ja, es ist lange her, als ich "bye bye baby" zum ersten mal im radio hörte. damals, das war die zeit, in der ich mir meine allererste single kaufte ("let me be the one" von den shadows), und die boygroups noch nicht boygroups hießen.
das album "once upon a star" war meine erste LP von den rollers und ist (auch heute noch) eine höchst abwechslungsreiche angelegenheit (es kommen sogar mandoline und akkordeon zum einsatz!), äußerst hörenswert, wenn auch "nur" 2 hitsingles ("bye bye baby" und "keep on dancing") enthalten sind; sogar sage und schreibe 7 von den insgesamt 12 stücken des albums sind eigenkompositionen der jungs!
möglicherweise tu ich ja allen anderen neuzeitlichen teenieschwärmen unrecht, aber in den 70ern gab es trotz aller geschmacklichen entgleisungen eine unglaubliche vielfalt in der musikszene, unterschiedlichste "teeniebands" stürmten die charts und die songs strotzten nur so von einer fröhlichen naivität; man glaubte regelrecht spielfreude bei den musikern zu erkennen. wer's erlebt hat weiß was ich meine, alle andern sollten sich's mal anhören, denn nicht nur die 80er sind es wert, wiederentdeckt zu werden.
heutzutage gibts ja leider überwiegend herumspringende, teilweise zwar recht gut singende, aber trotzdem gnadenlos austauschbare abziehbilder, von denen in 20 jahren niemand mehr weiß, dass es sie überhaupt jemals gab, aber diese bay city rollers werden wohl wie viele andere der 70er (abba, sweet, smokie, t.rex usw.) auch noch in den nächsten jahrzehnten vielen ein stück jugend zurückgeben.
falls sich jemand über meine rezension auf den schlips getreten fühlt, sorry, die bay city rollers sind meine "yesterday's hero's". und wer diese band damals erlebte und jetzt auch auf den nostalgietrip geraten ist, dem kann ich dieses album nur wärmstens empfehlen.