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Produktinformation

  • Audio CD (18. März 2011)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Century Media (EMI)
  • ASIN: B004LE10XC
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 39.293 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Lament
2. Nascent
3. Acceptance (Concealing Fate Part One)
4. Deception (Concealing Fate Part Two)
5. The Impossible (Concealing Fate Part Three)
6. Perfection (Concealing Fate Part Four)
7. Epiphany (Concealing Fate Part Five)
8. Origin (Concealing Fate Part Six)
9. Sunrise
10. April
11. Eden

Produktbeschreibungen

Biographie der Mitwirkenden

Von der Öffentlichkeit ausgeschlossen entwickelte sich während der letzten Jahre eine blutjunge Szene von Prog- und TechDeath Metal Fans, die in ihren Kinderzimmern und Studentenbuden mit Laptop und E-Gitarre technische Höchstleistungen produzierten und ihre Werke über das Internet austauschten. Nach einem speziellen Gitarrensound, der von den Altmeistern Meshuggah geprägt wurde, nannte sich die Szene "Djent", und Onlineforen wie got-djent.com und sevenstring.org wurden schnell die Heimat von unzähligen Musikern und Fans. Die Einflüsse reichen von Meshuggah über Devin Townsend/Strapping Young Lad zu Gojira oder Coheed & Cambria und natürlich auch zu allen traditionellen Prog-Bands wie Dream Theater, Genesis und Yes.

Die 2003 in England gegründeten TESSERACT gelten als die absoluten Shootingstars der Szene, die es scheinbar traumwandlerisch schaffen, die komplexen und teilweise extremen Kompositionen in eingängige und atmosphärische Songs zu verdichten. In dem got-djent.com Forum wurde ihre "Concealing Fate" EP zum besten Album 2010 gewählt, womit sie ihre Kollegen von Periphery, Monuments und selbst Meshuggah weit hinter sich ließen. Und nun sind sie bereit, ihren Thron 2011 mit dem Debüt Album "One" zu verteidigen und sich weit über ihre Djent-Szene hinaus an die Spitze des Progressiven Metals zu arbeiten.


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Kundenrezensionen

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von gen239
Format:Audio CD
Nach Jahren des Wartens und gleich zwei verschiedenen Veröffentlichungen der EP "Concealing Fate" haben die britischen Progressive Metaler Tesseract es nun endlich geschafft, ihr Debutalbum "One" zu veröffentlichen.
Sängerwechsel, Labelsuche und Verschiebungen hatten dies zu einer mehr als schweren Geburt gemacht.

Was nun allerdings vor uns liegt, hat als Album noch immer diverse Potentiale, Naserümpfen hervorzurufen, unabhängig von seiner eigentlichen Qualität. Denn der Kern des Albums besteht aus dem in sechs Kapitel eingeteilten und über all die Jahre hinweg optimierten und gepflegten Songzyklus "Concealing Fate", der vor kurzer Zeit bereits als EP veröffentlicht wurde. Dieser Uyklus wird flankiert von lediglich 5 Liedern, die bislang noch nicht veröffentlicht worden waren (zumindest nicht mit neuem Lineup).
Nun ist es freilich eine legitime Frage, ob dieser Aufbau den Fluss des Albums beeinträchtigt oder ob diese Tatsache untergeht.

Von einem harten Kontrast zwischen dem Material kann man jedenfalls nicht reden. Die Entstehungszeit sämtlicher Songs auf "One" ist recht ähnlich, so dass sie alle von einer recht homogenen Atmosphäre getragen werden.
Seit dem Eintritt des neuen Sängers Dan Tompkins hat sich die band noch um einiges konsequenter in Richtung Ambient entwickelt, als das noch zuvor der Fall war. Zwar weist allein schon der simplistische Albumtitel dezent darauf hin, dass das Rhythmusriffing massiv von den schwedischen Mathematik Thrashern Meshuggah beeinflusst ist (Referenz an deren verehrungswürdige EP "I"), abseits der vertrackten Grooves jedoch breiten sich hauchfeine Melodien, elektronische Ambientflächen und Tompkins klarer, Hall-lastiger Gesang aus, die nur selten von heftigeren Passagen gebrochen werden und wenn, dann nur kurz.
Selbst die vertrackten tonnenschweren Grooves ordnen sich letzten Endes unter und verschreiben sich ganz ihrer meist im Midtempo verweilenden hypnotischen Wirkung.
Auf diese Weise ergibt sich eine ganz eigene, brodelnde und doch schwebende Atmosphäre, die unterschwellig düster aber auch irgendwie erhebend ist. Fast ein wenig meditativ, was vor allem durch die ausgedehnten dramatischen Gesangslinien betont wird.
Obschon diese mit diversen Hooks aufwarten, die sich nach einiger Zeit tief ins Gedächtnis schmeicheln, ist das Material gerade durch das unterschwellig brodelnde extrem technische Riffing und die durchgehend hypnotisch-meditative Stimmung auch in nicht zu unterschätzendem Maße sperrig.
Auf den ersten Blick erschließt sich hier das wenigste.
Dafür sorgt auch die zwar klare und transparente aber auch sehr auf Ambient und Homogenität getrimmte Produktion.

