Eine der genialsten, temporeichsten Komödien, die jemals gedreht wurden. Der Film wurde in den 80ern wiederentdeckt, nachdem er ursprünglich aufgrund der politischen Entwicklungen in den 60er Jahren an den Kinokassen floppte. Das Ganze ist geprägt von einem Wortwitz, der seinesgleichen sucht, selbst für einen Billy-Wilder-Film. Auch die zahlreichen deutschen Schauspieler (Lieselotte Pulver, Horst Buchholz, Hanns Lothar etc.) laufen zur Höchstform auf.
Der Film erzählt die Geschichte des Chefs der Coca-Cola-Niederlassung in West-Berlin (CR McNamara, gespielt von James Cagney), der nach langen Irrungen ("Ich hatte 4 ganze Länder und jetzt habe ich eine halbe Stadt") endlich sein Karriereziel vor Augen hat, nämlich Chef des gesamten europäischen Marktes zu werden. Dazwischen steht nur noch Scarlett Hazeltine (Pamela Tiffin), die Tochter des Chefs der Hauptverwaltung in Atlanta, die aufgrund ihrer häufigen Eskapaden nach Berlin auf Urlaub geschickt wird. Diese schleicht sich jedoch nachts regelmäßig aus dem Haus und heiratet heimlich den Kommunisten Otto Ludwig Piffl (Horst Buchholz) aus Ost-Berlin. Dessen Ansichten ("Kapitalismus ist wie ein toter Hering im Mondschein - er glänzt, aber er stinkt") sind jedoch mit denen seines Schwiegervaters Hazeltine ("Daddy bekommt immer einen Wutanfall, wenn ich russische Eier bestelle") nicht immer konform, so daß McNamara ihn dafür umgehend höchst elegant aus dem Verkehr ziehen läßt. Als sich jedoch herausstellt dass Scarlett schwanger ist, muß Piffl aus den Fängen der Stasi befreit und zu einem überzeugten Kapitalisten umerzogen werden.
Dieser Film ist einmalig, und wer ihn einmal gesehen hat, wird ihn nicht mehr vergessen.