Sehr gutes Album eines genialisch auftrumpfenden Prince-Epigonen. Beim ersten Hören dachte ich, das ist es. Ein Eindruck, der jedoch zunehmend verflacht. Hunts Songs wachsen nicht - anders als bei Prince, dessen Kompositionen und Interpretationen mit den Jahren immer noch nachreifen. Auch hat Hunts Stimme ein eher rauchiges Timbre und in den Höhen stärkere Ausfälle.
Zum Thema: Von den 16 Songs/(leider auch ein paar)Schnipseln sind nur vier super. Und zwar... Hot Stage Lights: klingt ziemlich exakt nach angeeigneten Prince-Vorgaben gestrickt. Daredevil: Power-Ballade in der Schnittmenge von Terence Trent D'Arby und Prince. Ride, Ride, Ride: Funk-Rock wie bei Rick James oder (gutem) Kravitz. Leider sind diese Nummern als Track 3,4,5 aufgespielt, so dass man sagen muss, dass Hunt sein Pulver hier gleich am Anfang verschießt!
Sehr, sehr gut ist auch das exquisite Duett "Mean Sleep" mit Nikka Costa (die auf der Prince-Tour "Welcome 2 America" 2010-11 manchmal Gaststar war). Der Rest ist leider mehr an C.Mayfield oder auch an dem lahmen Maxwell (kennt den noch jemand, Neunziger) orientiert; da wird der Sound oft breiig...und die Stimme ist dort nicht mehr als ödes One-Note-Falsett.
Trotzdem gibt es für dies schöne und lobenswerte Wagnis, Prince recht ordentlich zu kopieren die erwähnten viereinhalb Punkte!