Nicht nur zu diversen Durchgängen muss der Hörer somit bereit sein, er muss auch dazu bereit sein, sich gänzlich in das Material versinken zu lassen, um die eindringliche hypnotische Wirkung von "One" ermessen zu können.
Aber gerade hier entsteht ein winziges Problem. Trotz aller Homogenität sticht der "Concealing Fate"-Zyklus in der Mitte des Albums hervor. Während sich alle sechs Kapitel gemeinsame Themen und Melodiebögen teilen, einen Spannungsaufbau, ist das bei den übrigen 5 Songs nicht der Fall.
Während "Lament" auch zu "Concealing Fate" gehören könnte, präsentiert sich "Nascent" deutlich düsterer wogegen z.B. "Sunrise" deutlich mehr rifflastigen Nachdruck aufbietet als der gesamte Rest des Albums.
Dadurch ist die versunkene hypnotische Wirkung des homogenen Mittelteils deutlich größer, als diejenige des weniger homogenen Rests.
So entsteht, wenn auch kein harter, doch ein Kontrast zwischen dem Mittelteil und den Flanken des Albums, der umso größer wird, je besser man "Concealing Fate" bereits kennt.
Dieser Umstand kann den Fluss des Albums durchaus stören und kann es für den Hörer durchaus schwer machen, das Album am Stück zu hören, da der Mittelteil, gerade da man ihn schon länger kennt, ein wenig zäh erscheinen kann.

Dies macht das Album nicht grundsätzlich schlechter, aber noch einmal einen großen Batzen stimmungsabhängiger, als es mit seiner starken Ambient-Ausrichtung ohnehin schon ist.
Ist man nicht bereit, sich gänzlich in die Tiefen des audiellen Ozeans, den die Band hier so meisterlich aufspannt, sinken zu lassen, so erscheint das Material schnell monoton und anstrengend.
Somit ist "One" zwar mehr, als "Concealing Fate + 5", bewegt sich durch das etwas problematische Sequencing jedoch auch an der Schwelle zum Zerfall in diese Mischung, was das Album zäher und sperriger wirken lässt, als es vielleicht hätte sein müssen.
Dennoch, wer genannte Bereitschaft mitbringt oder wem sogar "Concealing Fate" nicht bekannt ist, da er bislang nichts von dieser Band gehört hat, der bekommt mit "One" einen unglaublich atmosphärisch dichten und technisch anspruchsvollen Brocken, der einen so schnell nicht mehr loslässt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
ENDLICH 22. März 2011
Von G.R.
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Nach mehr als 4 Jahren,die ich schon warte,endlich das Tesseract Album fertig.

Wenn jemand die neue Musikrichtung "Djent" mit anführt,dann die Jungs.Etwas mehr Atmosphäre durch viele Effekte und Klingel-Sounds und komplexen Gitarren Riffs halten einen nicht vom Kopfnicken ab.
Der neue Sänger Daniel Tompkins hat sich auch hervorragend in die Band eingebracht.Seine hohe,sehr klare Stimme,lässt auch gut und gerne mal ein paar sehr schicke Schreie von sich hören.
Sound sehr gut alles aufeinander abgestimmt,sodass man auch kleine Details sehr gut heraushören kann,da die vielen Klingelsounds und Gitarrenriffs ja quasi gleichzeitig laufen ;).

So kreativ das Ganze dann ist,so langweilig wird es mir dann doch ab und zu beim durchhören der Platte.So innovativ die Musik ist,so ähnlich klingt dann doch jeder Song dem nächsten.Klasse Melodieläufe und viel Atmosphäre,aber so ab dem 7.-8. Song ist dann gut.

