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48 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Girl Power, 22. August 2008
Betrachtet man die Künstlerbiographie von Katy Hudson, drängt sich einem fast schon der Eindruck auf, daß hier ein Autor am Werk war, der für ein wenig Zündstoff sorgen möchte, um ein neues Labelprodukt zu puschen. Als Tochter einer kalifornischen Pastorenfamilie wächst sie mit Gospel Musik auf und singt in der örtlichen Kirche. Eher zufällig, nicht zuletzt durch elterliche Einschränkungen, macht sie die Bekanntschaft mit Queen und stellt die britische Ausnahmeband bis heute als größten Einfluß neben Alanis Morrissette, Heart und Joni Mitchel hervor. Hat also der teuflische Rock doch wieder gesiegt. Ihr erstes eigenes Album ist dennoch christlich inspiriert, führt aber, trotz breiter Anerkennung, nicht zum gewünschten Erfolg. Zudem ändert sie ihren Namen von Hudson auf Perry - den Mädchennamen ihrer Mutter - um Verwechslungen mit der Schauspielerin Kate Hudson zu vermeiden. Und wie es sich für das Image eines modernen Popstars gehört, ganz so brav war sie, nach eigenen Aussagen, in ihrer Adoleszenz eigentlich gar nicht. Reichlich konstruiert, um die christlich orientierte Vorgeschichte aufzupolieren.
Aber lassen wir die 12 Taten sprechen, die sie auf ihrem Majordebüt "One of the boys" folgen lassen hat. In Amerika kommt man derzeit kaum an ihr vorbei, so daß ich mir das Album dort auf gut Glück gekauft habe. Die beiden ersten Singles reiten ebenfalls auf der "Böse Mädchen" Welle. "Ur so gay" rief Kontroversen wegen latenter Homophobie und dem potentiell zur Beleidigung anstiftenden Gebrauch hervor. Ihr aktueller Hit und Durchbruch "I kissed a girl" kitzelt sinngemäß ebenfalls die Gemüter konservativer Geister. Andere schätzen wiederum die breite Aufmerksamkeit und unterstützen den Denkanstoß gleichgeschlechtlicher Liebe größere Toleranz und Akzeptanz in der Gesellschaft entgegenzubringen. Egal, die Nummer ist extrem tanzbar, eingängig und ruft in der Diskothek beinahe zum kollektiven, moralischen Verfall des weiblichen Geschlechts auf. Hurra! Problem der ersten Albumhälfte: Dieser Song überstrahlt mit Beats und mächtig Popappeal die 5 weiteren Vertreter. Zwar erweisen sich "One of the boys" oder "Waking up in Vegas" als charmante Radionummern, denen man gerne Gehör schenkt, aber zu stark fühlt man sich an erfolgreiche Kolleginnen wie Kelly Clarkson und Avril Lavigne erinnert, daß man diesen Verdienst ihren Singer/Songwriter Qualitäten allein zuschreiben könnte. "Thinking of you" ist eine minimalistisch instrumentierte Ballade, die zeigt, daß ihre Stimme der fokussierten Aufmerksamkeit standhält. Aber auch der zweiten Hälfte ergeht es nicht anders. "Hot n cold" geht mit purer Tanzflächeneuphorie ins Ohr. Guter Schachzug den Track als nächste Single zu veröffentlichen. Kaum von den Nachfolgern zu toppen, wenn da nicht noch die lockere Pop Rocknummer "If you can afford me" wäre. Ansonsten mal handzahme Mieze im Schlafanzug (Lost & I'm still breathing), dann Punk mit Tiger im Tank (schlechter Reim, ich weiß) in Form von "Self inflicted" und "Fingerprints" (der Song hat übrigens auch so seine Stärken). Definitiv ein Mädchenalbum, daß mit seinen frechen bis heiteren Texten Jungs/Männer nur am Rande interessieren wird. Catchy und leicht verdaulich. Amerika besitzt einen unerschöpflichen Markt für solche Künstlerinnen, aber es wird sich weißen, in wie weit sich die junge Amerikanerin in Deutschland auf Dauer zwischen Lavigne, Pink und Clarkson behaupten kann - vor allem dann, wenn inhaltlich keine Mädchenküsse mehr thematisiert werden.
Anspieltipps: "I kissed a girl", "Hot n cold" und "If you can afford me"
2 1/2 Sterne für 3 reicht es nicht ganz.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Erstens kommt es anders..., 12. Januar 2009
...und zweitens als man denkt. Die beim Probehören vordergründig sauber und einfallsreich anmutenden Rock-Rhythmen entpuppten sich beim kompletten Anhören der Scheibe leider Gottes als schlichter Teenie-Ramsch. Die von den US-Medien gepushte und zur Pop-Ikone stilisierte Interpretin trällert ihr vorgelegte und völlig übertrieben infantile Texte, was zumindest mir als anspruchsvollem Hörer beinahe das Blut aus dem Trommelfell treibt.
Kurz gesagt: Die negativen Aspekte aus Charlotte Roche's Feuchtgebieten musikalisch und fremdsprachig vorgetragen - wenn man so will.
Es sind zwar durchaus gute Ansätze vorhanden, doch dieser inhaltslose Einheitsbrei lässt leider nicht mehr als zwei Sterne zu.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
ganz nett, aber nicht mehr als gewöhnlich, 17. Januar 2009
Habe mir das Album aufgrund der Single "I kissed a girl" geholt, weil mir das Lied (wie noch ein paar Millionen anderen Leute auch) super gefallen hat, und auch die Nachfolgesingle "Hot and cold" gefällt mir sehr gut, aber das Album ist meiner Meinung nach nicht mehr als Durchschnitt.
Keine Frage, Katy hat eine ganz nette Stimme, das passende Aussehen für einen Popstar, aber die Musik, frecher Girlie-Rock-Pop, erinnert zweifelsohne sehr an Avril Lavigne und stellt für für meine Ohren keine besonders neue oder interessante musikalische Erfahrung dar.
Habe kein großes Bedürfnis das Album öfters zu hören. Außerdem bin ich der Meinung, die gute Katy wird leider so wie viele andere auch nur ein One-Hit-Wonder bleiben.
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