Drei Jahre nach 'Try Anythin Once' erschien 1996 das eher unbekannte Album 'On Air'. Wieder ist Parsons nicht so haeufig fuer das Kompononieren der Stuecke verantwortlich, sondern laesst seine Bandkollegen 'Elliot' und 'Bairnson' an die Feder.
Das Album ist durchweg sehr ruhig, viele Stuecke sind mit akkustischen Instrumenten (Akkustikgitarre und Piano) aufgenommen. Auch wenn durchaus Egitarre und Keyboards vorhanden sind, der elektronische Anteil ist hier deutlich geringer geworden. Die Musik ist mehr von Pop durchdrungen, progressive Elemente sind rar geworden. Die Wucht frueherer Alben fehlt quasi gaenzlich. Andrew Powell ist zwar mit seinem Orchester noch vertreten, man haelt sich damit aber doch eher zurueck. Ausnahme ist z.B. das Stueck 'One Day To Fly'. Stuecke wie 'To Close To The Sun' sind wirklich sehr einfach gehalten, auch wenn im besagten Stueck noch ein Saxophonsolo enthalten ist. Manche Stuecke koennen schon durchaus langweilen ('Blown By The Wind').
Was mir aber besonders gefaellt sind die Instrumentals 'Cloudbreak', das ein bisschen was von Pink Floyd hat (E-Gitarre ueber Keyboardteppichen), und 'Apollo', welches von Technobeats dominiert wird, ehe zum Schluss E-Gitarren durchbrechen.
Ansonsten finden sich hier wirklich nur ruhige Balladen (siehe 'Brother Up In Heaven', welches fuer einen verstorbenen Freund geschrieben wurde). Insgesamt ein eher abgespecktes Alan Parons Project, aber trotzdem gut anzuhoeren.