Bei den deutschen Heavy-Rockern Sinner hat sich in den letzten Jahren das Bandkarussel oft gedreht. Mittlerweile hat Bandkopf und Bassist Mat Sinner (Primal Fear) satte drei Gitarristen in der Band: Christof Leim (The New Black), Alex Beyrodt (Voodoo Circle, Primal Fear) und Alex Scholpp (Farmer Boys). Dazu gesellt sich neuerdings noch Rage Drummer André Hilgers. Klingt nach einer starken Truppe, bei der ich persönlich zwar nicht drei Gitarristen brauche, aber egal.
Sehr stark ist auch das neue Album "One Bullet Left", es knüpft musikalisch und vom Tatto Cover direkt an den Vorgänger "Crash & Burn" (2008) an. Die lebendigen Songs rocken tierisch und beweisen mir, dass Sinner einfach noch Feuer besitzen. Die Lieder sind einfach für die Liveumsetzung gemacht und treffen ausnahmslos ins Schwarze! Der Thin Lizzy Vibe ist immer noch drin, mal weniger und mal mehr ("Mend To Be Broken"). Ein geschickt eingesetztes dominantes Schlagzeugspiel wie im Titelsong, oder ein fast trotziger Song wie das schleppende "Wake Me When I'm Sober" zeigen neben einer famosen Coverversion von "Atomic Playboys" (Steve Stevens) die Durchschlagkraft und Vielseitigkeit Sinners. Dieses Attribut schlängelt sich als roter Faden durch das Album. Da auch der Sound stimmt, kann ich nur abschließend sagen:
Ich bin beeindruckt!