In der Zusammenfassung auf der Rückseite der DVD wird der Film als hitchcockartiger Thriller" gepriesen und die Rede ist davon, dass die Hauptfigur Sy Farrell ein Psychopath ist. Wer immer das geschrieben hat, sollte mal nachschlagen, was das Wort „Psychopath" eigentlich bedeutet, in diesem Fall ist es absolut unzutreffend.
Die Handlung hat einige Thriller-Elemente (und die Story ist bravourös aufgebaut), aber hauptsächlich ist es die Geschichte eines traurigen, einsamen Mannes, des Fotolaboranten Sy, der besessen ist von der (scheinbar) glücklichen Familie Yorkin und sich wünscht Teil dieses Glücks zu sein. Nachdem Sy mehrere Rückschläge erlebt und dann noch erfahren muss, dass Will Yorkin seine Ehefrau betrügt, bricht für ihn eine Welt zusammen und entsprechend schlägt er zurück...
Robin Williams ist ja hauptsächlich durch seine rollen als Pausenclown oder Gutmensch bekannt, aber die Art wie er den Charakter Sys ausleuchtet ist wirklich oscarreif. Daneben gibt es gewohnt gute Darstellungen von Connie Nielsen (als Nina Yorrick), Gewohnheitsfiesling Gary Cole (als Sys Chef) und einen überraschen sympathischen Eric LaSalle als Polizisten.
Regie und Kameraführung schaffen es noch einmal in eindringlichen Bildern dem Zuschauer die Unterschiede zwischen Sys eintöniger isolierter Welt und dem Vorort-Glück der Yorkins vor Augen zu führen.
Der Handlungsaufbau wartet mit Überraschungen auf, die aber im Rückblick bezwingend logisch sind. Ein bewegender Film, der sich auf jeden Fall lohnt.