Das nenne ich ein "besonderes" Album.
Hier wechseln sich melodiöse und eingängige Melodien mit sperrigen ab, das Ganze in einem abwechslungsreichen, oft minimalistisch gehaltenem Chilloutalbum, das die Grenzen der Musikstile etwas durcheinander bringt und so Jazz, Chillout, Ambient, Pop, Soul, Weltmusik und Rock miteinander verbindet.
Die Stimme erinnert ab und an etwas an die von Beate S. Lech von Beady Belle, ist aber noch fragiler und immer wieder sehr kühl und unnahbar, geht aber trotzdem ins Ohr. Die Sängerin stammt aus Israel, könnte auch aus dem hohen Norden sein, aus Norwegen wäre man so eine Stimme gewohnt.
Seien es die sperrigen Songs wie "Dry", die sehr eigenwillig daher kommen oder etwas groovigere Songs mit vielen Electroelementen "How come", Weltmusikangehauchtes "Tango" und "In the water for too long" oder schöne, eingängigere Songs wie "Better by far" und "Give it a shot", oder vertrackte "Schleicher" mit Gitarrensolo am Ende "Time for a decision", so können alle Stücke auf ihre besondere Art überzeugen und verstehen es im Ohr zu bleiben.
Da kommt mal Gänsehaut auf, mal kann man mitsingen, dann klingt alles wieder etwas mysteriös und unkonventionell.
Im letzten Track "Castle", meinem Höhepunkt, dominiert die romantischere, zurückgehaltene Stimmung einen wunderschönen Song, der Balladenklasse auf minimalistische Art und Weise besitzt.
Einziger Tiefpunkt ist für mich "Sam", der mir etwas zu wirr und uneingängig ist.
Ein besonderes Album für Liebhaber der besonderen Musik, welcher Richtung auch immer. TOP!