss wie eine Ballade, da kommen sogar Streicher zum Einsatz. Das wäre auf dem ersten Album noch nicht möglich gewesen.
Diese Band macht Rock der Spitzenklasse, sie sind einfach nur genial. Ich kenne Hunderte Rock - Bands, aber keine hat sich so in mein Hirn gefräst wie diese. In Europa sieht es für die Jungs nicht so gut aus, merkwürdigerweise wurde One-X in Europa noch nicht veröffentlicht, während aber die erste CD der Band vor zwei Jahren auch bei uns sofort veröffentlicht worden war.
In den Billboard 200 ist die CD um Juni 2006 auf Platz 6 (!) eingestiegen.
Diese CD muss man haben !