Pain of Salvation haben mit "Entropia" eines der besten und innovativsten Debuts vorgelegt, das die Progressive Rock Welt je gesehen hat. Mit "One Hour by the Concrete Lake" haben sie wieder ein absolutes Sahnestück abgeliefert.
War "Entropia" noch eindeutig dem Progressive Metal zuzuordnen, so fällt diese Einschätzung beim Nachfolger nicht mehr so leicht. Zwar sind noch harte Elemente in der Musik enthalten, aber sparsamer (dafür um so wirkungsvoller!) eingesetzt als beim Debut. Dafür dominieren die atmosphärischen Parts, die noch besser gelungen sind wie auf der ersten CD. Sänger Daniel singt nach wie vor alles und jeden an die Wand, was zur Zeit Rang und Namen hat, und die Band spielt enorm virtuos und dabei äußerst präzise.
Der wesentliche Unterschied zum Vorgänger liegt in der noch viel stärkeren Betonung des Gesamtkonzeptes, das hat zur Folge, dass die Songs ohne den Kontext etwas an Atmosphäre verlieren, was aber nur für die hervorragende Dichte und Spannung der gesamten CD spricht.
Pain of Salvation haben es geschafft, mit "One Hour by the Concrete lake" das Niveau des Vorgängers zu halten, und dabei ihren persönlichen Stil weiterzuentwickeln. Eine großartige Platte!