2006 ist diese CD herausgekommen, da war Jean "Toots" Thielemans 84 Jahre alt. Lange Zeit der einzige Mundharmonikaspieler des Jazz, hat er es zu einer unnachahmlichen Meisterschaft auf diesem doch etwas limitierten Instrument gebracht. Mit allen Jazzgrößen hat er zusammengespielt, und obwohl er auch ein phantastischer und vor allem schneller Improvisator ist, beschränkt er sich hier auf langsamere, stimmungsvollere Töne, oft als Begleitung für andere. Die 12 Titel, gedacht als eine Art "Harold Arlen Songbook", alle arrangiert von dem Holländer Jurre Haanstra, sind alle mit unterschiedlichen Besetzungen, in der Regel gibt's ein paar dezente Streicher dazu. Als Gastsolisten hören wir unter anderem: Lizz Wright ("Come Rain or Come Shine"), die wahrscheinlich beste Sängerin des Albums, jedenfalls meine Favoritin; Madeleine Peyroux ("Between the Devil and the Deep Blue Sea"); Silje Nergaard ("Last Night When We Were Young"); Jamie Cullum ("One For My Baby"); Beth Hart ("I Gotta Right to Sing the Blues"); das hollänidsche Jungtalent Trijntje Osterhuis ("I Wonder What Became Of Me"); das deutsche, 2006 nicht mehr ganz so junge Talent Till Brönner ("This Time's the Dream's On Me"); Oleta Adams ("Stormy Weather"), Laura Fygi ("It's Only A Paper Moon").
Toots` Harmonikaspiel hat nichts von seiner Intensität und Einzigartigkeit eingebüßt. Durch und durch gelungene CD.