DVD Feature gelungen.Zu finden ist eine "Live-Studio-Session" der EP mit den Songs "Concealing Fate Part 1-6".Wirkt ein bisschen wie bei einer professionellen Bandprobe.
Die Band nimmt einen ebenfalls bei ihrer 2010 Tour in Canada und USA mit.Man fühlt sich eher wir bei einem Urlaubsvideo und es gibt sehr wenige und auch nur schlechte Live Mitschnitte,aber trotzdem ganz witzig.
Für Musiker gibt es zuletzt noch Gear Reviews.Jedes Bandmitglied stellt das Equipment vor,auf das gespielt wird,sowie einige Gesangstips vom Sänger.

Zum Schluss muss ich mich leider über diesen FSK 12 Aufkleber aufregen.Den wollte ich natürlich nicht auf der CD lassen.Beim abziehen habe ich dann aber eine Ecke vom Würfel/Logo auf dem Digipak mit abgezogen.Sehr ärgerlich.Also vorsicht Leute.

Und ansonsten heißt es:KAUFEN.Das nenne ich innovativ und neu (wer es noch nicht kennt ;) ).Besonders für alle Musiker und Atmosphäre-Liebhaber.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Multidimensionales Spektakel 26. September 2011
Von Benni
Format:Audio CD
Der Lieblingsfilm der Jungs von Tesseract ist wahrscheinlich "Cube", den sie während der Aufnahmen zu "One" exzessiv zerlegt haben dürften. "One" ist ähnlich dicht, vertrackt, täuscht mit falschen Fährten, gibt aber auch Verschnaufpausen, lichte Momente, kühl wie eine Windböe in der Arktis. Glücklicherweise stolperte ich im Frühjahr 2011 über diese Platte, die meine Hörnerven so angenehm kitzelte wie noch Opeth anno 2008.

Der "nerd"ige Name der Band und das schlichte Albumcover aus einem mathematischen Lehrbuch geben das Programm an. Polyrhythmische, komplexe Gitarren- und Schlagzeugarbeit, heruntergestimmte Saiten, Gesang zwischen Klar und Geschrien, Ambientsounds und Loops und subtile Melodiebögen. "Djent" nennt sich neuerdings das Subgenre, das aus den Ausläufern der Modern-Metal Koryphäen Meshuggah und Devin Townsend erwachsen ist und intensive Pionierarbeit durch Bands wie Periphery und Mnemic erfahren durfte.

Wo Periphery die quasi Vorreiter auf dem Gebiet des hochtechnischen Grooves waren, sind Tesseract die Perfektionisten und vervollkommnen den "Djent" in Bereiche, die selbst für oben genannte Truppen Zukunftsgesänge gewesen sind. Die üblichen Stakkato-Stop'n'Go-Riffs werden auf "One" mit dichten Synthie- und Keyboardteppichen ausstaffiert, alle 30 Sekunden werden neue Ideen eingeworfen, neue Welten erschlossen, als würde sich ein vierdimensionaler Hyperwürfel vor den Augen des Hörers in all seiner unvorstellbaren Pracht entfalten. Dabei kokettieren die Jungs aus UK heftigst mit den Prog-Brüdern des New Artrock, Allen voran die oft zitierten Porcupine Tree.

Auffällig an der Albumstruktur ist die übermächtige, sechsteilige Suite "Conceiling Fate", die beinahe die Hälfte der Spielzeit einnimmt und - leider ungünstig - in die Mitte des Werkes geklatscht wurde. Ebenso schöne Perlen wie "Nascent", "April" und "Eden" werden unbarmherzig in den Schatten gerückt, gehören meiner Meinung nach trotzdem gewürdigt. Wo die Ideen von Tesseract im "Conceiling Fate"-Longtrack ins kleinste Detail zerlegt und durchgearbeitet werden, findet die Band in den kürzeren Songs Platz für kompaktere Strukturen und eingängigere Melodien. Die finden sich auf "One" zuhauf, was die CD einen unschätzbaren Pluspunkt verleiht: Die Musik geht wahnsinnig glatt und angenehm in die Ohren, während gleichzeitig musikalische Höchstleistungen vollbracht werden. Die meisten Djent-Truppen bemühen sich zwar phasenweise um einen gewissen Pop-Appeal, wobei Tesseract den Nerv letztlich am besten treffen.

Selten brachte es eine junge Band fertig, mit ihrem Debut (!) so schnell in der obersten Liga mitzuspielen (ich erwähne einfach mal Pure Reason Revolution als weiteres Beispiel). Der eigentlich spannende Part in der Geschichte von Tesseract folgt aber noch:
Schaffen sie es, "One" zu toppen ...?
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