Gleich vorweg dieses Album ist der absolute Hammer. Für Starsailor scheint das Wort Stillstand ein Fremdwort zu sein. Verwöhnte uns Love is here noch mit melancholischen Songs, zeigte sich die Truppe um James Walsh mit Silence is easy von der etwas freundlicheren Seite.
Doch auch diesmal ruhte man sich nicht auf den Lorbeeren aus, und schuf ein Album voller treibender Rocksongs. Textlich thematisierte man diesmal das Weltgeschehen.
Gleich die erste Single In the Crossfire gibt ein deutliches Statement ab.
Die darauffolgenden Songs reihen sich perfekt aneinander. Es gibt keine Ausfälle. Jeder Song ist perfekt arrangiert und gefällt von anhieb an. Musikalisch heben sie sich klar von den Vorgängeralben ab, nur Jeremiah, das von dem tragischen Tod eines britischen Studenten in Wiesbaden handelt, erinnert an das frühere Schaffen. Get out while you can thematisiert den Nordirlandkonflikt und gehört mit seinem großartigen Refrain zu den Höhepunkten. Besonders Faith Hope Love wird die Starsailorfangemeinschaft spalten, da es sowohl musikalische und gesangliche für Starsailor unbekannte Töne anschlägt. Gerade deshalb gefällt mir der Song sehr gut.
Besonders hervorzuheben ist Barry Westhead am Keyboard. Er ist der eigentliche Grund, warum einige Songs so kraftvoll wirken.
Sicherlich werden sich einige wünschen, dass Starsailor zur Melancholie von Love is here zurückkehren, aber ich bin mir sicher, dass sie wieder ein Love is here machen werden. Vielleicht sogar schon mit dem nächsten Album.
Aufjedenfall können Starsailorfans hier berühigt zu greifen, aber auch Musikfans, die Starsailor vielleicht nicht so mochten, könnten an der neuen CD gefallen finden.
Also unbedingt anhören/kaufen, denn die Band hat es wiedereinmal geschafft sowohl eingängliche als auch berührende Songs zu schreiben.
Anspieltipps: In the Crossfire, Faith Hope Love, This Time und Jeremiah