INTRO
"Wall Of Sound" kann man derzeit ohne Probleme als todsicheren Tip für innovativste Sounds elektronischen Ursprungs nennen. Veröffentlichungen wie zuletzt PROPELLERHEADS oder der 'Give 'em Enough Dope Vol. 3'-Sampler haben diesen Ausnahmestatus untermauert. Und nun - nach zwei EPs - das Debüt-Album der DIRTY BEATNIKS, die Insidern vielleicht noch unter dem Namen ROOTLESS mit ihrem Album 'Rotten Wood For Smoking Bees' ein Begriff sein dürften. Als DIRTY BEATNIKS waren sie vor kurzem Projektmitglieder bei TRICKY und SILVER BULLET, außerdem lieferten sie Remixe für RUBY, MARXMEN und ihre Labelmates ALASKA. Soviel zur Vorgeschichte. Dieses Album ist die totale Abfahrt. Die DIRTY BEATNIKS greifen sich ihre Elektro- und unverkennbaren Housewurzeln und fliegen mit ihnen durch eine Galaxis von HipHop bis Breakbeat. Angereichert mit dezentem Drum'n'Bass'n'Jazz-Flavour, wie in 'Perfect Rhyme', das dermaßen schön jazzt, daß es einen einfach aus den Socken haut. Oder hypnotisch breakbeatend, wie 'Straight & Narrow', mit unglaublichen Loop-Kaskaden und engelsgleichem Backgroundchorus. Unvermittelt taucht auch gerne eine Ukulele o. ä. ('So Vou De Mulher') auf, die uns dezenten House auf lateinamerikanische Art auf den Tanzflur oder den heimischen Teppich serviert. Musik, die unheimlich tief geht und zu unbekümmerten Körperzuckungen einlädt. Die DIRTY BEATNIKS lassen eigentlich nichts aus. Kaleidoskopisch tun sich immer neue Windungen und Wendungen auf, dazu führt ein wahrhaft 'boombastischer' Groove durchs Geschehen, der gerne auch schwebend im Ambient verschwimmt oder treibend den HipHop ins Spiel bringt. So muß moderne Tanzmusik klingen, dann klappt's auch mit der Nachtbar!
Oliver Bresch / © Intro - Musik & so
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Kurzbeschreibung